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Dorfstraße kann saniert werden

Groß Gottschow Dorfstraße kann saniert werden

Freude über den Sinneswandel im Infrastrukturministerium: Dieses bewilligt nun nach jahrelanger Ablehnung doch Mittel für den Ausbau der Dorfstraße in Groß Gottschow (Gemeinde Plattenburg).

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Die Dorfstraße in Groß Gottschow ist marode. Ortsbürgermeister Heinz Wernicke fordert seit langem die Erneuerung.

Quelle: König

Groß Gottschow. Nach zähem Ringen und intensivem parlamentarischen Druck freut sich BVB/Freie Wähler, dass das brandenburgische Infrastrukturministerium die Gelder für den Ausbau der Landesstraße L 101 in der Ortsdurchfahrt von Groß Gottschow (Gemeinde Plattenburg) bewilligt hat. Das teilte der BVB-Landtagsabgeordnete Peter Vida jetzt mit.

Vida habe den problematischen Zustand mehrfach im Landtag thematisiert, hieß es in der Mitteilung. In der Zwischenzeit habe Ministerin Schneider den dringenden Bedarf einsehen müssen und die nötigen 250 000 Euro zusätzlich zugesagt. Dies verbuchen BVB/Freie Wähler als großen Erfolg gleichermaßen für sich wie für die Kommune.

Allerdings hatten sich auch andere Politiker, etwa der SPD-Landtagsabgeordnete Holger Rupprecht, für den Straßenbau eingesetzt. Seit Jahren bemühen sich auch die Vertreter der Gemeinde Plattenburg und des Ortsteils Groß Gottschow, an der Situation etwas zu ändern – die MAZ hatte im Dezember 2016 darüber berichtet. Auch Christof Voß, Geschäftsführer des landwirtschaftlichen Dienstleistungsunternehmens Osters und Voß, das seinen Firmensitz in Groß Gottschow hat, beklagte den Zustand der Straße.

Der Landkreis Prignitz wäre bereit, die Dorfstraße grundhaft auszubauen. Die Kosten dafür liegen bei etwa 600 000 Euro. Allerdings stellte der Kreis die Bedingung, dass der Kreuzungsbereich ebenfalls erneuert wird – die kreuzende Straße ist jedoch Landesstraße. Hierfür wäre das Land zuständig, das bislang aber nicht investieren wollte, weil die L 101 zum sogenannten „Grünen Netz“ gehört. Das bedeutet, dass nur Unterhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden. Einen grundhaften Ausbau von Ortsdurchfahrten im „Grünen Netz“ gibt es nur bei „anlassbezogenen Einzelfallentscheidungen“ – eine solche ist wohl jetzt gefällt worden.

Von Bernd Atzenroth

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