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Prignitz Dorffest rund um die Siedlerscheune
Lokales Prignitz Dorffest rund um die Siedlerscheune
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00:16 14.09.2016
Jugend forscht: Die dreijährigen Zwillinge Tyson (l.) und Ben nahmen hinterm Traktorlenkrad Platz. Quelle: Christamaria Ruch
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Papenbruch

Der Ernteumzug in Papenbruch ist längst Geschichte. Seit fünf Jahren feiern die Einwohner ein Dorffest der anderen Art. Denn anstelle eines Umzuges stellen einige Fans von Traktor, Schlepper oder Mähdrescher ihre Fahrzeuge bei einer Technikparade zur Schau.

Rund um die Siedlerscheune in Papenbruch kamen Einwohner und Gäste am Sonnabend wieder auf ihre Kosten. Die drei Jahre alten Zwillinge Ben und Tyson wohnen zwar mit ihrer Mutter Anika Dormann in Wittstock, doch Papenbruch bedeutet für die 27-Jährige nach wie vor Heimat. So erleben auch die Zwillinge ab und zu das Dorfleben. „Meine Großeltern Herta und Rolf Kirchner haben bis 2012 hier gelebt und sind dann aus Altersgründen nach Wittstock umgezogen“, sagte Anika Dormann. Und: „Jedes Jahr habe ich bei ihnen meine Sommerferien verbracht und das war eine schöne Zeit.“ Damals kannte jeder den anderen und auch die stille Post funktionierte. „Wenn ich am Dorfeingang rein kam, wussten die am Dorfende schon davon“, erinnerte sie sich.

Bei der Einsatzübung zerlegten die Blauröcke fachgerecht einen Unfallwagen. Quelle: Christamaria Ruch

Dormanns Mutter und Herta und Rolf Kirchner waren ebenfalls dabei und somit beteiligten sich vier Generationen dieser Familie am Dorffest. Nach einer kurzen Phase der Annäherung überwanden die Steppkes ihre Angst vor den Traktoren. Dann saßen sie einträchtig nebeneinander und hielten sich beide am Lenkrad vom Traktor der Marke International Harvester Cormick (ICH) fest.

Feuerwehrleute demonstrieren Hilfe beim Unfalleinsatz

Unterdessen nahm die Dramatik ihren Lauf. Einsatzkräfte der Feuerwehr aus Königsberg rückten mit Blaulicht und Sirene zum Siedlerhof an. Ein Pkw war dort an einem Baum gelandet, der Fahrer eingeklemmt und auf Hilfe angewiesen. Glücklicherweise handelte es sich dabei nur um eine Schauübung. „Wir wollen den Einwohnern mal zeigen, wie so etwas abläuft“, sagte Ortsvorsteher Marcel Wildebrandt.

Der fünfjährige Levi auf der Rutschbahn. Quelle: Christamaria Ruch

Sieben Blauröcke um Einsatzleiter Marcel Jenrich griffen zu den Schneid- und Spreizwerkzeugen, um bis zur eingeklemmten Person vorzudringen. „Die Technik ist einfach zu bedienen, aber das ist eine körperlich schwere Arbeit“, so Jenrich zu den Herausforderungen. Über den Kofferraum stieg ein Feuerwehrmann ins Fahrzeug und nahm erste Hilfemaßnahmen am Unfallfahrer vor. Dann setzten die Männer das Werkzeug an der Motorhaube an, um den Kotflügel einzudrücken. „Es geht darum, einen Spalt zwischen Tür und Kotflügel zu schaffen, um dann besser die Tür öffnen zu können“, erläuterte Jenrich den Ablauf.

An anderer Stelle konnten die Kinder sich schminken lassen. Oder sie versuchten, über eine Rutschbahn mit Schmierseife zu laufen. Beim Kugelstoßen oder Luftgewehrschießen konnten die Erwachsenen Kräfte messen. Abends legte ein DJ zum Tanz auf.

Von Christamaria Ruch

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