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Prignitz Dicker Ordner Kunower Geschichte
Lokales Prignitz Dicker Ordner Kunower Geschichte
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00:17 22.05.2016
Sieghilde und Herbert Sabionski beim Sortieren von gesammelten Zeitungsartikeln. Quelle: Sandra Bels
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Kunow

Geschichte hat Sieghilde Sabionski immer interessiert. Dass sie einmal eine Chronik über Kunow schreiben würde, hätte sie sich 1971 nicht träumen lassen. Damals zog sie mit ihrem Mann Herbert in den Prignitz-Ort. Der Mann stammte aus Krams, Sieghilde aus Kyritz. Herbert Sabionski durfte sich auf Genehmigung des Bürgermeisters in Kunow selbstständig machen mit einer Motorenwickelei. Das Paar wohnte und arbeitete in der Mühle Finger. Fünf Jahre später folgte der Umzug ins eigene Domizil in der Thomas-Müntzer-Straße. Bis 2007 lebte die Familie dort und zog dann nach Kyritz in das Haus, das Sieghilde Sabionskis Eltern gebaut hatten.

Auf dem Küchentisch liegt die Kunower Chronik, daneben ein Stapel Zeitungsausschnitte. Gesammelte Werke unter anderem über Kunow. Sieghilde Sabionski weiß noch nicht, was sie damit macht. Eigentlich müssten die Sachen in die Chronik, sagt sie. „Die ist schon jetzt eine echte Fleißarbeit“, lobt der ehemalige Kunower Ortsvorsteher Eberhard Neumann den dicken Ordner.

Sieghilde Sabionski war zu dem Job über eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) gekommen. Die begann am 1. Februar 1993. „Die damalige Kunower Bürgermeisterin hatte sie mir angeboten“, erzählt die Chronistin. Sie fing bei null an. „Es gab ein paar Aufzeichnungen aus der Schule“, erinnert sie sich. Auch an die Geschichten über andere Dokumente, die sie aber nie gesehen hat. „So machte ich mir erst einmal einen Plan, wie die Chronik aussehen könnte“, sagt die Kyritzerin. Stück für Stück entstanden in zwei Jahren Geschichten über das Dorf, die Schule, die Kirche, die Häuser. Sie wurden von Herbert Sabionski allesamt fotografiert, damals noch mit Film. Der Ehemann digitalisierte später auch die Chronik, damit sie nicht mehr so dick ist.

Ausschnitt aus der Kurzfassung der Kunower Chronik. Quelle: Sandra Bels

Etliche Besuche unter anderem im Landesarchiv in Potsdam waren notwendig, um Fakten über Kunow zusammenzutragen. Dabei fand sich als Datum der Ersterwähnung das Jahr 1305. „Das Dorf soll aber viel älter sein“, sagt Sieghilde Sabionski. Zeitzeugen zu finden, war nicht so einfach. „Leider waren viele der Älteren schon gestorben“, bedauert sie. Was sie zusammentragen konnte, hat sie geordnet und aufgeschrieben. Sie ärgert sich ein bisschen darüber, dass die LPG-Zeit zu kurz gekommen ist. Deshalb hat sie eine Ergänzung geschrieben. Allerdings ist auch die noch unvollständig. Offene Fragen sind für Sieghilde Sabionski zum Beispiel die Nachfolge der LPG und wo die Geräte und Maschinen geblieben sind.

Aus der gesamten Chronik entstand zur 700-Jahr-Feier von Kunow 2005 ein Heft mit wichtigen Meilensteinen. Für ein anderes Fest erstellte Sieghilde Sabionski einen historischen Abriss. „Dafür habe ich einen Tag gebraucht“, erinnert sich die Chronistin. Ihre Kontakte nach Kunow sind nie abgerissen. Sie ist Mitglied der Volkssolidarität. Herbert Sabionski schreibt die Programme für die Ortsgruppe und Einladungen. Beide sind dabei, wenn es zum Kegeln auf die Gumtower Bahn geht.

Von Sandra Bels

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