Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Der Prignitz geht das Personal aus
Lokales Prignitz Der Prignitz geht das Personal aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:15 28.02.2019
Einen Arbeitsplatz mit Lebensqualität hat Uwe Büttner (r.) in einem der schönsten Häuser Perlebergs. Links Andreas Ditten. Quelle: Bernd Atzenroth
Perleberg

Die Suche nach geeigneten Mitarbeitern wird in der Prignitz immer schwieriger. So schwierig, dass das Thema Neuansiedlung von Firmen bei der Wirtschaftsförderung nicht mehr so im Vordergrund steht wie bislang. Im Fokus steht nun eher, ansässige Betriebe zu unterstützen, etwa wenn sie eine Erweiterung planen oder in ihre Modernisierung investieren. „Es ist wichtig, dass wir uns in erster Linie um die Unternehmen kümmern, die schon hier sind“, sagt Andreas Ditten, Geschäftsbereichsleiter für Wirtschaft, Bau und Kataster in der Prignitzer Kreisverwaltung.

„Die erste Frage, die ich von Interessenten höre, ist: Habt Ihr überhaupt noch Arbeitskräfte?“ ergänzt Uwe Büttner, Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz. Und das, wo manches Unternehmen schon nach Serbien oder Albanien ausgreife, um Fachkräfte zu rekrutieren.

Fördergelder nur bei Schaffung von Arbeitsplätzen

So stellte Büttner bei seiner Jahrespressekonferenz am Montag lauter Investitionen vor, mit denen sich insbesondere die großen Player der Prignitzer Wirtschaft 2018 hervorgetan haben, seien es die Gelder, die im Pritzwalker Zahnradwerk in die Erneuerung, Modernisierung und Digitalisierung der Produktionsstätte gesteckt worden, oder die, mit denen im Fahrzeuginstandhaltungswerk der Deutschen Bahn in Wittenberge eine neue Radsatzwerkstatt errichtet wurde.

Büttner nannte weiter Investitionen bei Ayanda, WDM Wolfshagen , den Meyenburger Möbelwerken, dem Hundefuttervertrieb K und K Petfood aus Perleberg und dem Metallbauer Schorisch-Magis aus Karstädt. 17,8 Millionen Euro an Investitionen wurden 2018 mit 3,8 Millionen Euro Förderung von der Investitions- und Landesbank auf den Weg gebracht – gegen die Auflage an die bezuschussten Unternehmen, damit mindestens 284 Arbeitsplätze zu sichern, 52 neu zu schaffen und drei Azubis einzustellen.

Mehr Zuzug muss her – Rückkehrer reichen nicht aus

Die Gesamtinvestitionen liegen aber noch viel höher, und nicht alles davon ist der WFG und dem Kreis auch bekannt. Ohne dies gefördert zu bekommen, investierten Unternehmen demnach mindestens 30 Millionen Euro in der Region.

Doch das Fachkräfteproblem bleibt: Zuzug muss her, und dafür reichen Rückkehrer nicht aus. Zwar wiegt der Zuzug mittlerweile den gleichzeitigen Weggang wieder auf. Aber der Bedarf ist weit größer.

Eine Erkenntnis spielt dabei eine Rolle: Für eine Region entscheidet man sich mittlerweile wegen der Lebensqualität. In den Vordergrund müssten Familienfreundlichkeit rücken. Und die bald besseren Verkehrsverbindungen. Dann könnte die Prignitz auch interessant für diejenigen werden, die aus dem Großraum Berlin heraus und nicht mehr in die Stadt hineinpendeln wollen.

Wirtschaftsförderer wollen IHK-Gutachten beherzigen

Um darauf hoffen zu können, als lebenswerte Region zwischen den Metropolen Hamburg und Berlin wahrgenommen zu werden, ist laut Büttner eins wichtig: „Wir müssen uns überregional noch etwas bekannter machen.“ Büttner und Ditten schlossen dabei an die Profilanalyse und ans Gewerbeflächengutachten an, welches die IHK Potsdam in der vergangenen Woche für die Prignitz vorgestellt hatte, nicht nur, weil sie künftig mehr die Nahrungsmittelwirtschaft bei ihren Messepräsenzen bewerben will.

Das Gutachten hatte eine Bündelung der Aktivitäten für Wirtschaftsförderung vorgeschlagen. Ditten will eine komplett andere Image-Kampagne, der eine schonungslose Selbstanalyse vorausgeht. An der sollten sich möglichst viele Akteure beteiligen. Auch der Erfahrungsaustausch mit anderen Regionen soll verstärkt werden. All dies lasse sich aber nur über Jahre hinweg realisieren, meinte Ditten.

Von Bernd Atzenroth

Das lassen sich die Laaslicher Karnevalisten nicht nehmen. Neben ihren Abendveranstaltungen in der fünften Jahreszeit feiern sie jedes Jahr auch noch einen Kinder- sowie einen Seniorenkarneval. Am Sonntag ging es hoch her als es hieß: „Laaslich guckt durchs Schlüsselloch“.

25.02.2019

Beim Karneval im Prignitzdorf Barenthin hat das närrische Treiben begonnen. Auch nächstes Wochenende geht es dort noch Mal hoch her. Am Sonntag sind die Mini-Fünkchen wieder mit dabei.

28.02.2019

Die von der Denkmalschutzbehörde beauflagten Arbeiten am Renaissanceschloss Demerthin könnten zu 75 Prozent gefördert werden. Das Land prüft die Förderung wohlwollend, war von Bürgermeister Stefan Freimark zu erfahren.

25.02.2019