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Prignitz Die Digitalisierung erfasst den Tourismus
Lokales Prignitz Die Digitalisierung erfasst den Tourismus
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00:17 15.10.2016
Tourismusverbands-Geschäftsführer Mike Laskewitz, Oliver Hermann, Torsten Uhe, Ralf Reinhardt und Annett Jura. (v.l.) Quelle: Michael Beeskow
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Perleberg

Mit der allgegenwärtigen Digitalisierung verbindet sich eine große Herausforderung für die Anbieter touristischer Leistungen. „Für den Gast beginnt der Urlaub nicht erst am Anreisetag“, sagte Landrat Torsten Uhe beim Prignitzer Tourismusforum am Dienstag im Neuen Hennings Hof in Perleberg. Die Besucher wollen sich schon vorher informieren, Angebote aussuchen und auch schon buchen.

Anregungen für den Bau eigener Webseiten

Wie groß das Interesse an diesem Thema ist, zeigte der rege Teilnahme am 12. Tourismusforum, zu dem Oliver Hermann, Vorstandsvorsitzender des Tourismusverbandes Prignitz, auch Landrat Ralf Reinhardt aus Ostprignitz-Ruppin, Perlebergs Bürgermeisterin Annett Jura und viele weitere Gäste begrüßen konnte. „Diesmal müssen sogar noch Stühle reingetragen werden“, merkte er angesichts eines vollen Saals an.

Das Interesse war groß beim 11. Tourismusforum im Neuen Hennings Hof in Perleberg. Quelle: Michael Beeskow

Andreas Zimmer, Leiter Clustermanagement Tourismus in der Tourismus-Marketing Brandenburg (TMB) befasste sich in seinem Vortrag mit Trends, Entwicklungen und Strategien des digitalen Wandels. Natürlich wollen touristische Anbieter vor allem wissen, wie sie eine eigene Web-Site bauen, wie diese gestaltet sein muss und welche Inhalte sie enthalten sollte. Oftmals fehlen aber die Ideen. In den anschließenden Workshops gab es durchaus Anregungen. Es soll aber noch weitere Workshops zu diesem Thema geben mit der Unterstützung des Fachwissens der TMB-Experten.

Besucher wollen vorher im Netz vieles klar machen

Ein anderer Aspekt, den Andreas Zimmer herausstellte, ist die digitale Tourismusinformation. Die Gäste erwarten mehr und mehr freies W-Lan oder auch Touch-Monitore, an denen sie sich selbst informieren können. Doch eines machte er auch deutlich: der Mensch ist unverzichtbar. Die Besucher einer Touristinformation möchten auch mit jemanden sprechen können. Ein Trend ist allerdings unverkennbar: die Besucher möchten Leistungen online buchen können. Der Tourismusverband bietet bereits die Möglichkeit, Zimmer online zu buchen. Allerdings sollten sich noch mehr Hotels beteiligen.

Annett Jura machte deutlich, dass die Umsetzung mitunter nicht ganz einfach ist. Die Stadt bemüht sich um freies W-Lan für den Großen Markt in Perleberg. Dazu müsse aber die Infrastruktur aber stimmen, ein Anbieter gefunden werden und auch die Finanzierbarkeit sei eine Frage.

Verweildauer unter Landesschnitt

„Der Tourismus ist ein Aushängeschild für die Prignitz“, sagte Torsten Uhe. Es bestehe eine grundsätzlich positive Tendenz. Die Zahl der Übernachtungen stieg im Vorjahr um 2,2 Prozent. Doch wenn man bedenke, dass 2015 die Buga in Havelberg stattfand, auch diese Stadt gehört zum Tourismusverband Prignitz, hätte es auch etwas mehr sein können. Bei der Verweildauer der Besucher liegt die Prignitz mit 2,2 bis 2,3 Tagen etwas unter dem Landesdurchschnitt von 2,7 Tagen. Die Vernetzung von Angeboten sei hier ein wichtiges Ziel. Über die Leuchttürme wie die Ölmühle in Wittenberge sollten nicht die vielen anderen Angebote bis hin zur Tour de Prignitz vergessen werden. Ralf Reinhardt verwies auf die nächsten Großereignisse Landesgartenschau in Wittstock und Neuruppin sowie das Fontane-Jahr. Wittenberge richtet 2018 den Brandenburg-Tag aus.

Die Mitgliederversammlung bestätigte Oliver Hermann als Vorstandsvorsitzenden des Tourismusverbandes. Aus dem Vorstand schied Hans-Werner Boddin vom Tourismusverein Pritzwalk aus. Marlen Lemke vom Vital Hotel Ambiente in Bad Wilsnack wurde neu hineingewählt.

Die Prignitz hat viel zu bieten. Quelle: Beeskow

Von Michael Beeskow

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