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Dorf ist eine Großbaustelle

Groß Pankow Dorf ist eine Großbaustelle

Überall wird derzeit in Groß Pankow gebaut. Die Bahnstrecke nach Perleberg und Pritzwalk ist wegen Arbeiten am Gleis und an den Bahnsteigen unterbrochen, die B 189 seit Monaten nur einspurig und per Ampel geregelt zu befahren. Doch es kommt noch dicker. Wenn der Knotenpunkt gemacht wird, steht eine Vollsperrung des gesamten Ortes bevor.

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Sie pflastern den neuen Bahnsteig am Bahnhof Groß Pankow (vl.): René Kirchner, Maik Wesenberg und Dominik Biele von der Firma Tief- und Gleisbau aus Brandenburg (Havel).

Quelle: Andreas König

Groß Pankow. Ein Ort kann noch so gut erschlossen sein, wenn die Hauptversorgungsadern repariert werden, stauen sich Verkehr und Frust. In Groß Pankow wird seit fast zwei Jahren die Ortsdurchfahrt der B 189 erneuert mit enormen Beeinträchtigungen für den Durchfahrtsverkehr. Seit Anfang des Monats ist auch der Schienenverkehr zum Erliegen gekommen. Die Bahn lässt nicht nur Gleise auf der Strecke zwischen Perleberg und Groß Pankow erneuern, sie rüstet auch den Bahnhof mit modernen, den heutigen Anforderungen entsprechenden Bahnsteigen aus.

Vollsperrung ist nötig, wahrscheinlich in den Sommerferien

Das ist zunächst einmal erfreulich, und wenn alles fertig ist, dürfte sich zumindest für die Bahnreisenden einiges zum Besseren verändern, doch die Zeit bis dahin wird hart. „Die Bahn will ihre Schrankenanlage komplett erneuern“, sagt der Groß Pankower Bauamtsleiter Halldor Lugowski. Das hat mehrerlei zur Folge: Zum einen ist die Straße zur Schule deswegen für Kraftfahrezuge nicht mehr passierbar. Zum anderen wird – wahrscheinlich in den Sommerferien – die Ortsdurchfahrt Groß Pankow gesperrt. „Für die Arbeiten an der Einmündung und der Schrankenanlage ist eine Vollsperrung erforderlich“, sagt der Bauamtsleiter.

Umleitung erfolgt über Pritzwalk und Klein Gottschow

Der Verkehr aus der und in die komplette Osthälfte von Groß Pankow und alle weiterführenden Orte müsste über Klein Gottschow umgeleitet werden, während die Bewohner des Westteils der Gemeinde über Pritzwalk ausweichen müssten., „Die genauen Regelungen und Termine werden noch rechtzeitig bekanntgegeben“, versichert der Bauamtsleiter.

Gemeinde ließ Ersatzstraße bauen

Die Gemeinde hat vorgesorgt und eine Ersatzstraße gebaut. Sie verläuft von der Rosa-Luxemburg-Straße hinter der Sporthalle und der Schule entlang. „Bei dieser Gelegenheit haben wir die Aschenbahn des Sportplatzes neu verlegt, damit die Sportanlagen nicht durch diese Ersatzstraße geteilt werden“, erklärt Halldor Lugowski.

Bahnhofsertüchtigung und Schrankenbau kosten 1,5 Millionen Euro

Auch die bisher von den Lehrern genutzten Parkplätze entfallen im Zuge der Bahnhofsarbeiten. Dem Personal der Schule sollen jedoch Ersatzstellplätze an der neuen Straße zur Verfügung gestellt werden. „Zu Fuß oder mit dem Fahrrad ist die Schule nach wie vor auf dem alten Weg zu erreichen“, erklärt der Bauamtsleiter. Massive Baken sollen dafür sorgen, dass Kraftfahrzeuge dem Weg fernbleiben. Rund 1,5 Millionen Euro kosten die Ertüchtigung des Bahnhofs und der Neubau der Schrankenanlage Die Gemeinde muss sich laut Eisenbahnkreuzungsgesetz mit rund 130 000 Euro beteiligen, kann aber einen guten Teil der Summe über Fördermittel ausgleichen.

Zum Jahresende soll es geschafft sein

Noch mehr, nämlich 4 Millionen Euro, investieren Bund und Land in den Ausbau der B 189. „Wir begleiten das mit einem Geh- und Radwegbau“, sagt Halldor Lugowski. Wenn alles klappt, soll aller Verkehr Ende des Jahres wieder fließen.

Von Andreas König

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