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Prignitz Der Goldene Bär von Kammermark
Lokales Prignitz Der Goldene Bär von Kammermark
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16:06 29.07.2013
Die ASW 24 ging in der offenen Klasse an den Start. Quelle: Ruch

„Jeder der sieben Segelflugtage ging als Wertungstag in die Meisterschaft ein“, schwärmte Achim Leutz Sonntagvormittag während der Siegerehrung auf dem Segelflugplatz in Kammermark (Stadt Pritzwalk). Der Wettbewerbsleiter der 2. Berliner Landesmeisterschaften im Segelfliegen (die MAZ berichtete) blickte mit den 19 Startern auf eine optimale Wetterwoche zurück. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren konnten in Neuruppin wegen ungünstiger Wetterlage nur zwei Wertungstage über die ersten Landesmeister von Berlin entscheiden.

Sowohl Ronald Liepold in der offenen Klasse als auch Kolja und Peter Klein in der gemischten Klasse wiederholten ihren Sieg von der Meisterschaft im Jahre 2011. Klaus Engelhardt, Präsident des Luftfahrverbandes Berlin, ehrte mit Pritzwalks Bürgermeister Wolfgang Brockmann die Landesmeister. Als besonderen Hingucker erwies sich dabei der Goldene Bär für die Sieger, der sonst alljährlich beim Berliner Filmfestival Berlinale verliehen wird. Der Berliner Senat stiftete die Bären, wie Achim Leutz am Rande mitteilte.

AmEnde der siebentägigen Meisterschaft gab es gestern Siegerpokale und Urkunden für alle Teilnehmer. Quelle: Ruch

Starteten die Segelflieger zunächst bei Blauthermik, das heißt ohne Wolkenbildung, sorgten seit vergangenem Donnerstag Quellwolken für ideale Flugbedingungen, erinnerte sich Achim Leutz: „Der ganze Ablauf und die Stimmung waren perfekt.“ Über zwei Winden mit jeweils zwei Seilen erhielten die Segelflieger die notwendige Starthilfe. In gut 400 Meter Höhe klinkten sich dann die Flugzeuge aus. „Als Startrekord verbuchen wir 37 Minuten, in denen alle Segelflieger in die Luft gingen“, so Leutz. In der gemischten Klasse starteten acht Flieger, während in der offenen Klasse elf Teilnehmer um den Siegerpokal kämpften. „Acht Flieger in einer Klasse ist die Mindestanzahl, um die Flüge für die deutsche Rangliste werten zu können“, erklärte der Wettbewerbsleiter. In der endgültigen Flughöhe zwischen 1500 und 2000 Metern herrschten im Gegensatz zu der tropischen Luft am Boden angenehme Temperaturen um 20 Grad: „Als Faustregel gilt, dass pro 100 Meter Höhe die Temperatur um ein Grad abnimmt“, verriet Leutz, der zu den alten Flughasen mit 50 Jahren Erfahrung zählt. Seit 40 Jahren wirkt der 72-Jährige auch als Fluglehrer. „Routine darf beim Fliegen niemals aufkommen, man muss immer mit Respekt an den Start gehen“, so eine Grundregel beim Abheben. Umso mehr freute er sich auch, dass die Landesmeisterschaft ohne Zwischenfälle über die Bühne ging.

SIEGER UND PLATZIERTE

In zwei Wertungsklassen erfolgten die 2. Berliner Landesmeisterschaften im Segelfliegen.

Offene Klasse (die Flugzeuge weisen dabei gewölbte Flügel mit Wölbklappen auf und verfügen über Wasserballast): 1. Platz Ronald Liepold, diesmal mit Markus Marks, gefolgt von Dirk Stahf und Christina Niestolik (jeweils im Doppelsitzer). Der 3. Platz ging an Stefan Piatkowski.

Gemischte Klasse (dabei verfügen die Flugzeuge über starre Flügel): Landesmeister wurden Kolja und Peter Klein im Doppelsitzer vor Karl-Heinz Boller-Rocholl und Alexander Adamczyk.

Mit Blick auf den bis Anfang kommenden Jahres gültigen Pachtvertrag hofft die Fluggemeinschaft Pritzwalk-Kammermark GbR auf eine Verlängerung zu einem verträglichen Pachtzins, so Achim Leutz. Verpächter für das ehemalige Stadtgut ist die Stadt Pritzwalk. Auf Nachfrage der MAZ teilte dazu Bürgermeister Wolfgang Brockmann mit: „Wir wollen mit den bisherigen Pächtern die Zukunft gestalten.“

Von Christamaria Ruch

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