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Die Windkraftgebiete bleiben wie sie sind

Frehne/Kleinow/Söllenthin Die Windkraftgebiete bleiben wie sie sind

Der Regionalvorstand der Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel bereitet den Planentwurf „Freiraum und Windenergie“ jetzt zum Beschluss vor. Trotz Tausender Einwendungen wird kein Eignungsgebiet geändert. Die Vorstandsmitglieder unterstützen allerdings die Plattenburger gegen den Bau von vier Windrädern.

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Quelle: Peter Geisler

Frehne/Kleinow/Söllenthin. Die mehreren 1000 Einwendungen, die von hunderten Bürgern und Kommunen zum Entwurf zum Regionalplan „Freiraum und Windenergie“ vorgebracht wurden, werden nicht zu einer Änderung des Planes führen. Es bleibt bei 34 Eignungsgebieten in Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel. „Das ist die Hauptbotschaft aus unserer jüngsten Sitzung“, berichtete Ansgar Kuschel, Leiter der Regionalen Planungsstelle der Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel, aus der Beratung des Regionalvorstandes.

„Wir werden aber Abwägungsempfehlungen geben“, erklärte Kuschel. Diese sollen in den Entwurf von 2017 eingearbeitet werden, nicht aber zu inhaltlichen Änderungen in den Eignungsgebieten führen. Der Plan soll im Juni von der Regionalversammlung beschlossen werden. Damit werden dann 1,5 Prozent der Fläche im Planungsbereich für erneuerbare Energien ausgewiesen.

Antrag der Plattenburger wird unterstützt

Befürwortet hat der Regionalvorstand allerdings einen Beschluss der Gemeindevertretung Plattenburg, wonach die Errichtung von vier Windenergieanlagen untersagt werden soll (die MAZ berichtete). Dabei ging es um das alte Eignungsgebiet „Kleinow“ aus dem Regionalplan Windenergienutzung von 2003, in dem bereits Anlagen stehen. „Wir werden empfehlen, bei der Gemeinsamen Landesplanung den Antrag auf Untersagung zu stellen“, so Kuschel.

Als Beispiel für eine Abwägung nannte er das Gebiet Nummer 43 „Bergsoll-Frehne“: Dort werden die Einwendungen der Gemeinden und Bürger gegen den Abstand zur Wohnbebauung zur Kenntnis genommen, so der Leiter der Planungsstelle. „Wir haben dort eine Distanz von 750 Metern festgelegt.“ Das werde aber nicht geändert, weil in dem Gebiet Altanlagen vorhanden sind – auch wenn ein Beschluss der Planungsgemeinschaft einen Abstand von 1000 Metern vorsieht.

Unter 1000 Meter zur Wohnbebauung

Ähnlich verhalte sich das bei Söllenthin, erklärte Kuschel: Das Eignungsgebiet 21 „Netzow-Söllenthin-Vehlin“ liegt ebenfalls teilweise im Restriktionsbereich unterhalb von 1000 Metern zur Siedlung. „Da ist die Antwort die gleiche“, so Kuschel.

Allerdings kündigte er an, dass es gerade bezüglich der südlichen Flächen mit den Söllenthinern nach einem ersten auch einen weiteren Termin geben werde, bei dem sich auch die Landtagsabgeordneten auf den neuesten Stand bringen wollen. „Wir haben dort alle 60 Kriterien angewandt“, sagte der Leiter der Planungsstelle.

Kriterien sollen für alle gelten

Die Forderung der Söllenthiner sei aber laut Kuschel, dass dort zusätzliche Kriterien gelten sollen. „Das machen wir nicht, dann kommen auch Krempendorf, Bölzke und viele andere.“ Für alle Gebiete soll eine einheitliche Anwendung der Kriterien gelten, auch wenn das schwierig sei.

Zu Söllenthin gab Kuschel noch bekannt, dass ein Rotmilanbrutplatz in die Bewertung aufgenommen wurde. „Vergangene Woche hat ihn das Landesumweltamt bestätigt.“ Der Schutzbereich für den Horst von einem Kilometer Radius rage in das Eignungsgebiet 21 hinein. „Das muss dann in der nächsten Planungsebene intensiv geprüft und gelöst werden.“

Von Beate Vogel

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