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Weg mit dem Holperpflaster

Ortsdurchfahrt von Kuhbier wird endgültig saniert Weg mit dem Holperpflaster

Kaum ist der Verkehr der Bundesstraße aus der Ortslage heraus, können sich die Kuhbierer auf eine andere Baumaßnahme freuen: Die Ortsdurchfahrt durch ihr Dorf wird in zwei Abschnitten komplett saniert und erhält bei diesem Anlass auch gleich eine Asphaltdecke.

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Noch sind die Spuren der Bundesstraße deutlich sichtbar – am Straßenbelag, aber auch wegen der zahlreichen Verkehrsschilder quer durch den Ort.

Quelle: Claudia Bihler

Kuhbier. Noch sind die Spuren des Fernverkehrs im Ort deutlich sichtbar: Das Kopfsteinpflaster senkt sich an vielen Stellen, notdürftig geflickt durch den einen oder anderen Bitumenstreifen, und auch die Verkehrsschilder - teilweise krumm von den Jahren - erinnern noch an den alltäglichen Krach, dem die Kuhbierer über Jahre hinaus ausgesetzt waren.

Doch mit dem Lärm soll es bald endgültig vorbei sein. Land und Bund haben Wort gehalten und mit dem Bau der Umgehung der Bundesstraße 189 auch Mittel zur Verfügung gestellt, die für die Sanierung dringend nötig sind. Die Kosten für die Baumaßnahme sind beträchtlich: 1,2 Millionen Euro. Diese Summe wird zu 50 Prozent gefördert, Kreis und Land teilen sich die andere Hälfte. Der Kreis hatte die Ortsdurchfahrt nach Abschluss des Baus der Umgehung als Baulastträger übernommen.

Wann exakt Baubeginn ist, steht noch nicht fest. Allerdings hat der Landkreis die Vergabe nach der Ausschreibung für den ersten Bauabschnitt bereits abgeschlossen und den Zuschlag erteilt. Hans-Joachim Rösler, Abteilungsleiter bei der Kreisstraßenmeisterei: "Nach den neusten Aussagen des Baubetriebes soll Baubeginn Mitte Juli sein. Etwa zwei Drittel der Straße sollen in diesem Jahr gebaut werden, das letzte Drittel am Bahnübergang 2015."

Die Baumaßnahme

Die alten Katzenkopf-Steine der Ortsdurchfahrt Kuhbier werden beim Bau der neuen Ortsdurchfahrt komplett herausgenommen.
Stattdessen wird eine Asphaltdecke aufgebracht, die nach dem Wegfall des Durchgangsverkehrs für eine niedrigere Geräuschbelastung sorgen soll.
Während die Kuhbierer Erfolg mit ihren Protesten hatten, haben die Groß Pankower ihre schwierige Auseinandersetzung noch vor sich.
Noch 2014 soll offenbar der Bau der Ortsdurchfahrt beginnen. Wegen des Baus der A14 ist die B189 zudem keine Schnellstraße mehr, der Ausbau wurde darum abgespeckt.

Glück sowohl für die Gemeinde Groß Pankow wie auch für die Anlieger: Für beide Teile ist die Sanierung der Straße kostenlos. Darüber freut sich vor allem auch Halldor Lugowski, der bei der Gemeinde Groß Pankow für den Straßenbau verantwortlich ist: "Auch die Bürger müssen nichts bezahlen, es sei denn, sie haben Sonderwünsche, was ihre Grundstückszufahrten betrifft." Doch davon, so meint der Bauamtsleiter, sei kaum auszugehen, denn die Zufahrten seien alle bereits angelegt.

So groß die Freude in Kuhbier über ihre Umgehung ist, so sehr fürchten die Groß Pankower den Neubau der Ortsdurchfahrt der B 89. Vor allem auch, weil die Fußgängerampel, mit der bislang der Verkehr auf der Bundesstraße bei Bedarf gestoppt werden kann, mit der Baumaßnahme wegfallen soll. Die Groß Pankower hatten erst kürzlich zur großen Demonstration gerufen. Bei ihren Protesten konnten sie auf Unterstützung aus dem Nachbardorf Kuhbier zählen. Kuhbiers Ortsbürgermeister Kurt Essel war zur Demonstration nach Groß Pankow gefahren.

Von Claudia Bihler

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