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Dorf macht wieder Oper

Klein Leppin Dorf macht wieder Oper

Die Klein Leppiner (Prignitz) machen wieder Oper. Nach kreativer, aber keineswegs stiller Pause kehren die Organisatoren des Spektakels „Dorf macht Oper“ auf die Bühne zurück. „Liebe-Sehnsucht-Tod“ heißt das neueste Stück, das am 17. und 18. Juni zu sehen sein wird. Als Ausgangsmaterial dient Schuberts „Winterreise“, doch die Macher waren kreativ.

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Stefan Tast (l.) beim zweitägigen Sommerfest unter dem Motto „Dorf ohne Oper", bringt dieses Jahr Schubert auf die Festspielbühne.

Quelle: Andreas König

Klein Leppin. Ein wenig ruhiger war es im vergangenen Jahr zwar um das Projekt „Dorf macht Oper“ in Klein Leppin geworden. Doch verstummt war der Verein „Festland“ nicht. Im Gegenteil, der Rückblick auf die vergangenen Jahre unter dem Motto „Dorf ohne Oper“ kam bei den Kennern genauso gut an wie eine „richtige“ Opernproduktion.

Nun aber melden sich die Vereinsmitglieder unter der musikalischen Leitung von Stefan Tast mit neuem Schwung und neuem Programm zurück. „Liebe-Sehnsucht-Tod“ heißt die Liederoper, die in diesem Sommer im Festspielhaus in Klein Leppin gezeigt werden soll. Dass es sich beim Spielort um einen ehemaligen Schweinestall handelt, ist inzwischen weithin bekannt.

Weltpremiere am 16. Juni

Zwar ist das Ausgangsmaterial für die Klein Leppiner Aufführung der Zyklus „Winterreise“ von Franz Schubert, doch entstand daraus quasi ein neues Werk, denn „Liebe Sehnsucht Tod“ wurde eigens für Dorf macht Oper“ konzipiert und entwickelt.

Der Verein Festland Klein Leppin feierte ein zweitägiges Sommerfest unter dem Motto "Dorf ohne Oper"

Der Verein Festland Klein Leppin feierte ein zweitägiges Sommerfest unter dem Motto "Dorf ohne Oper".

Quelle: Andreas König

Wenn das Spiel am 16. und 17. Juni beginnt, erleben die Zuschauer gewissermaßen eine Weltpremiere. Denn „Festland“ wäre nicht die weithin anerkannte Kreativwerkstatt, wenn es den Mitwirkenden nicht gelänge, bekannten Werken eine völlig neue Seite abzugewinnen. Mit der Inszenierung widmet sich das Team um den musikalischen Leiter des Projekts, Steffen Tast, „dem eigentlichen Kern einer Oper – dem Singen“, wie der musikalische Kopf hinter „Dorf macht Oper“ sagt.

Reise durch die Liederwelt

Schuberts Winterreise ist nicht nur einer der bekanntesten Liederzyklen der Romantik, es greift auch die großen Fragen der menschlichen Existenz auf. Während Schubert mit seiner Vertonung des Gedichtzyklus von Wilhelm Müller die Zuhörer zu Begleitern des Wanderers macht, möchten die Klein Leppiner ihre Zuhörer auf eine Reise durch die Entwicklung des Liedes mitnehmen. Angefangen von Kinderliedern über das Volkslied führt der Weg bis hin zu den Kunstliedern Franz Schuberts.

Am Ziel erwartet die Besucher schließlich die „Winterreise“. So unterschiedlich die musikalischen Werke sind, die unter dem Begriff Lied zusammengefasst werden, so verschieden sind bei der Klein Leppiner Aufführung auch die Klangkörper. Zu erleben sind singende Kinder aus der Prignitz, ein singendes Klein Leppiner Küchenteam und natürlich der Klein Leppiner Opernchor.

Liederzyklus modern interpretiert

Höhepunkt der musikalischen Reise ist die Begegnung mit Michael Rapke, einem Bariton, der bereits des Öfteren bei „Dorf macht Oper“ mitgewirkt hat. Ganz der Tradition der Aufführungen in Klein Leppin folgend, wird „die singende Gemeinschaft des Chores“ auch in diesen Teil der Aufführung mit einbezogen, wie Stefan Tast erklärt. „Das Ergebnis ist eine moderne Interpretation des romantischen Liederzyklus, eben typisch „Dorf macht Oper“, sagt der musikalische Leiter.

In die neue Inszenierung fließen auch Eindrücke und Erkenntnisse aus der Auszeit im vergangenen Jahr ein. „Bei der Umsetzung des Sommerfestes 2017 gingen die Mitstreiter des Festland-Vereins und des Klein Leppiner Opernchores vor allem organisatorisch neue Wege“, erklärt Stefan Tast. „Das Fest wurde gemeinschaftlich von einem mehrköpfigen Team organisiert.“ Das soll auch in diesem Jahr so sein.

Von Andreas König

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