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Prignitz Dorf feiert feucht-fröhliches Feuerwehrfest
Lokales Prignitz Dorf feiert feucht-fröhliches Feuerwehrfest
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00:18 21.06.2017
Die Boddiner Jugendwehr stürmte beim Wettkampf los, um möglichst gut abzuschneiden, was am Ende auch gelang. Quelle: Andreas König
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Boddin

Das ganze Dorf war aus dem Häuschen, als am Sonnabend in Boddin (Gemeinde Groß Pankow) gefeiert wurde. Traditionell werden in dem Ort das Dorf- und das Feuerwehrfest zusammen begangen, was umso leichter fällt, als Ortsvorsteher Torsten Schlange auch als Ortswehrführer Verantwortung trägt. „Wir feiern traditionell mit den befreundeten Wehren aus Sarnow, Kemnitz, Dahlhausen-Blumenthal, Schönebeck, Groß Langerwisch und Groß Woltersdorf“, berichtete Torsten Schlange. Zu absolvieren waren etwas abgewandelte Feuerwehrwettkämpfe.

Plötzliche Umstellung auf Handbetrieb

Beim Antreten im Park wurde die Reihenfolge der startenden Mannschaften ausgelost, wobei zunächst die Kindermannschaften antraten. Der Sarnower Weg bis zur Kirche bildete die Wettkampfstrecke. Große und kleine Blauröcke mussten ihre Fähigkeiten im Löschangriff und im Binden der richtigen Knoten unter Beweis stellen. Angefeuert von den anderen Feuerwehrleuten, kämpften die Starter um wertvolle Sekunden. Der Schwierigkeitsgrad lag bei den Erwachsenen etwas höher. So musste die Löschwasserversorgung wegen eines vorgeblichen Defekts der Tragkraftspritze plötzlich auf Handbetrieb umgestellt werden. Mit kleinen Kunststoffeimern bewaffnet hatten die Starter den Parcours zu überwinden, um die Kübelspritze mit dem löschenden Nass zu versorgen.

Mit Feuerwehrwettkämpfen, Flohmarkt, Treckerfahrten und vielen anderen Attraktionen feierten die Boddiner ihr Dorf- und Feuerwehrfest. Traditionell wirken dabei Delegationen von den Nachbarwehren mit.

Trödel und Tradition

Doch auch abseits der Feuerwehrwettkämpfe wurde einiges geboten. Im großen Festzelt war nicht nur genügend Platz für Kaffee und Kuchen, auch die Frauen von der Wittstocker Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft zeigten die Darstellung der kompletten Flachsverarbeitung von der Ernte der Pflanzen über das Spinnen und Weben bis hin zur fertigen Textilie. Auf dem Festplatz gab es zahlreiche Belustigungen für Jung und Alt, etwa das „Löschen“ eines Brandhauses in Form einer Aufstellwand mit Löchern, in die Wasserbomben geworfen werden mussten. Am Ortsausgang in Richtung Seefeld waren weitere Attraktionen aufgebaut. Es gab einen Trödelmarkt mit allerlei Dingen aus Haushalt und Werkstatt sowie eine Ausstellung alter und neuer Landmaschinen.

Fahren mit großen Traktoren

Der Clou, vor allem für die kleineren Besucher, war die Möglichkeit, unter Anleitung von Ricardo Busch eine Runde im Traktor drehen zu dürfen. Zu den Besuchern zählte auch der Bürgermeister der Gemeinde Groß Pankow, Marco Radloff, der die Wettkämpfen interessiert verfolgte.

Von Andreas König

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