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Diakonie-Hospiz sucht Sterbebegleiter

Perleberg (Prignitz) Diakonie-Hospiz sucht Sterbebegleiter

Es ist eines der schwierigsten Ehrenämter: Das Ambulante Diakonie-Hospiz Prignitz sucht für die Region Sterbebegleiter. Bevor eine Begleitung anvertraut wird, besucht man einen Kurs, der für den Umgang mit Trauer, Tod und Sterben stärken soll. Erzwungen wird nichts, sagt Koordinatorin Ute Gajewski.

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Manchmal hilft es dem Kranken, einfach die Hand zu halten.

Quelle: dpa

Perleberg. Schwerkranke Menschen müssen am Ende ihres Lebens nicht allein sein. Seit einigen Jahren gibt es Hilfsangebote wie die Sterbebegleitung des Ambulanten Diakonie- Hospizes Prignitz. Vom Standort Perleberg aus sind aktuell knapp 20 ehrenamtliche Helfer in der ganzen Prignitz im Einsatz, die Betroffene auf Wunsch begleiten. „Wir suchen jetzt wieder Verstärkung für unser Team“, sagt Koordinatorin Uta Gajewski.

Sterbebegleitung verlangt den Ehrenamtlichen viel ab. Sie gehört mit zu den schwierigsten freiwilligen Aufgaben. Nicht zuletzt deshalb sollten die Helfer mindestens 18 Jahre alt sein und eine gefestigte Persönlichkeit haben, sich in der Lage fühlen, sterbenskranke Menschen zu begleiten. Das Team achtet darauf, dass die Betreffenden auch gut zueinander passen. „Wir können ja nichts erzwingen“, betont die Koordinatorin, „denn es ist ja auch ein sehr intimer Moment.“

Auszeit nach einem Einsatz

Grundsätzlich übernimmt ein Helfer oder eine Helferin laut Gajewski nur eine Begleitung. Unterstützen können die Ehrenamtlichen die betroffenen Menschen in ihrer vertrauten Umgebung zum Beispiel mit Gesprächen, mitunter hilft es aber auch, einfach nur da zu sein. „Man muss sich darauf einlassen können“, erklärt die Diakonie-Mitarbeiterin. Jeder habe das Recht, jederzeit zu sagen: ’Ich kann das nicht mehr.’ Oft nehmen sich die Helfer nach einer Begleitung eine Auszeit, bevor sie ihren nächsten Einsatz übernehmen.

Die Koordinatorin versucht, die Ehrenamtlichen möglichst mit Begleitungen in der Nähe ihres Wohnortes zu betrauen, „Damit sie nicht durch die halbe Prignitz fahren müssen.“ Im Team und auch mit den Betroffenen seien eine gute Kommunikation und ein gutes Miteinander wichtig. Einmal im Monat trifft sich die Truppe in Perleberg – immer donnerstags abends. „Die meisten sind berufstätig, sie können nur abends“, sagt Gajewski. Bei diesen Treffen können auch die Helfer aussprechen, was sie belastet. „Wichtig ist Offenheit“, sagt die Koordinatorin.

Nächster Kurs im Café Vogelfrei

Ohne Ausbildung übernimmt kein Helfer eine Begleitung. Regelmäßig organisiert die Diakonie entsprechende Kurse in Kooperation mit dem DRK. Gerade erst wieder habe das DRK Sterbebegleiter auch für die Diakonie ausgebildet. Die Teilnehmer setzen sich mit Themen wie Trauer, Abschied und Sterben, aber auch Respekt und Taktgefühl auseinander. „Der nächste Kurs wird bei uns im Perleberger Café Vogelfrei im Februar stattfinden.“

Interessenten können sich beim Ambulanten Diakonie- Hospiz Prignitz, 03876/79/73-14, E-Mail: Gajewski@dw-karstaedt-wilsnack.de melden.

Von Beate Vogel

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