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Die schönste Strecke des Elbe-Radweges

Wittenberge Die schönste Strecke des Elbe-Radweges

Wo ist der Elbe-Radweg am schönsten? In der Prignitz, sagt Carola Krakow. Die Radwegkoordinatorin beim Tourismusverband Prignitz ist den gesamten Weg von Havelberg bis Hamburg gefahren. Deutschlands beliebtester Radweg kann an beiden Seiten befahren werden und ist, wie der Tourismusverbandschef beteuert, schlicht „eine Wucht“.

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Der Elberadweg bietet reizvolle Landschaften und wunderschöne Etappenziele.

Quelle: dpa

Wittenberge. Carola Krakow hat es getan. Sie ist von Havelberg bis Hamburg gefahren. Mit dem Fahrrad. Dem Dienstfahrrad, um genau zu sein. Bei ihrem Beruf ist das auch nicht verwunderlich, denn Carola Krakow ist Radwegkoordinatorin beim Tourismusverband Prignitz.

Als solche kümmert sie sich um 1100 Kilometer Radwege. Der wichtigste von allen ist der Elbe-Radweg. „Der ist unser absolutes Premiumprodukt“, sagt Mike Laskewitz, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz. Das Schöne daran ist: Dieser Titel wurde dem Weg von seinen Nutzern, also den vielen tausenden Touristen, verliehen, die den Elbe-Radweg Jahr für Jahr nutzen. „Schon zum 13. Mal in Folge wurde der Elbe-Radweg als beliebtester Radweg Deutschlands ausgezeichnet, der ist einfach ’ne Wucht“, sagt Mike Laskewitz.

Mike Laskewitz, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz in Perleberg, radelt selbst, so oft er kann

Mike Laskewitz, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz in Perleberg, radelt selbst, so oft er kann.

Quelle: Andreas König

Die Nutzer sind indes so unterschiedlich wie die Elbe-Landschaft vielfältig ist. Vom Dauerradler, der vor allem „Strecke machen“ will und die wunderschöne Natur quasi als Begleiterscheinung mitnimmt, über den Gelegenheitsradler, der eigentlich ein anderes Ziel hat, aber mal ein, zwei Tage an der Elbe entlangfahren, will bis hin zum „Genussradler“. Letzterer Spezies wird nachgesagt, besonder interessiert an Land und Leuten zu sein und auch die Sehenswürdigkeiten etwas abseits der Hauptstrecke erkunden zu wollen. Vor allem auf diese Kategorie haben es die Tourismusfachleute vom Verband in Perleberg abgesehen.

„Wir verfeinern und veredeln unsere Angebote ständig“, erklärt Mike Laskewitz. Eines der wichtigsten Instrumente, um die Radtouristen auf andere Pfade zu locken, ist die Knotenpunktwegweisung. Dieses System, das sich am leichtesten mit „Radeln nach Zahlen“ beschreiben lässt, ermöglicht es den Radtouristen, sich die unterschiedlichsten Routen zusammenzustellen. „Es gibt sowohl die Möglichkeit, geplante Routen entlangzufahren, wie die Bischofstour oder die Gänsetour, als auch auf eigen Faust Strecken zusammenzustellen“, erklärt Carola Krakow. Dank der sehr gut ausgeschilderten Knotenpunkt-Wegweisung finden sich die Radtouristen allzeit zurecht.

Tour von der Prignitz nach Hamburg

Eine reizvolle Möglichkeit, Norddeutschland kennenzulernen, bietet die Tour von der Prignitz nach Hamburg. „Da bieten sich zwei Startpunkte an“, sagt Mike Laskewitz. Zum einen könnten die Touristen die alte Domstadt Havelberg als ihren Ausgangspunkt nehmen, oder aber zu ihrer Tour in Wittenberge aufbrechen. Letzgenannte Möglichkeit bietet den Vorteil, eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen Personenverkehr zu haben. Mit Havelberg als Startort können die Radtouristen hingegen wunderschöne Etappenziele sehen, wie die Wehrgruppe Quitzöbel, die Havelmündung am Gnevsdorfer Vorfluter und den Rühstädter Bogen mit dem europäischen Storchendorf, nach dem er benannt ist.

Viele Radfahrer finden die Möglichkeit reizvoll, den Fluss von beiden Seiten kennenzulernen. Wer „westelbisch“ gleichsetzt mit „westdeutsch“ muss seinen Standpunkt überdenken. Das aus Prignitzer Perspektive gesehen westliche Ufer gehört zur Altmark und damit zu Sachsen-Anhalt. „Das ist sicher auch eine Alternative, aber der schönere Abschnitt befindet sich bei uns in der Prignitz“, sagt Mike Laskewitz.

Bis Hamburg gibt es sechs Fähren und vier Brücken

Neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten lockt vor allem der in weiten Abschnitten unverstellte Blick auf die Elbe. Dieser bietet sich tatsächlich auf der Westseite der Elbe nicht. Wer dennoch zwischen den Ufern pendeln will, kann Fähren nutzen (bei Havelberg oder in Lenzen), oder er überquert den Strom über Brücken (bei Wittenberge oder Dömitz. Bis Hamburg gibt es sechs Fähren und vier Brücken. Schön ist es überall an der Elbe, aber für Carola Krakow steht fest: „Der Prignitzer Abschnitt ist der schönste“, sagt die Frau, die es wissen muss.

Immer am Strom entlang

Der Elbe-Radweg erstreckt sich auf 1200 Kilometren Länge von Špindlerův Mlýn (Spindlermühle) im Riesengebirge in Tschechien bis nach Cuxhaven an der Mündung der Elbe in die Nordsee.

In zwei Abschnitten führt der Elberadweg durch Brandenburg: Einmal im Landkreis Elbe-Elster und in der Prignitz. Dieser Abschnitt gilt als einer der landschaftlich reizvollsten. Er bietet eine große Vielfalt an Natursehenswürdigkeiten und kulturell interessanten Orten. Dazu zählen das Storchendorf Rühstädt, die Stadt Wittenberge und Lenzen mit der Burg und der großen Deichrückverlegung.

Der Abschnitt von Havelberg nach Wittenberge ist rund 200 Kilometer lang.

Von Andreas König

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