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Der Klammergriff ist lebensgefährlich

Wasserretter üben in Karstädt Der Klammergriff ist lebensgefährlich

Drei Prignitzer Wasserwachten erprobten im Karstädter Freibad den Notfall. Sie frischten ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse auf, denn hier kann man viel falsch machen. Manchmal müssen die Retter Menschen in Not aber erstmal fast ertrinken lassen, um sich nicht selbst zu gefährden.

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Vorsicht vor dem Klammergriff Ertrinkender. Hier lernen die Mädchen, wie man sich als Retter daraus befreit.

Quelle: Katharina Golze

Karstädt. Bei der ersten Hilfe kann man viel falsch machen, das haben die 26 Teilnehmer der dreitägigen Sanitätsausbildung für Wasserwachten am Wochenende im Karstädter Freibad gelernt. „Man macht nach wie vor Fehler und behält auch nicht alle Strategien“, erklärt Manuela Ruzycki, Mitorganisatorin der Veranstaltung. Als die Bademeisterin jüngst eine Reanimation durchführen musste, lernte sie die regelmäßige Auffrischung der lebensrettenden Maßnahmen zu schätzen. „Ich habe meinen Ausbilder im Hintergrund reden hören“, erinnert sie sich.

Schwerstarbeit für Retter und Ertrinkenden

Schwerstarbeit für Retter und Ertrinkenden.

Quelle: Katharina Golze

Seit etwa 20 Jahren veranstalten die Wasserwachten Karstädt und Wittenberge jeweils am letzten Augustwochenende die Aus- und Weiterbildung. Mittlerweile beteiligen sich auch andere Wasserwachten, etwa aus Perleberg oder Pritzwalk. Sogar die DLRG und der Katastrophenschutz hatten das Angebot bereits wahrgenommen, berichtet Ernst-Günter Böhmfeld, Leiter der Wasserwacht Wittenberge. Er arbeitet als Ausbilder für Erste Hilfe und unterrichtet an diesem Wochenende Lebensrettungsstrategien. Geübt wird zu Land und Wasser.

Am Samstag wurden Notsituationen theoretisch durchgesprochen, dann in Stationsarbeit erprobt. Teilnehmer lernten, bei welchen Verletzungen die stabile Seitenlage wichtig ist und was bei der Helmabnahme von Verletzten zu beachten ist.

Bademeisterin Ruzycki (l) gibt bei der Stationsarbeit Tipps zur Herz-Lungen-Wiederbelebung

Bademeisterin Ruzycki (l.) gibt bei der Stationsarbeit Tipps zur Herz-Lungen-Wiederbelebung.

Quelle: Katharina Golze

Auch ein Notfall im Wasser wird geübt. Ein Ersthelfer versucht einen Ertrinkenden zu retten, muss sich jedoch zuerst aus dessen Klammergriff befreien. Nach dem Abtransport im Wasser und der Bergung an Land soll der Ersthelfer eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen. Am Sonntag wurde das Erlernte direkt angewendet. Den Teilnehmern wurden blutige Verletzungen geschminkt, worauf mit der richtigen Ersten Hilfe reagiert werden musste.

Wenn man die Maßnahmen nochmal hört und sieht, kann man sich gleich besser daran erinnern, wissen die Jugendlichen von ‚Delphin Wittenberge‘ zu berichten. Der Schwimmclub, zugehörig zur Pritzwalker Wasserwacht, ist das erste Mal bei der Weiterbildung in Karstädt dabei. Generell sind die Teilnehmer aus allen Generationen, der Jüngste ist acht Jahre alt. Zwar kann man die Ausbildung zum Rettungsschwimmer erst mit dem zwölften Lebensjahr absolvieren, dennoch stehen die kleinen Wasserwächter mit am Beckenrand. „Sie haben die gleichen Aufgaben wie wir, nur noch keine Eigenverantwortung“, erklärt Bademeisterin Ruzycki. Das sei gut zum Erfahrungen sammeln.

Mitstreiter der Wasserwachten aus Karstädt, Pritzwalk und Wittenberge waren dabei.

Von Katharina Golze

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