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Downbeatclub im Meyenburger Modemuseum

Virtuose Vollblutmusiker bestreiten die erste Veranstaltung nach dem Leitungswechsel Downbeatclub im Meyenburger Modemuseum

Zur ersten Veranstaltung im Meyenburger Modemuseum nach der Übergabe an den Geschäftsführer Axel Voigt sind die Jungs von Jochen Aldingers Downbeatclub eingeladen. Die Band aus Dresden gibt am Sonntag ein Nachmittagskonzert im Museumscafé.

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Vollblutmusiker: Jochen Aldingers Downbeatclub tourt mit Jazzkonzerten durch die Lande.

Quelle: Downbeatclub

Meyenburg. Wenn die drei Musiker von Jochen Aldingers Down­beatclub am Sonntag im kleinen Café des Meyenburger Modemuseums aufspielen, dann könnten die Besucher in den altehrwürdigen Mauern des Schlosses ganz ungewohnte Klänge zu hören bekommen: Das als äußerst kreativ beschriebene Trio aus Dresden hat nicht nur Jazz vom Feinsten im Programm, sondern spielt auch mal psychedelischen Rock von Pink Floyd oder Deep Purple. Die flirrende Weite, die diese Band erzeugt, lässt mehr als drei Musiker vermuten. Pulsierende Beats lösen Raum und Zeit auf hypnotische Weise auf. Ein beeindruckendes Zusammenspiel, erzeugt durch die ausgereifte Balance von Präzision und Freiheit – so heißt es auf der Webseite des Downbeatclubs. Am kommenden Sonntag, 26. Juli, spielt Jochen Aldingers Downbeatclub um 16 Uhr im Modemuseum.

Der in Stuttgart geborene Jazzpianist, Hammondorganist und Komponist Jochen Aldinger konzertiert aktuell mit seinem Hammondorgeltrio „Jochen Aldingers Downbeatclub“, seinem Liedduo „Goetheallee“, Michael Schulz’ Mictlan und weiteren Formationen. Seine Konzertreisen führten ihn durch ganz Europa, unter anderem nach Paris und London, sowie nach Mexiko. Seit 2004 ist Aldinger Dozent für Klavier, Korrepetition und Musiktheorie an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber” in Dresden. In seinem Spiel finden sich Einflüsse aus seiner Studienzeit am „Berklee College of Music” in Boston, der „Folkwang Hochschule”, Essen, sowie der Dresdner Musikhochschule. Aldinger ist Träger des ersten deutschen Hammondorgel-Diploms. Ein feines Gespür für Strukturen und Stimmengewichtung und ein besonderer Sinn für Melodik charakterisieren diesen innovativen Klangästheten.

Ein Jahr im Voraus ausgebucht

Das Modemuseum in Meyenburg bietet seit seiner Gründung monatlich eine größere Veranstaltung mit Konzerten und Vernissagen an. Ab und zu hat Museumsgründerin Josefine Edle von Krepl auch eine ihrer sehr aufwändigen Modenschauen zu bestimmten Themen gezeigt. Eine Sommerpause im Juli und August hat es dabei immer gegeben.

Nachdem zum 1. Juni Axel Voigt die Leitung des Museums übernommen hat, muss der Veranstaltungskalender völlig neu aufgestellt werden. Die Organisation der Künstler soll der Trägerverein übernehmen, während der Geschäftsführer für die Museumsseite verantwortlich ist.

Kurzfristig Konzerte oder Ausstellungen zu organisieren, ist nicht so einfach: Viele Künstler sind bereits über ein Jahr im Voraus ausgebucht. Dass jetzt eine Band – Jochen Aldingers Downbeatclub – Zeit hat, ist daher ein Glücksfall. Auch Kontakte müssen erst geknüpft werden.

Weder der Gitarrist Konni Behrendt noch Schlagzeuger Matthias Macht stehen ihm an Virtuosität nach: Konstantin Behrendt studierte an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber” in Dresden. Er spielt in verschiedensten Formationen, denen er vor allem durch seine stilistische und klangliche Vielfalt eine eigene Note verleiht. Ob Jazz, Rock, Pop oder frei improvisierte Musik – aus allen Genres schöpft der gebürtige Magdeburger die Zutaten seiner sublimen Klangwelt. Matthias Macht spielte auf rund 20 CDs und 500 Konzerten etwa mit „Tijuana mon amour broadcasting inc.”, „The-Real-Monday-Night-Long-Island-Ice-Tea-Jazzfanatics-Orchestra”, „Chris Whitley” und „Paul Sprawl”. Er studierte Schlagzeug bei Jazzlegende Günter „Baby” Sommer – ebenfalls an der Musikhochschule „Carl Maria von Weber” in Dresden. In seinem unverwechselbaren Stil verbindet er Elemente aus Jazz, Drum & Bass, Funk und Free-Jazz.

Für den Meyenburger Museumsleiter Axel Voigt ist das Konzert tatsächlich das erste, nachdem er die Geschäftsführung für das Museum übernommen hat. „Die Band hatte sich praktisch angeboten, sie spielen in Plau und hatten Interesse, einen weiteren Auftritt in der Region zu übernehmen.“ Der Konzertnachmittag am Sonntag lasse sich indessen laut Voigt nicht mit den großen Festveranstaltungen der bisherigen Museumsleiterin Josefine Edle von Krepl vergleichen. Die nächste große Festveranstaltung dieser Art im Modemuseum ist für den 19. September geplant. „Es ist diesmal ein kleines, feines Kaffeekonzert“, betont Voigt. Dazu gibt es Kaffee, Kuchen und Getränke. Der Eintritt kostet zehn Euro, um Platzreservierungen unter Tel. 033968/ 50 89 61 wird gebeten.

Von Beate Vogel

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