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Die Bilanz der Tour de Prignitz 2017

Teilnehmerrekord und Punkterekord Die Bilanz der Tour de Prignitz 2017

Der Radlerrekord ist geknackt: 5216 Teilnehmer machten bei der 20. Tour de Prignitz mit. Heiligengrabe wurde Toursieger mit Rekordpunktzahl, und Sadenbeck gewann den Pausenpreis. Wittenberge sicherte sich mit einem originellen Empfang mit Anspielungen auf das Reformationsjahr den zweiten Platz im Städtespiel. Damit ging eine außergewöhnliche Tour zu Ende.

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Holger Kippenhahn (M.) nahm mit Sarah Wegwart den Siegerpreis entgegen. Überreicht wurde er von (4. bis 1. v. r.) Regina Sander (AOK), Petra Hansel (Antenne), Martin Brödder (VR-Bank) und Benjamin Schrader (MAZ). Links Wittenberges Bürgermeister Oliver Hermann.

Quelle: Matthias Anke

Wittenberge. Dass Heiligengrabe in der Pole-Position für den diesjährigen Toursieg stand, war ja schon vor dem Start zur letzten Etappe klar. Und tatsächlich waren die Heiligengraber nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen – Wittenberge wurde Zweiter, ganz knapp vor den Putlitzern. Vierter wurde Kyritz vor Perleberg und Pritzwalk. Heiligengrabes Bürgermeister Holger Kippenhahn und seine für die Tourvorbereitung zuständige Mitarbeiterin Sarah Wegwart kamen auf die große Bühne an der Wittenberger Ölmühle, um den Siegerscheck in Höhe von 5000 Euro entgegen zu nehmen. Überreicht wurde er von MAZ-Geschäftsführer Benjamin Schrader und der Programmchefin von Antenne Brandenburg, Petra Hansel. Mit dabei auf der Bühne waren natürlich auch Martin Brödder, Vorstandsvorsitzender der Volks- und Raiffeisenbank Prignitz, und Regina Sander als regionale Vertreterin der AOK Nordost. Zuvor schon hatte die Delegation aus Sadenbeck jubeln dürfen. Denn der Ortsteil von Pritz­walk sicherte sich die 1000-Euro-Prämie für den schönsten Pausenstopp. Ingo Jeschke, Torsten Gotschke und Thomas Lesker freuten sich sehr bei der Überreichung des Siegerschecks.

Was das ausmacht, wenn man das End-E im Ortsnamen von Wittenberge vergisst

Was das ausmacht, wenn man das End-E im Ortsnamen von Wittenberge vergisst: Oliver Hermann mutierte auf der Bühne zu Martin Luther.

Quelle: Bernd Atzenroth

Alles, nicht nur die Bühne, war diesmal eine Dimension größer als sonst. Auch wenn ihre Chancen nur noch minimal waren, legten sich die Kyritzer und am Ziel die Wittenberger am Samstag noch einmal richtig ins Zeug. 831 Radler stiegen in der Knatterstadt aufs Fahrrad, und auch wenn Kyritz im Städtespiel letztlich keine Chance hatte, war es für die vielen Radler ein wunderbares Erlebnis. Das Wetter war erstaunlich gut, die Temperaturen aber angenehmer als am Vortag. Ein wenig stand den Radlern der Wind im Gesicht, doch zu einer Etappe mit Fahrt auf dem Elbdeich gehört das eigentlich dazu.

Bester Pausenort wurde Sadenbeck

Bester Pausenort wurde Sadenbeck. Benjamin Schrader (l.) und Petra Hansel überreichten den Scheck.

