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Prignitz Diese Kinderärztin will zurück in die Heimat
Lokales Prignitz Diese Kinderärztin will zurück in die Heimat
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16:08 03.09.2016
Sarah Normann arbeitet seit dem 1. August als Assistenzärztin in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Kreiskrankenhaus Perleberg. Quelle: Jens Wegner
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Perleberg

Seit dem 1. August dieses Jahres hat die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in der Kreiskrankenhaus Prignitz in Perleberg eine neue Ärztin. Sarah Normann studierte Medizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen (Hessen). Ab Mai 2015 absolvierte sie ein Drittel ihres Praktischen Jahrs im Perleberger Krankenhaus.

Bereits in den Semesterferien des Studiums hatte sie den Fachbereich der Kinderheilkunde im Rahmen von Famulaturen in ihrer Heimatstadt Stendal kennen. Einzelne Drittel des Praktischen Jahres bestehen aus Innere Medizin, Chirurgie und einem Wahlfach.

Da die 26-Jährige auch ein anderes Haus in der näheren Umgebung kennen lernen wollte, bot sich Perleberg an. Als Wahlfach ihres Praktischen Jahres und Facharztrichtung entschied sie sich für die Pädiatrie, weil ihr die soziale Seite daran gut gefällt und die Kinder meistens wieder vollkommen gesund werden, wenn sie mal krank sind.

In der Kinder- und Jugendmedizin ist auch die Prävention sehr wichtig. Es macht Spaß, die Entwicklungsstadien der Kinder zu überprüfen.

Vor dem Studium habe sie sich den Beruf als Arzt allerdings doch etwas anders vorgestellt. „Man verbringt sehr viel mehr Zeit am PC als am Patienten”, bedauerte sie. Der Beruf habe sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt.

Nachdem sie Sarah Normann ihr drittes Staatsexamen erfolgreich bestanden hatte, erhielt sie im Juni 2016 die Approbation. Auf der Suche nach einer Stelle in der Region erfuhr sie, dass in Perleberg akut eine Stelle frei wurde und bewarb sich schließlich dort, denn sie wollte in der Region bleiben.

Als Assistenzärztin strebt die 26-Jährige die Facharztausbildung zur Kinderärztin an. „Drei von den dazu notwendigen fünf Jahren kann sie bei uns im Haus bleiben. Wir sind seit vielen Jahren ein akademisches Krankenhaus und haben die Berechtigung zu dieser Ausbildung”, sagt der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Kreiskrankenhaus Prignitz, Karl-Rüdiger Wiebelitz.

Weitere zwei Jahre muss Sarah Normann in einem größeren Zentrum arbeiten, bevor sie die Facharzt-Prüfung vor der Ärztekammer ablegen kann. „In Brandenburg gab es damals, als Sarah Normann ihr Studium begann, noch keine Medizinische Hochschule”, erklärt der Chefarzt Dr. Wiebelitz. Wer Medizin studieren wollte, musste sich in einer Uni in Berlin, Rostock oder anderswo einschreiben.

Inzwischen wurde im Land Brandenburg eine eigene Hochschule gegründet. Die Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane ist eine am 28. Oktober 2014 gegründete private Medizinische Universität im Land Brandenburg mit den Standorten Brandenburg an der Havel und in Neuruppin.

„Wir sind als ausbildendes Krankenhaus an die Universität Rostock angeschlossen. Für Sarah Normann war also der Umweg über die Uni Rostock nötig, um sich bei uns für das Praktische Jahr zu bewerben – ab Oktober dieses Jahres sind wir jedoch akademisches Lehrkrankenhaus der neuen Brandenburger Hochschule”, beschrieb der Chefarzt den nicht immer ganz einfachen Werdegang in der medizinischen Ausbildung.

Von Jens Wegner

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