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Die gelungene Pritzwalker Überraschung

Erstmals Prignitzer Bürgerpreis vergeben Die gelungene Pritzwalker Überraschung

Da waren sie perplex: Die ersten Preisträger des Prignitzer Bürgerpreises wussten beim Neujahrsempfang des Landrats am Mittwoch im Pritzwalker Kulturhaus bis zuletzt nicht, welche Ehre ihnen bei dieser Gelegenheit zuteil werden sollte. Freude und Ergriffenheit waren hinterher umso größer.

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Ausgezeichnet (v.l.): Annemarie Krämer, Gudrun Klaer, Andrea Reimitz, Ulrich Köhler und Enzo Hilscher.

Quelle: Bernd Atzenroth

Pritzwalk. Es war eine Premiere und für die Ausgewählten eine große Überraschung: Gleich mehrere Gäste des Neujahrsempfangs von Landrat Torsten Uhe und vom Kreistagsvorsitzenden Rainer Pickert im Pritzwalker Kulturhaus wurden mit dem erstmals vergebenen Prignitzer Bürgerpreis ausgezeichnet. Allesamt sind sie verdiente Ehrenamtler.

So nahmen Andrea Reimitz und Ulrich Köhler den Preis stellvertretend für die Flüchtlingsinitiative Meyenburg entgegen, als Laudatorin sprach Staatssekretärin Katrin Lange. Danach war Gudrun Klaer an der Reihe, deren Engagement für die Wohnstätte für Schwerstbehinderte in Giesensdorf Christoph Albrecht vom CJD hervorhob. Enzo Hilscher wiederum wurde für sein Engagement als Jugendwart des Segelvereins Lenzen geehrt, wozu Harald Ziegeler, Amtsdirektor von Lenzen-Elbtalaue, warme Worte fand. Zum Abschluss erhielt Annemarie Krämer für fast 25 Jahre als Schiedsperson und Leiterin der Schiedsstelle in Wittenberge die Auszeichnung. Ihr Laudator war Wittenberges Bürgermeister Oliver Hermann. Ausgewählt worden waren die Preisträger in kleiner Runde von Landrat Torsten Uhe und vom Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Prignitz, André Wormstädt. Kreis und Sparkasse hatten den Preis, der mit 500 Euro pro Preisträger dotiert ist, ausgelobt. Lutz Behrendt, Büroleiter des Landrats, erklärte, dass die Sache künftig insbesondere hinsichtlich des Auswahlkomitees auf breitere Beine gestellt werden soll. Die Preisträger waren sichtlich ergriffen von der gelungenen Überraschung.

Lobbyarbeit für A 14

2015 war ein bewegtes Jahr. Torsten Uhe hatte zu Beginn ausführlich Rückschau darauf gehalten und dabei schon hingeleitet zum Hauptvortrag des Tages. Den hielt Mario Tobias, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam zum Thema „Pro A14 – Chancen für die Zukunft der Region“. Zunächst las er eine Standortbeschreibung für ein „Land zwischen zwei Metropolen“ vor, das genausogut die Prignitz hätte sein können. War es aber nicht, sondern es handelte sich um die schwedische Region Skane, wo die Bedeutung der Verkehrsinfrastruktur für die weitere Entwicklung der Region hervorgehoben wurde.

Tobias betonte, die Prignitz auch beim Ausbau der Wasser- und Schienenwege zu unterstützen, vor allem aber bei der noch wichtigeren Straßeninfrastruktur. Und da spielt die A 14 eine zentrale Rolle. Nur 31 der geplanten 154 Straßenkilometer sollen durch die Prignitz verlaufen, doch Tobias betonte, wie sehr diese nicht nur den Privat-, sondern vor allem dem Güterverkehr zugutekommen können. Tobias kündigte weitere Lobbyarbeit für das Projekt an. Uhe konnte vermelden, dass es zwischen Groß Warnow und dem mecklenburgischen Grabow 2017 den Lückenschluss geben soll. Katrin Lange nutzte ihre Laudatio dazu, ihrer Freude über die lautstarken Autobahnbefürworter Ausdruck zu geben, hatte aber noch eine Bitte beim Thema A 14: „Auch wenn man es nicht glauben sollte: Wir brauchen dringend Grünflächen für den Weißstorch.“

Von Bernd Atzenroth

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