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Einmal bis zum Mond und zurück

Drahtverarbeiter WDM in Wolfshagen feiert 20-jähriges Bestehen Einmal bis zum Mond und zurück

"Einmal bis zum Mond und zurück", vermutet Ernst Hüffmeier, Geschäftsführer bei der Wolfshagener Draht- und Metallverarbeitung (WDM), zum 20-jährigen Firmenjubiläum. "So viel Draht dürften wir hier bereits verarbeitet haben." Bei Licht besehen sind dies zwei Mal rund 360.000 Kilometer, also gut eine dreiviertel Milliarde Kilometer.

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Hans Dedek und Ernst Hüffmeier mit Drahtgitter in der Fertigungshalle: Einmal bis zum Mond und zurück.

Quelle: Claudia Bihler

Wolfshagen. Vor allem so genannte Gabionen - Drahtschotterkästen zu Baudeutsch - haben die Wolfshagener aus dem Draht hergestellt, die nun häufig entlang von Autobahnen zu finden sind, um dort für Schallschutz zu sorgen oder auch Hänge abzufangen. Oder wie an der A 24 in der Nähe von Hamburg, wo mit WDM-Gabionen eine Wildbrücke errichtet wurde. Inzwischen sind die Körbe - unter anderem Namen - auch in Baumärkten zu finden. Mit ihnen können auf einfache Weise Grundstücksbegrenzungen mit Natursteinmauern hergestellt oder Küchenkräuter in Kräuterspiralen gezogen werden. Zum Sortiment der WDM gehören auch Universal-Industriedrahtgitter, Spezialbewehrungen, Transportbehälter, Komponenten für Hochregallager und: Hühnerkäfige.

Denn die geschichtliche Heimat der WDM ist der Käfigbau - am Standort Wolfshagen war früher einmal die VEB Geflügelausrüster Perleberg angesiedelt, größter Hersteller von Geflügelhaltungs-Anlagen der DDR. 1994 kaufte Geschäftsführer Hans Dedek, damals noch mit einem anderen Partner in der Geschäftsführung, das Gelände von der Treuhandanstalt. Bereits 1996 wurde eine erste neue Halle errichtet, inzwischen ist es in mehreren Bauabschnitten mehrfach erweitert worden - zuletzt um eine große Produktionshalle.

110 Mitarbeiter zählt das Unternehmen. "Fachkräftemangel kennen wir hier nicht", sagt Ernst Hüffmeier. Die WDM gilt als attraktiver Arbeitgeber, ist er sich bewusst. "Was die Qualität unserer Ausbildung angeht, spielen wir in der gleichen Liga wie die Großen der Region - also wie Glatfelter, Zahnradwerk und Kronotex."

Drei Mal wurde das Unternehmen dafür auch bereits von der Industrie- und Handelskammer als Ausbildungsbetrieb des Jahres ausgezeichnet, weil die Ausbildungsquote schon seit vielen Jahren kontinuierlich fünf bis 10 Prozent der Mitarbeiter beträgt. Bewerbungen von potentiellen Azubis kommen ausreichend: "Wir machen gute Lobbyarbeit, etwa durch die IHK oder die Initiative Schule/Wirtschaft", sagt Hüffmeier. Und: "Das Thema Mindestlohn war für uns überhaupt kein Thema, denn wir zahlen schon immer attraktive und leistungsgerechte Löhne."

Das Ergebnis ist, dass WDM seine Mitarbeiter aus der Region rekrutieren kann: Der Mitarbeiter mit der längsten Anfahrt wohnt gerade mal 50 Kilometer entfernt. Der Altersdurchschnitt im Betrieb beträgt junge 38 Jahre. An den Mitararbeitern weiß Hüffmeier ihre hohe Betriebsloyalität und wenig Fluktuation zu schätzen. Zum Betriebsjubiläum gab es auch darum für alle Mitarbeiter einen Tag bezahlten Urlaub geschenkt. Und eine Party. "Mit wenigen Gästen und ohne Politiker", sagt Hüffmeier: "Denn die Feier sollte für unsere Mitarbeiter sein." Und gefeiert wurde - mit Musik der "Dance Band & Orchestra Christine Helms" bis morgens um zwei.

Von Claudia Bihler

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