Quelle: Bernd Atzenroth

Was am Ziel auf die Radler wartete, deutete sich schon ab Hinzdorf an. Nonnen und andere Gestalten warteten mit Hinweistafeln auf die Radler, um ihnen mitzuteilen, wie weit es noch ist. Der Empfang stand ganz im Zeichen des Reformationsjubiläums, und die Wittenberger spielten dabei mit der nicht seltenen Verwechslung der Stadt mit der Lutherstadt Wittenberg. Bürgermeister Oliver Hermann als Martin Luther und seine Getreuen als Katharina von Bora und weitere Figuren aus dem 16. Jahrhundert ermöglichten dabei noch einem Brautpaar, auf der Bühne mit ganz Wittenberge und allen Radlern zu feiern – ein rührender Moment. Als Gastgeschenk für die Kyritzer Vizebürgermeisterin Katharina Iredi gab es Wittenberger Luther-, nein Herzbräu, Iredi wiederum hatte für Hermann Knatterwasser dabei.

Geschafft

Geschafft: Die Tourradler erreichen das Ziel in Wittenberge.

Quelle: Jens Wegner

Bei den Spielen dann legten sich die Kyritzer um Vizebürgermeisterin Katharina Iredi mächtig ins Zeug und schlugen mit ganz eigener Technik die Wittenberger um Oliver Hermann im Riesenpuzzle. Dafür waren die Gastgeber beim Wassertransport und bei der Städtestaffel nicht zu schlagen. Am Ende gab es nur zufriedene Gesichter. Oliver Hermann schenkte Holger Kippenhahn noch ein Spiel, in dem es sich um Hähne dreht, und fordert nun Revanche im nächsten Jahr.

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Es war ein bewegender Schlussakkord für die 20. Tour de Prignitz. Verfolgen Sie die tolle letzte Etappe chronologisch nach – abgesehen von den Siegerbildern, die natürlich am Anfang stehen.

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Heiligengrabe wiederum ist jetzt gemeinsam mit Meyenburg Rekordgewinner der Rundfahrt. Die Siegprämie beim jetzt fünften Erfolg wird wieder den Kitas in der Gemeinde zugute kommen. Auch in Sadenbeck soll das gewonnene Geld für einen sozialen Zweck verwendet werden, es ist aber noch nicht genau klar, wofür. Auf jeden Fall gab es für alle nach dieser tollen Party viel Grund zum Feiern – was sie beim großen Jubiläumskonzert im Anschluss auch taten.

Zahlenspiele

Das Endergebnis

Das Endergebnis

Quelle: Holger Kippenhahn

Ergebnisse der Tour de Prignitz

Endstand im Tour-Jackpot:

1. (1.) Heiligengrabe 1987 Punkte
2. (5.) Wittenberge 1877 Punkte
3. (2.) Putlitz 1874 Punkte
4. (6.) Kyritz 1708 Punkte
5. (4.) Perleberg 1703 Punkte
6. (5.) Pritzwalk 1668 Punkte

Jurypunkte für Zielempfänge:

Heiligengrabe 87 Punkte
Wittenberge 77 Punkte
Putlitz 74 Punkte
Pritzwalk 68 Punkte
Kyritz 58 Punkte
Perleberg 56 Punkte

Juryentscheid beste Mittagspause:

1. Sadenbeck 86 Punkte
2. Stepenitz 79 Punkte
3. Rosenwinkel 74 Punkte
4. Vehlin 68 Punkte
5. Karstädt 59 Punkte
6. Lanz 54 Punkte

Modus: Die fünfköpfige Jury vergibt bis zu 100 Punkte für die jeweiligen Wettbewerbe. Jeder Juror legt dabei seine ganz persönliche Reihenfolge fest. Jeder erste Platz gibt 20 Punkte, jeder zweite Platz 17, jeder dritte 14, dann 12, 11 und 10 Punkte. Bewertet werden in den Kategorien unter anderem Originalität, Einfallsreichtum und Organisation.

Tour-Statistik

Radler gesamt 5216
Rekord 2017: Wittenberge 1424

Spalierteilnehmer gesamt: 1779
Rekord 2017: Perleberg 482

Polonaise-Tänzer gesamt: 1352
Rekord 2017: Wittenberge 270

Gefahrene Strecke:
6. Etappe: 52,9 Kilometer
gesamt: 303,7 Kilometer

Von Bernd Atzenroth

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