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Prignitz Die Kastanien werden bleiben
Lokales Prignitz Die Kastanien werden bleiben
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00:17 08.02.2016
So sieht der Plan für die Neugestaltung des Geländes derzeit aus. Quelle: Bernd Atzenroth
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Pritzwalk

„Was wird mit den drei Kastanien?“ fragte ein besorgter MAZ-Leser, nachdem er am Donnerstag den Beitrag über den geplanten Neubau eines Rewe-Marktes in Pritzwalk gelesen hatte. Gemeint waren die drei Bäume, die vor dem derzeit auf dem Gelände befindlichen Möbelmarkt stehen. Der Bürger kann beruhigt sein, denn der Erhalt der drei Bäume gehört zu den Rahmenbedingungen, die bei der Aufstellung eines Bebauungsplanes zu berücksichtigen sind. Darüber hinaus soll zwischen dem neuen Kundenparkplatz und der Bergstraße ein kleiner fußgängerfreundlicher Bereich geschaffen werden und zur „Schließung der Raumkante“ an der Nordseite der Bergstraße ist beabsichtigt, zwei oder drei neue Bäume zur Straße hin zu pflanzen.

Die Nachfrage des Lesers zeigt: Die neue Planung für das Gelände bewegt viele Pritzwalker. An die Redaktion wurde auch schon die Frage gestellt, ob die Stadt überhaupt noch einen weiteren Supermarkt braucht. Während im Stadtentwicklungsausschuss am Dienstag vor allem eine mögliche Konkurrenz zum kleinen Frischemarkt Schröder in der Innenstadt diskutiert wurde, bezog sich die Frage an die Redaktion auch auf das noch recht junge Ensemble von Penny-Markt und Norma, das auch kaum 200 Meter von dem künftigen Rewe-Markt entfernt ist.

Es wird ein Vollsortimenter

Planer Jörg W. Lewin preist das Projekt jedoch als Stärkung des nur gut 100 Meter entfernten Innenstadtbereichs an. Darum drang Lewin auf die Präzisierung des vorhandenen Einzelhandelskonzeptes, um das Vorhaben zu ermöglichen.

Spätestens seit dem Aus für den Henwi-Markt an gleicher Stelle gab es Diskussionen über die Neugestaltung des Geländes. Bereits 2012 wollte ein Investor hier einen Komplex errichten, in den neben einem Supermarkt mit Vollsortiment und einem Drogeriemarkt auch die Agentur für Arbeit und das Prignitzer Jobcenter einziehen sollten. Doch zerschlugen sich diese Pläne Ende 2012, unter anderem weil sich Arbeitsagentur und Jobcenter dagegen aussprachen. Danach zog ein Möbel-Markt in die alte Halle ein, dessen Mietvertrag auslaufen soll. Jetzt, gut drei Jahre später, soll es immerhin noch ein Vollsortimenter sein. Der Marktneubau mit einer Grundfläche von 2300 Quadratmetern soll nach den jetzigen Plänen 40 bis 60 Meter von der Bergstraße entfernt entstehen, um genug Parkraum davor zu schaffen. Damit rückt das neue Gebäude in den derzeitigen städtischen Parkplatz an der Promenade hinter dem alten Marktgebäude. Der in dessen südlichem Bereich verloren gehende Parkraum soll östlich des Marktes angelegt werden.

Während mit dem Erhalt der alten Kastanien und weiteren Baumneupflanzungen die Kante an der Bergstraße bis zum ersten Gebäude geschlossen und von der Bergstraße hier nur noch ein Gehweg zum Parkplatz und zum Markt führt, sollen die beiden nächstfolgenden Häuser abgerissen werden. An dieser Stelle wird die Einfahrt zum Parkplatz sowie weiterer Parkraum entstehen, damit es später mindestens 75 Kundenstellplätze gibt.

Zu berücksichtigen haben die Planer auch die Führung übergeordneter Fußgängerwege. So soll der östliche Gehweg An der Promenade ertüchtigt werden. Der zwischen den Bäumen führende Gehweg über den Kastanienplatz zur Bergstraße führt via einer neuen Fußgängerinsel auf der Straße gen Süden weiter. Geprüft wird eine Gehwegführung vom Wohngebiet An den Krickgärten und den Kleingartenweg zur Bergstraße und von dort direkt zum Rewe-Markt und Richtung Innenstadt.

Von Bernd Atzenroth

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