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Die Museumsfabrik in Pritzwalk ist eröffnet

Pritzwalk (Prignitz) Die Museumsfabrik in Pritzwalk ist eröffnet

„Klimawechsel“ in Pritzwalk: Am Sonntag ist die Museumsfabrik mit Werken von Johannes Heisig eröffnet worden. Die Stadt erhofft sich, dass die neue Galerie Kunstinteressierte und andere Touristen in die Stadt locken wird.

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Die Museumsfabrik in Pritzwalk wurde mit der Vernissage für eine Ausstellung mit Bildern von Johannes Heisig eröffnet.

Quelle: Bernd Atzenroth

Pritzwalk. Es ist ziemlich genau 160 Jahre her, dass die Gebrüder Draeger das Grundstück erwarben, auf dem in Pritzwalk ihre Tuchfabrik entstehen sollte. Auch als dieses Gebäude nach zwölf Jahren abbrannte, blieben die beiden dem Standort treu und errichteten ein neues. Dieses ist nach langer und wechselvoller Geschichte nun zu neuem Leben erwacht: Am Sonntag wurde in dem runderneuerten Gemäuer die erste Ausstellung in der neuen Museumsfabrik eröffnet. Hunderte Besucher, vor allem aus Pritzwalk, aber auch aus der Nachbarschaft, waren gekommen, um die Vernissage für die Ausstellung „Klimawechsel“ zu erleben, die einen Querschnitt durch das Schaffen des Künstlers Johannes Heisig zeigt.

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Es war das Ereignis des noch jungen Jahres in Pritzwalk: Die Museumsfabrik öffnete erstmals ihre Pforten, und das gleich mit einer sehenswerten Ausstellung – die Werke des Künstlers Johannes Heisig begeisterten die Besucher gleichermaßen wie die runderneuerten Räume in der Tuchfabrik. Hier ein paar Fotoimpressionen von diesem großen Tag für die Dömnitzstadt.

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„Sie sehen hier eine Kulisse, die es vor wenigen Jahren noch nicht gab“, sagte Bürgermeister Ronald Thiel, „Pritzwalk setzt ein unübersehbares Zeichen für die Bedeutung der Kunst und Kultur weit über die Stadtgrenzen hinaus.“ Großen Applaus gab es, als er den Anteil der Familie Quandt/Klatten am Zustandekommen des Projekts hervorhob – mit der Tuchfabrik Draeger begann bekanntermaßen auch der Aufstieg der Industriellenfamilie Quandt, die sich Pritzwalk immer noch verbunden fühlt. Einen weiteren Dank richtete er an seinen Amtsleiter Dietmar Sachs, „der über Jahre hinweg das Vorhaben wöchentlich nach vorne gebracht hat“.

Die Trägerschaft des neuen Museums, das das bisherige Stadt- und Brauereimuseum mit umfasst, hat wieder die Gesellschaft für Heimatgeschichte Pritzwalk und Umgebung inne, woran deren Vorsitzender Wolfgang Simon erinnerte.

Einzigartige Ausstellung im neuen Ambiente

Die von Thiel gewünschte Ausstrahlungswirkung des neuen Hauses war auch anhand der von ihm begrüßten Gäste schon gegeben. Die Bürgermeisterinnen von Kyritz, Nora Görke, und Perleberg, Annett Jura, waren genauso gekommen wie der Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke und der Erste Beigeordnete des Landrats, Christian Müller, waren gekommen, ansonsten war alles da, was in Pritzwalk Rang und Namen hat.

Freude allerorten über diesen Tag. „Wir freuen uns, dass Sie diese einzigartige Ausstellung hier genießen können“, sagte Museumsleiter Lars Schladitz. Eine Ausstellung, für die der Prignitzer Künstler Bernd Streiter eine tiefsinnige und beeindruckende Einführung hielt, die dem Publikum den Künstler Johannes Heisig noch näher brachte. „Vielleicht werden in einer Welt voller Spannungen die Bilder kluger Maler wieder wichtiger“, schloss er seinen Beitrag. Horst Kontak, Vorsitzender der Kunstfreunde Pritzwalk, verwies darauf, dass die Ausstellung zweigeteilt ist – im alten Museum sind noch ganz andere Werke des Künstlers zu sehen.

Von Bernd Atzenroth

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