Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Denkmalpflegepreis für den Hof „Heinecke“
Lokales Prignitz Denkmalpflegepreis für den Hof „Heinecke“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 19.09.2016
Mit Liebe saniert: Hof „Heinecke“ in Unbesandten. Quelle: Landkreis Prignitz
Anzeige
Brandenburg/Unbesandten

Kulturministerin Martina Münch hat am gestrigen Freitag im Paulikloster in Brandenburg an der Havel die Denkmalpflegepreise überreicht. Zu den drei Preisträgern gehört der vom Landkreis Prignitz vorgeschlagene Verein für Kunst, Kultur und Denkmalpflege BBM, vertreten durch Janneke Schönenbach und Olaf Arndt, dessen Engagement für die Erhaltung und Restaurierung der Hofanlage „Heinecke“ in Unbesandten gewürdigt wurde. Darüber informierte am Freitag der Landkreis Prignitz.

Die Eigentümer haben es verstanden, durch eine behutsame detailgetreue Reparatur die alten Baustrukturen wiederzubeleben und einen Kommunikationsort für Kunst und Kultur zu schaffen. Mit dem Denkmalpflegepreis 2016 geht dem Verein für Kunst, Kultur und Denkmalpflege BBM ein Preisgeld in Höhe von 5000 Euro zu.

Der ehemalige Bauernhof „Heinecke“ liegt Am Elbdeich in Unbesandten, einem kleinen Marschhufendorf in Lenzerwische (Amt Lenzen-Elbtalaue). Zur Hofanlage, die 2004 wegen ihrer baugeschichtlichen, volkskundlichen und städtebaulichen Bedeutung in das Denkmalverzeichnis des Landes Brandenburg eingetragen wurde, gehört ein giebelständig zum Deich ausgerichtetes Niederdeutsches Hallenhaus von 1726, ein rechtwinklig dazu stehendes Wohnhaus von 1858 und zwei Wirtschaftsgebäude, darunter eine Durchfahrtsscheune von 1719.

Otto Fick gehörte der Hof zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Er hatte keine Erben, seine Söhne waren im Krieg gefallen. In den 1940er Jahren verwahrloste der Hof. 1949 fand Otto Fick in Bruno Heinecke einen Hoferben. Dieser hatte die Tochter des Hausherren geheiratet. Die Familie pflegte nur das Wirtschaftshaus, da es ihm als Hufschmiede und Schweinestall diente.

Zu DDR-Zeiten wegen der Grenzlage zum Sperrbezirk erklärt, gestaltete sich der Erhalt des Gebäudeensembles auf dem Hof „Heinecke“ schwierig. Unter anderem mussten wegen Schäden das alte Rohrdach und Dachwerk der Durchfahrtsscheune zu großen Teilen heruntergenommen werden. Wegen der eingeschränkten Zugänglichkeit und dem Mangel an Baumaterial wurde dieses nur noch als flaches Satteldach ausgebildet und mit Blechplatten belegt.

Nach der Wiedervereinigung stand der „Deichhof“ einige Jahre leer und ungenutzt, bis er 2012 vom gemeinnützigen Verein für Kunst, Kultur und Denkmalpflege BBM übernommen wurde. Ein Glücksfall für die Denkmale, denn mit Janneke Schönenbach, Olaf Arndt und anderen Vereinsmitgliedern verbanden sich Interessen wie Affinität zur historisch gewachsenen Bausubstanz im Kontext der Bewahrung und Förderung traditioneller Handwerkstechniken.

Für die Instandsetzungs- und Sanierungsmaßnahmen wurden qualifizierte kleine wie auch mittelständische Handwerksbetriebe ausgewählt. Erwähnenswert sind die Rohrdachdeckungen des Niederdeutschen Hallenhauses und der Durchfahrtsscheune sowie die traditionelle Fachwerkinstandsetzung mit historisch dokumentierten Zimmermannsverbindungen (Holz in Holz), aber auch die Wiederherstellung der Hofpflasterung mit Natursteinpflaster.

Zuletzt war der Hof „Heinecke“ am vergangenen Sonntag beim Tag des offenen Denkmals für die Öffentlichkeit zugänglich.

Von Beate Vogel

36 Autoren aus der ganzen Republik tauschen sich drei Tage in Heiligengrabe kritisch über Natur- und Umwelt aus. Die 25. Jahrestagung vom Arbeitskreis Literatur Um Welt markiert zugleich einen Schlusspunkt. Obwohl die Themen nach wie vor nichts an Aktualität eingebüßt haben, gibt es keine Fortsetzung.

19.09.2016

Ein Trecker hat am Donnerstag in Pritzwalk einen stehenden Pkw gerammt. Die Eigentümerin ist froh, dass ihr kleiner Sohn nicht im Wagen saß. Schon lange fordern Sandra und Frank Gragert Tempo 30 in der Schlachthausstraße. Sie fragen: „Müssen denn erst Menschen zu Schaden kommen?“

16.09.2016
Prignitz Prignitz: Polizeibericht vom 16. September - Betrugsmasche zieht diesmal nicht

Ein 56-jähriger Mann erhielt in dieser Woche Anrufe von Betrügern. Diese teilten ihm mit, dass er bei einem Gewinnspiel Bargeld in Höhe von mehreren Zehntausend Euro gewonnen hätte. Um den Gewinn zu erhalten, müsse er aber zuerst Gutscheine eines Internetversandhauses im Wert von fast 1000 Euro erwerben. Der 56-Jährige ging nicht darauf.

16.09.2016
Anzeige