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Prignitz Dömnitz-Umfluter als Fischpass denkbar
Lokales Prignitz Dömnitz-Umfluter als Fischpass denkbar
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00:17 02.09.2016
Frank Schröder (2.v.r.) erläutert den Plan für den Umfluter. Quelle: Andreas König
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Pritzwalk

Der Umfluter der Dömnitz an der Pritzwalker Tuchfabrik ist in diesem Jahr ungewöhnlich sauber, Das sonst nur höchst träge vor sich hin treibende Wasser fließt sogar richtiggehend. Die Ursache ist keine Laune der Natur, sondern ein Pilotprojekt des Landesumweltamtes, an dem auch der Wasser- und Bodenverband Prignitz mitwirkt.

Dessen Geschäftsführer Frank Schröder führte am Montagabend die Mitglieder des städtischen Umweltausschusses zunächst zur Dömnitzbrücke, um ihnen anschließend den Umfluter zu erläutern. „Es gibt laut EU-Wasser-Rahmenrichtlinie die Pflicht, Gewässer für Fische durchlässig zu gestalten“, erklärte Frank Schröder. Ziel sei es, die so genannte ökologische Durchgängigkeit für Wanderfischarten zu erhöhen. Das betreffe vor allem Meerforelle und Lachs, die in der Stepenitz seit etwa zehn Jahren wieder heimisch geworden seien.

Für den Verlauf der Dömnitz im Stadtgebiet Pritzwalk hätten sich zunächst zwei Varianten angeboten. Die Möglichkeit, den Umfluter an der Tuchfabrik zu nutzen, sei von den Experten zunächst abgelehnt worden.

Nun aber werde eine Machbarkeitsstudie erstellt, in der untersucht wird, welche Auswirkungen eine Öffnung der Dömnitz sowohl im natürlichen Verlauf als auch am Umfluter hätte. „Die Brücke über di den Umfluter müsse ohnehin saniert werden“, erläuterte Frank Schröder.

Die Stadt müsste bis auf die Kosten für diese ohnehin zur Verkehrssicherungspflicht zählende Ausgabe eine Fischtreppe keinen Eigenanteil leisten. „So lange an der Kathfelder Mühle eine Wasserturbine betrieben wird, sind doch solche Maßnahmen in Pritzwalk wirkungslos“, gab Hans-Joachim Kuhns als sachkundiger Einwohner zu bedenken. „Der Eigentümer ist nach EU-Recht verpflichtet, die ökologische Durchlässigkeit zu gewährleisten“, erwiderte Frank Schröder.

Wenn dort ein Fischpass oder ähnliches errichtet würde, könnte das Projekt umgesetzt werden. Für den Hochwasserschutz wirke sich das zwar positiv aus, doch könnte ein Jahrhunderthochwasser über die jetzigen Wehre ohnehin nicht abfließen.

Von Andreas König

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