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Prignitz "Der BUND ist gewillt zu klagen"
Lokales Prignitz "Der BUND ist gewillt zu klagen"
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06:01 20.08.2014
Eher skeptisch verfolgten die Besucher die Vorträge. Quelle: Michael Beeskow
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Perleberg

So wurde nicht mit Zwischenrufen gespart, woher denn die Redner eigentlich kommen, wer sie seien und womit sie ihr Geld verdienen. Christine Arndt gab sich als Diplom-Biologin und Mitglied des BUND Brandenburg zu erkennen und Friederike Schmitz bezeichnete sich als Sprecherin von "Tierfabriken-Widerstand", ein erst im Frühjahr zustande gekommener Zusammenschluss junger Leute in Berlin. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität sieht ihren Aktionsschwerpunkt in den neuen Ländern, da in Bayern oder Niedersachsen bereits vergleichbare Initiativen bestehen. Das Bündnis will Aktionen gegen Massentierhaltung unterstützen, wo dies gewünscht werde.

Sie stellte einige Einzelheiten der in Lübzow geplanten Mastanlage vor. Zwölf Tiere sollen in einer 10,75 Quadratmeter großen Bucht gehalten werden, pro Schwein also 0,82 Quadratmeter. Damit wird der Grenzwert von 0,75 Quadratmeter pro Tier überboten. Auch dass die Schweine nicht auf Stroh liegen, sondern auf Vollspaltböden, durch die Exkremente abgeführt werden, ist rein rechtlich gesehen vollkommen in Ordnung. Einen Verstoß gegen die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung bei der Erweiterung der Schweinemast von Bernd Cord-Kurse auf über 10.000 Tiere konnte auch Friederike Schmitz nicht erkennen. Vielmehr führte sie generelle Bedenken gegen diese Art der Tierhaltung an. Grundbedürfnisse der Schweine blieben jedoch unberücksichtigt, etwa die Trennung von Kot- und Liegeplatz, da die Tiere im Prinzip über ihren Ausscheidungen stehen, das typische Wühlen und vieles andere sei den Schweinen nicht möglich. Damit sie sich nicht aus Langeweile die Schwänze abfressen, müssen sie abgeschnitten werden.

Die Diskussion uferte zum Teil aus. Klaus Voigt, Geschäftsführer des Schweineschlachtbetriebes Vion Perleberg, ging auf die Welternährung und die Soja-Importe aus Lateinamerika ein. Es ging um die Deutschen, die früher 40 bis 50 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel ausgaben, heute jedoch nur noch 15 Prozent.

Christine Arndt hatte in ihrem Vortrag auf Schädigungen der Natur hingewiesen, den Eintrag von Nitraten, auch gelangen über die Gülle Antibiotika in die Umgebung der Tierfabriken. "Der BUND ist gewillt zu klagen", stellte Christine Arndt zur geplanten Erweiterung der Schweinemast in Lübzow fest.

Von Michael Beeskow

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