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Deichstraße wird gegen Hochwasser abgedichtet

Breese Deichstraße wird gegen Hochwasser abgedichtet

Der Hochwasserschutzwall um Breese ist zwar geschlossen, aber das Prädikat „hochwassersicher“ kann noch nicht vergeben werden. In einer Beratung in der kommenden Woche wollen die Fachleute vom Landesamt für Umwelt und dem Landesbetrieb für Straßenwesen überprüfen, ob der neue Deich inklusive Straße den Ort vor den Fluten sicher schützt.

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Der Deichbau bei Breese geht weiter. Mitarbeiter der Firma Ost-Bau erstellen die Dichtungsschicht für den Deich.

Quelle: Andreas König

Breese. Wie eine große Schlange aus gelblich-braunem Kies zieht sich der neue Deich um Breese herum. Während der Deich, auf dem künftig die Landesstraße 11 verlaufen soll, bis zum Breeser Kreisel in Richtung Wittenberge fast gerade verläuft, windet sich der Wall in Richtung Weisen gesehen in einer annähernd 90 Grad umfassenden Kurve. Ein Bagger gräbt sich in den bereits fertig scheinenden Deichkörper und entlädt seine Last auf Anhänger, die von Traktoren gezogen werden. Die Landwirtschaftsfahrzeuge gehören der Firma Osters und Voß, die schon seit längerem an der Deichbaustelle mitarbeitet.

„Die Arbeiten sind gut vorangekommen, wir liegen im Zeitplan“, sagt Frank Schmidt, Dezernatsleiter Planung beim Landesbetrieb für Straßenwesen. „Jetzt wird dass Verlegen der Vliesschicht vorbereitet“, erklärt der Straßenbaufachmann. Bekanntlich ist der Deichbau bei Breese ein Gemeinschaftsprojekt zweier Landesinstitutionen. Für den Hochwasserschutz und damit den Deichbauteil zeichnet das Landesamt für Umwelt verantwortlich, während der Landesbetrieb Straßenwesen die Hoheit über den Straßenbauteil besitzt.

Deich soll auch Wittenberge entlasten

„Unser Ziel war es, zum 30. November die Hochwassersicherheit für Breese herzustellen“, sagt Frank Schmidt. „In einer Bauberatung in der kommenden Woche wird alles noch einmal überprüft, so dass sich danach entscheidet, ob dieses Ziel als erreicht gemeldet werden kann.“

In ernsthafter Hochwassergefahr waren die Einwohner von Breese eigentlich seit der Fertigstellung des Deichs an der Trift nicht mehr. Doch damit allein hat das 16-Millionen-Euro-Vorhaben sein Ziel noch nicht erreicht. Erst wenn gleichzeitig eine Entlastung für Wittenberge verbunden mit einer besseren Anbindung des Industriegebiets Süd geschafft ist, kann der kombinierte Deich- und Straßenbau als gelungen bezeichnet werden.

Hoffen auf frostfreies Wetter

Die Fertigstellung des gesamten Vorhabends ist laut Frank Schmidt für die zweite Jahreshälfte 2018 vorgesehen.

Zum Gesamtprojekt gehören auch zwei Brücken. Eine überspannt den relativ schmalen Flutgraben, die zweite, breitere, ist da schon von einem anderen Kaliber. Aus massivem Beton bestehen die Widerlager bei beiden Bauwerken, müssen sie doch in der Lage sein, auch den Schwerlastverkehr aufzunehmen. Gegenwärtig bereiten die Mitarbeiter der Firma Ost-Bau aus Osterburg (Sachsen-Anhalt) Die Montage der Stahlträger vor. Während die Vorflutbrücke im Grunde bereits ihren Endzustand erreicht hat und nur noch auf die Anbindung an die noch nicht fertiggestellte Straße wartet, arbeiten die Osterburger Bauleute an der Stepenitzbrücke noch mit Feuereifer. „Demnächst werden die Stahlträger eingehoben, dann wird die Schalung angebracht und der Beton gegossen“, sagt Frank Schmidt. Allerdings brauchen die Brückenbauer dafür frostfreies Wetter. „Wenn es längere Zeit unter null Grad ist, kann man keinen Beton machen“, sagt der Dezernatsleiter. Er hofft darauf, dass bis in den Dezember, vielleicht sogar in den Januar hinein gearbeitet werden kann. „In den vergangenen Jahren war das ja auch so“, ist Frank Schmidt optimistisch.

So lange passieren die Radfahrer weiterhin eine hölzerne Behelfsbrücke und überzeugen sich vom Baufortschritt.

Von Andreas König

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