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Prignitz Die Künstler von morgen
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00:18 25.01.2016
Ob Lehrerin, Betreuerin oder Nachwuchskünstler – alle waren stolz auf das Ergebnis des Projekts. Quelle: Atzenroth
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Pritzwalk

So sieht es also aus, wenn junge Menschen im wahrsten Sinne des Wortes einen Draht zueinander haben. An dem drahtigen Objekt haben Mädchen und Jungen der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule gemeinsam gewerkelt. Sie konnten die dünneren Drähte hineindrehen, die etwas dickeren hatten zuvor schon ihre Betreuerinnen angebracht. Heraus kam dabei ein fast futuristisch anmutendes Etwas, von dem Britta Schwarz meinte, dass es anderswo auch als „Designerlampe“ durchgehen würde. Die Schulleiterin der Jahnschule war schlichtweg begeistert von dem, was beim gemeinsamen Kinderkunstprojekt ihrer Schule und der Kunstfreunde Pritzwalk herausgekommen und seit Donnerstagabend in der Galerie der Kunstfreunde an der Marktstraße zu sehen ist: „Man staunt, dass hinter all dem Kinder stecken“, sagte Britta Schwarz, die die Ausstellung eröffnet hatte.

Diesen Eindruck konnte Inge Kretzschmar nur bestätigen. Das Vorstandsmitglied der Kunstfreunde Pritzwalk hatte großen Anteil daran, dass die am Donnerstag eröffnete Ausstellung mit Kunstwerken von etwa 50 Kindern aus der vierten bis sechsten Klasse zusammengekommen war. Besonders beeindruckte sie die natürliche Begabung, die Sechstklässler beim Porträtzeichnen an den Tag gelegt hatten. „Dafür hatten sie nur 15 Minuten Zeit.“ Das ist wirklich kaum zu glauben, wenn man die tollen Zeichnungen sieht. Das gilt aber auch für die anderen kleinen und großen Kunstwerke, ab­strakte Acryl-Malerei, Tonfiguren und Totempfähle, oder auch Pappfiguren. Für Letztere hatten sich die Nachwuchskünstler übrigens die Anregung bei einer Ausstellung in den Räumen der Kunstfreunde geholt.

Über das Kinderkunstprojekt

Präsentiert werden in der Galerie der Kunstfreunde Arbeiten von 50 Mädchen und Jungen im Alter von zehn bis zwölf Jahren. Entstanden sind sie in einem viertägigen Workshop Anfang Dezember. Organisiert und angeleitet wurde der Workshop von Mitgliedern des Vereins Kunstfreunde Pritzwalk, insbesondere Inge Kretzschmar.

Gearbeitet wurde in der Galerie des Kunstvereins in der Marktstraße im Rahmen eines Kunstprojekts der Jahngrundschule. Schüler setzten dabei fünf Grundideen kreativ um. Dabei widmeten sie sich nicht nur herkömmlichen Techniken der Darstellung, sondern experimentierten auch.

Und noch etwas war richtig toll: 150 Schüler samt Eltern, Lehrer und Kunstfreunde nahmen an dieser ungewöhnlichen Vernissage teil, bei der viele Menschen eine Gänsehaut bekamen. „Es war für die Kinder selbst eine Überraschung“, meinte Inge Kretzschmar. Denn die Konzeption der Ausstellung hatten sich die Betreuer überlegt – sie investierten etliche Stunden in den Aufbau der Schau. Für Horst Kontak, den Vorsitzenden der Kunstfreunde Pritzwalk, ist auch das trotz aller Arbeit ein toller Moment, den er auch von anderen Ausstellungen bereits kennt: „Das Schöne ist immer, wenn die Räume sich zu verändern beginnen.“ So ist auch der Aufbau der Ausstellung ein kreativer Prozess gewesen.

Drei junge Künstlerzeigen begeistert auf ihre Kunstwerke. Quelle: Bernd Atzenroth

Für die Lehrerinnen Christa Pöhl und Monika Henschel gab es noch eine andere Belohnung für all die Mühen: „Die Eltern sind auf uns zugekommen und waren begeistert“, freute sich Monika Henschel. „Sie haben sich direkt bei uns bedankt.“ Das kommt im Alltag auch nicht oft vor. Lob gab es für die beiden auch von Inge Kretzschmar für die hervorragende Zusammenarbeit.

Der Wunsch danach, derlei zu wiederholen, war auf allen Seiten präsent, eventuell kann er aber erst in zwei Jahren realisiert werden, so Kontak. Bis dahin könnten in der Schule weitere junge Kreativtalente nachgewachsen sein. Britta Schwarz kündigte jedenfalls an , dass die jüngeren Schüler sich anschauen werden, was die älteren so zustandegebracht haben. Die Ausstellung kann bis Ende Februar besichtigt werden.

Zur Galerie
Manche der in der Marktstraßengalerie ausgestellten Bilder sind ganz schön bunt.

Von Bernd Atzenroth

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