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Prignitz Dorf ohne Oper feiert Sommerfest
Lokales Prignitz Dorf ohne Oper feiert Sommerfest
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02:15 05.06.2017
Stefan Tast (r.), künstlerischer Leiter von Dorf macht Oper bei einem Dorfrungang mit dem Ensemble. Etwas Ähnliches gibt es auch dieses Jahr.
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Klein Leppin

Es hatte seinen festen Platz im Veranstaltungskalender aller kulturinteressierten Menschen in der Prignitz und weit darüber hinaus: „Dorf macht Oper“ im ehemaligen Schweinestall von Klein Leppin war zum Inbegriff von Mitmach-Musik-Theater für alle geworden, sozusagen eine Art Bayreuth für Brandenburg. Doch nach mehr als zehn Jahren kreativen Wirkens, ebenso berührender wie beeindruckender Inszenierungen haben sich die Verantwortlichen für dieses Jahr eine Auszeit genommen. „Das war eigentlich schon länger im Gespräch“, sagt Mitorganisator Stefan Tast. „Beim Chor und bei vielen andren Mitwirkenden sind wir damit auf offene Ohren gestoßen, und in diesem Jahr haben wir dann einfach gesagt, wir machen eine Pause“, erklärt der Musiker des Rundfunksinfonieorchesters, der in diesem Klangkörper die erste Violine spielt.

Sommerfest steigt in kleinerem Rahmen

Doch so ganz lassen können die Klein Leppiner dann doch nicht von der Oper und der Bühne. „Wir haben uns gesagt, dass es schade wäre, wenn wir nicht irgend etwas machen“, sagt Stefan Tast. Ein Sommerfest sollte es sein, ja, mit Gesang und Gelegenheit zum Mitmachen natürlich, aber eben auch alles etwas kleiner. Heraus kam die Idee, ein Sommerfest zu feiern unter dem augenzwinkernden Motto „Dorf ohne Oper“. Es soll am 24. und 25. Juni in Klein Leppin steigen, vor allem draußen und in kleinerem Rahmen.

Karten gibt es im Vorverkauf

„Dorf macht Oper“ wie bisher heißt es zwar in diesem Jahr nicht, dennoch muss der Verein Festland die Kosten des Festes, unter anderem für die Versorgung der Besucher, decken. Wie es nach diesem Jahr weitergeht, ist ungewiss.

Karten für die beiden Veranstaltungen am 24. und 25. Juni gibt es am Kartentelefon unter 01525/9683 786. Es ist wochentags in der Zeit von 18 bis 20 Uhr erreichbar. akö

Eine Chance, Operntexte einmal zu verstehen

„Wir haben ein Organisationsteam von ungefähr 20 Leuten gebildet, die das Fest vorbereiten“, erklärt Stefan Tast. Ideen gibt es einige, unter anderem gespeist aus dem Fundus der vergangenen Veranstaltungen. „Wir haben ja immer versucht, nicht alles so bierernst zu nehmen“, sagt Stefan Tats. Das gelte auch für das diesjährige Festprogramm. So sind zwar keine großen Arien zu hören, dafür aber die Texte der Opern, die sonst „zugegebenermaßen eher schwierig zu verstehen sind“, sagt der künstlerische Leiter. Vorgelesen werden sollen die Texte vor allem von den Kindern, was sicher für den einen oder anderen Verfremdungseffekt sorgen dürfte.

Filmfestspiel und im Grillpalast

Das Sommerfest wird am Sonnabend, 24. Juni, um 18 Uhr mit einem „Grillpalast“ eröffnet. Nachdem sich die Gäste mit Gegrilltem oder Salaten, Bier oder Sekt gestärkt haben, werden ab 20 Uhr beim „Filmfestspiel im Festspielhaus“ Stummfilme über die Leinwand flimmern. Zu sehen sind nicht nur cineastische Frühwerke vom Anfang des vorigen Jahrhunderts und begleitet von der Livemusik eines Jazztrios, sondern auch Videoschnipsel aus 14 Jahren Klein Leppiner Opern-Geschichte.

Bildgewaltiges Feuerwerk

Um 22 Uhr gibt es ein „Feuerwerk der Bilder“. Der Osterburger Bildkünstler Matthias Faul wird das Klein Leppiner Festspielhaus mit seinen Projektionen verzaubern. Er war bereits beim Bahnhofsfest in Glöwen im vergangenen Herbst dabei und hat den Zuschauern mit seinen Projektionen ganz neue Seiten des ehrwürdige Gemäuers gezeigt. Der Abend klingt mit einem Tanz in den Sommer aus.

Dorfrundgang und 100 Meter lange Kaffeetafel

Am Sonntag gibt es ab 10 Uhr zunächst ein Frühstück mit Musik vom Salonorchester Perleberg und dem Kinderorchester der Musikschule Prignitz. Um 13 Uhr wird ein „Sonntags-Süppchen“ aus der Dorfküche serviert, ehe es um 14 Uhr zum Rundgang durchs Dorf geht. Diesmal, wie erwähnt, als Hörspaziergang. „Beim Wandeln durch den Klein Leppiner Opernpark werden Sie endlich verstehen, was die Drei Damen in der Zauberflöte singen, welcher Reim dem Textdichter Lortzing auf A, B, C, D eingefallen ist, oder mit welchen Worten die Sirenen den berühmten King Arthur verführen“, sagt Stefan Tast. Anschließend erwartet eine besondere Kaffeetafel die Gäste. „Besucher und Mitwirkende haben Tischdecken gespendet, aus denen eine etwa 100 Meter lange Decke genäht wird. Daraus entsteht eine großartige Kaffeetafel, an der alle gemeinsam selbst gebackenen Kuchen und Kaffee genießen werden“, verheißt das Programm. Mit „Dorf ohne Oper – die Revue“ kommt es schließlich zum musikalischen Höhepunkt. Es gibt eine Musiktheater-Revue mit Solisten, dem Klein Leppiner Opernchor, Musikern und Prignitzer Kindern und Jugendlichen.

Von Andreas König

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