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Prignitz Diskussion um Tierschutz
Lokales Prignitz Diskussion um Tierschutz
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18:55 28.07.2017
Zu einem Gespräch lud Thomas Domres (l.) Staatssekretärin Anna Quart (4. v. l.) und Vertreter des Tierschutzes ein. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
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Perleberg

Drei brisante Themen hatte sich Staatssekretärin Anna Quart aus dem Ministerium für Justiz, Europa und Verbraucherschutz für ihre Prignitzreise am Freitag ins Heft geschrieben. „In Lenzen haben wir Dinge vereinbart, die wir in den nächsten Wochen aufgreifen werden“, informierte Thomas Domres (Die Linke), einer der Initiatoren des hohen Besuches. Dort kam die Staatssekretärin mit der Bürgerinitiative „Rettet den Rudower See“ und Vertretern des Umweltministeriums ins Gespräch. Im Anschluss gab es ein Gespräch zur Verbraucher- und Energieberatung mit Vertretern aus Perleberg, Wittenberge und Karstädt. „Auch hier werden Gespräche im Herbst fortgesetzt“, so Thomas Domres weiter.

130 Kastrationen pro Jahr

Am Nachmittag lud der Landtagabgeordnete dann zu einem „Gespräch an der Kaffeetafel“ in den Perleberger Tierpark zum Thema Tierschutz ein. In der Landesregierung gibt es bereits einen Tierschutzplan, allerdings nur für Nutztiere. Fundtiere in den Kommunen werden darin nicht berücksichtigt. „Wie geht man mit solchen Fundtieren um? Eigene Tierheime gibt es im Landkreis nicht“, sagte Fred Poleska, Vorsitzende des Tierschutzvereins. Zu diesem Thema passt die Kastration von Katzen. „Etwa 130 Kastrationen unterstützen wir jedes Jahr, um das Wachsen der Katzenpopulation einzudämmen“, so Fred Poleska. Schließlich gibt es lediglich private Auffangstation. Mit der Stadt Perleberg läuft die Zusammenarbeit reibungslos, doch viele Akteure in der Prignitz sehen nicht die Gefahr, die von der intensiven Fortpflanzung der Katzen ausgeht. „Als Kommune sind wir da ganz gut aufgestellt. Doch hinzu kommt die Problematik der Wildtiere“, berichtet Hauptamtsleiter Axel Schmid. So verirrten sich bereits an die 30 Wildschweine im Stadtgebiet.

So lange es den Tierschutzverein gibt, wird es kaum Probleme geben. Doch in Zukunft will die Landesregierung unterstützend mitwirken. „Katzen dürfen sich nicht grenzenlos vermehren, die Bevölkerung muss sensibilisiert werden“, sagte Staatssekretärin Anna Quart. So soll geprüft werden, ob eine Pflicht der Kastration oder Kennzeichnung von Katzen innerhalb des „Paderborner Modells“ möglich wäre. Außerdem wird der Tierschutzverein weiterhin vom Land finanziell unterstützt.

Von Marcus J. Pfeiffer

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