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Der Wandel des Reichs der Mitte

Chinesischer Zirkus in Wittenberge Der Wandel des Reichs der Mitte

Mit dem Programm „Shanghai Nights” verfolgt der Chinesische Nationalcircus seinen Trend der vergangenen Jahre, dem Zuschauer kein reines Nummernprogramm zu präsentieren. Vielmehr ist es ein Teil eines großen Ganzen, um für den Zuschauer den Einblick in eine fremde, faszinierende Kultur zu erlangen.

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Akrobatik und Bühnenbild begeisterten die Besucher.

Quelle: Jens Wegner

Wittenberge. Mit großer Eleganz, jeder Menge Witz und der scheinbaren Aufhebung der Schwerkraft begeisterten die Akrobaten des Chinesischen Nationalcircus am Sonnabend die Gäste im ausverkauften Kultur- und Festspielhaus Wittenberge.

Mit einer fast unvorstellbaren Leichtigkeit führten die Künstler aus dem Reich der Mitte ihre Nummern vor. Nicht umsonst gilt die gelebte Einheit von Körper, Geist und Seele als Synonym für chinesische Artistik. Die chinesische Akrobatik, im Chinesischen auch Zaji genannt, ist mehr als nur die Aneinanderreihung spektakulärer Turnübungen, mehr als nur Karma, Kunst und Können.

Mit dem Programm „Shanghai Nights” verfolgt der Chinesische Nationalcircus seinen Trend der vergangenen Jahre, dem Zuschauer kein reines Nummernprogramm zu präsentieren. Vielmehr ist es ein Teil eines großen Ganzen, um für den Zuschauer den Einblick in eine fremde, faszinierende Kultur zu erlangen. So ist der Chinesische Nationalcircus ein Garant für Faszination. Ob mit ungeheurer Leichtigkeit vollbrachte Sprünge, artistische Jonglagen oder dem schwungvollen Balanceakt mit einem schweren Tontopf auf dem Kopf – immer ernteten die Künstler reichlich Applaus. Als schließlich eine Akrobatin sechs Stühle auf einem Tisch übereinander stapelte, um ganz oben einen Handstand zu vollführen, hätte fast die Höhe des Saals nicht ausgereicht. Das Publikum hielt gebannt den Atem an. Um so tosender war der Applaus danach. Die Geschichte führt den Zuschauer in das Shanghai der 1930er und 40er Jahre, den Inbegriff des Wandels Chinas zur Neuzeit. Die Hafenstadt, auch Paris des Orients genannt, war ein Schmelztiegel verschiedenster Kulturen. Zum ersten Mal traf die alte chinesische Kultur auf die neue westliche Weltanschauung. So spielte ein Akteur einen italienischen Matrosen, der fasziniert in die Welt des Orients eintaucht, es aber nicht immer leicht hat, akzeptiert zu werden.

Es entstand ein neuer Zauber, der wegweisend für Chinas langen Marsch in die Neuzeit war. Das alte China öffnete sich und hob dadurch seine eigene kulturelle Basis als Stärke hervor. Hans-Jürgen Grieswald und seine Frau Brigitte kannten den Chinesischen Nationalcircus schon von einer anderen Veranstaltung. Weil es ihnen so gut gefiel, kamen sie auch ins Kulturhaus. „Es ist einfach wunderbar”, schwärmte sie. „Besonders freut mich auch, dass es heute hier so voll ist.” Ihr Mann ergänzte: „Wir gehen oft her. Alles, was hier gebracht wird, ist gut.” „Einwandfrei”, fand Heiko Nieß aus Wittenberge. Besonders gefiel ihm die „filigrane Akrobatik”. Die Eintrittskarten für ihn und seine Frau Juliane waren ein Weihnachtsgeschenk seiner Eltern. So wurde die Veranstaltung ein Ausflug für die ganze Familie.

Von Jens Wegner

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