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Prignitz Die Kartoffel in etlichen Formen und Variationen
Lokales Prignitz Die Kartoffel in etlichen Formen und Variationen
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16:13 08.10.2017
Die Figuren zur Dekoration aus der Justizvollzugsanstalt in Cottbus werden im Anschluss an eine Einrichtung verschenkt. Quelle: Foto: Marcus J. Pfeiffer
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Perleberg

Am Samstag drehte sich auf dem Großen Markt in Perleberg alles rund um die Kartoffel. Viele Händler präsentierten dort beim Kartoffelmarkt ihre Produkte aus der nahrhaften Knolle in etlichen Formen und Variationen. Der alljährliche Markt hat eine uralte Tradition, die bereits über mehrere Jahrzehnte zurückliegt, weiß Marktleiter Bernd Gellesch, der nun schon seit fünf Jahren das Zepter in der Hand hat. Gleichzeitig organisiert er Jahr für Jahr den Weihnachtsmarkt, den Sauren-Hansen-Markt und den Wochenmarkt im Zentrum der Kreisstadt.

„Auch der diesjährige Kartoffelmarkt stand ganz im Zeichen der kleinen Besucher“, sagt Bernd Gellesch. So gastierte eine Kinderfahrschule neben dem Rathaus und das Kindertheater „Theater aus dem Koffer“ aus Berlin brachte Lust und gute Laune für die jungen Besucher mit. Für die kreativen Kinder war ebenso eine Bastelgruppe aus Mecklenburg-Vorpommern geplant, die allerdings wieder frühzeitig abreisen musste, denn das Wetter spielte wieder einmal nicht mit. Ab dem späten Vormittag regnete es ununterbrochen.

„Aufgrund des Wetters hatten wir viele Händler, die uns abgesagt hatten“, so der Marktleiter. Von 22 Zusagen kamen lediglich zwölf Händler mit ihren Marktständen nach Perleberg. „Der Termin für den Kartoffelmarkt im Oktober ist einfach zu spät angesetzt. Mitte September wäre ein optimaler Zeitpunkt, so machen das viele Städte“, führt Bernd Gellesch fort. Erste Gespräche mit der Stadt laufen bereits. Schon in den vergangenen Jahren spielte das Wetter nicht mit. Doch von dem Niederschlag ließen sich die Perleberger und deren Gäste nicht abschrecken und kamen trotzdem zahlreich zwischen Roland und Rathaus. So auch die kleine 4-jährige Janaika aus Perleberg. Zwar gab es keine Bastelstraße mehr und für die Hüpfburg war es zu nass, doch viele Leckereien der Händler versüßten ihr trotzdem den Tag.

Wie in den Jahren zuvor schmückten einige Figuren die Bühne. „Sie stammen aus der Justizvollzugsanstalt in Cottbus“, so der Marktleiter. Auch zu den anderen Märkten fertigen die Häftlinge Dekorationen an, das gehört zu deren Resozialisierung. „Die Krippenfiguren für den Weihnachtsmarkt im Dezember sind schon wieder bestellt“, verriet Bernd Gellesch. Doch auch in diesem Jahr blieb die Krönung der Kartoffelkönigin oder des Kartoffelkönigs aus. „Zwar hatten wir drei Bewerber, doch entweder waren sie zu jung, zu alt oder kamen nicht wie verabredet auf den Markt.“

Von Marcus J. Pfeiffer

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