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Die Prignitz zwischen den Metropolen

Wittenberge Die Prignitz zwischen den Metropolen

Über die Chancen, Möglichkeiten und Probleme der Prignitz als Randregion wurde am Mittwochabend in Wittenberge gesprochen. Dazu eingeladen waren Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz und Raed Saleh, Fraktionsvorsitzender der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus. Sie kamen mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ins Gespräch.

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Perlebergs Bürgermeisterin Annett Jura mit Raed Saleh, Dagmar Ziegler und Olaf Scholz (v. l. n. r.).

Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Wittenberge. Die Prignitz liegt auf halbem Wege zwischen den Metropolen Berlin und Hamburg, ist verkehrstechnisch mit den Bundesautobahnen 24 und 14 sowie mit der Elbe und ICE-Trasse gut angebunden. Alles Gründe für ein Austausch zu der Frage, welche Chancen, Möglichkeiten und Probleme auf die Randregion in Zukunft zukommen könnten. Zum Mittwochabend lud Dagmar Ziegler (SPD) Vertreter aus beiden Metropolen nach Wittenberge ein. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz und Raed Saleh, Fraktionsvorsitzender der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus, kamen so vor Ort mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ins Gespräch und gaben ihre Meinung kund.

„Wir haben ein diplomatisches Konzept vorangebracht, wobei wir auch die ökologischen Interesse in Betracht ziehen. Wir haben die Probleme an verschiedenen Stellen angepackt und ein gutes Ergebnis erzielt“, so Olaf Scholz. Dabei bezieht er sich auf das „Gesamtkonzept Elbe“, das vor wenigen Wochen von der Bundesregierung verabschiedet wurde. Dem Arbeitsplan zufolge wird es auch künftig keinen Ausbau der Elbe geben, der ausschließlich der Verbesserung der Verkehrsverhältnisse dient.

Langfristig gemeinsam und nicht gegeneinander arbeiten

Flussbauliche Maßnahmen würden jedoch akzeptiert, wenn sie zugleich ökologischen, wasserwirtschaftlichen und verkehrlichen Zielen dienten und diese in sinnvoller Weise verbinden würden, so Scholz. „Im Handel tauschen sich Menschen aus, wobei die Flüsse als Wasserwege eine wichtige Rolle spielen.“ Zudem sollte man die Pendlerströme seiner Meinung nach weiterhin im Blick haben. „Wir müssen gemeinsam langfristig und nicht gegenein­ander arbeiten und den Egoismus weglassen“, meint Hamburgs Bürgermeister mit Blick auf die Umsetzung des Konzepts.

Diese Meinung vertritt auch Raed Saleh. „Die wirtschaftliche Vernunft und die soziale Gerechtigkeit müssen wir zusammenführen. Wir müssen auf Menschen zugehen und auch nach Außen kommunizieren“, so der Abgeordnete aus Berlin. „Die Arbeit ist mobil geworden. Es gibt Menschen die gehen und Menschen die wiederkommen.“ Die Prignitz spielt dabei als Randregion eine wichtige Rolle. „Wir müssen über den Tellerrand hinausschauen und perspektivisch zusammen in die Zukunft blicken“, meint Dagmar Ziegler.

Von Marcus J. Pfeiffer

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