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Prignitz Der Buddha von der Baustelle
Lokales Prignitz Der Buddha von der Baustelle
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00:18 04.09.2016
Dieser Mitbewohner von Familie Mücke genießt die sonnigen Tage in einer Voliere im Garten. Quelle: Claudia Bihler
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Steffenshagen

Einen Scherz hat Bernd Mücke eigentlich fast immer auf den Lippen. In diesem Fall ist es die Schaufensterpuppe, die er seiner Frau mitgebracht hat. Das war gar nicht so einfach: Denn der Wirt, in dessen Gaststätteneingang die vollbusige Blondine stand, wollte sie erst nicht so recht rausrücken. Der Rest war eine Frage der Verhandlung, dann konnte Mücke sie mit nach Steffenshagen nehmen. „Aber dann wurde sie in einer Ecke versteckt“, protestiert er nicht ganz ernst gemeint: „Das liegt wohl an ihrer Oberweite.“ Und so hat Heidrun Mücke das Bikinioberteil der Puppe inzwischen durch ein T-Shirt ersetzt: „Sie hat auch irgendwie einen dümmlichen Gesichtsausdruck“, kommentiert Ehefrau Heidrun nicht weniger humorvoll, und zeigt die Puppe dann doch – in der Nische im Treppenhaus.

Nicht nur die Sammelleidenschaft vereint die Mückes

Andere Puppen dürfen nach draußen – etwa die Familie, die auf dem Balkon der Steffenshagener auch für Passanten zu sehen ist – oder auch die elegante Dame im Gästezimmer steht – ausgestattet mit einem Kleid aus den 1930er Jahren und einer antiken Handtasche: „Die ist viel älter“, meint die Sammlerin.

Andere Puppen dürfen auch nach draußen – und sind für Passanten auf dem Balkon der Mückes zu sehen. Quelle: Claudia Bihler

Seit 45 Jahren sind Heidrun und Bernd Mücke verheiratet – und beide verbindet als gemeinsames Hobby das reisen und: die Sammelleidenschaft. Vom riesengroßen eichernen Buddha, den der Handwerker irgendwann einmal von einer Baustelle mitgebracht hat, weil der Bauherr ihn verschenken wollte. Bis zum historischen Kochbuch von 1908, das Heidrun Mücke auf einem Flohmarkt gefunden hat: „Ich habe daraus auch schon ein paar Sachen gekocht“, meint sie. Oder die historischen Radios, von denen Bernd Mücke als ehemaliger Elektronikbastler inzwischen 60 zusammengetragen hat.

Ehrenplatz für die Fundstücke

Heidrun und Bernd Mücke mit dem Buddha von der Baustelle. Quelle: Claudia Bihler

Im Gegensatz zu Sammlern von Modelleisenbahnen, deren Schätze von Ehefrauen häufig in den Keller verbannt werden, weil sie sonst zu raumgreifend würden, sind sich die beiden Steffenshagener einig. Viele der auf den ersten Blick unscheinbaren Fundstücke bekommen einen Ehrenplatz – ob es nun die wundersam flach geformte Wurzel ist, die sich in eine Mauerspalte gezwängt hat und nun Dekoteil ist, oder auch die Eichenbohle aus dem Baustellenmatsch, die zum Beistelltisch verarbeitet wurde: „Alles so etwas bekommt man heute gar nicht mehr“, meint Bernd Mücke, der sich auch nicht scheut , einmal eine Kommode vom Sperrmüll aufzusammeln. Fundstücke werden daheim aufgearbeitet und am liebsten im großen Wintergarten präsentiert, der dem Ehepaar als Wohnzimmer dient. Das kommende Wochenende ist für die Steffenshagener einer der Höhepunkte der Sammlersaison: „Dann sind wir auf dem Trödelmarkt in Havelberg.“

Von Claudia Bihler

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