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Drei Modenschauen beim Stadtfest

Meyenburg Drei Modenschauen beim Stadtfest

Die Meyenburger feierten am Sonnabend ihr Stadtfest, das diesmal ganz im Zeichen von zehn Jahre Mode stand. Drei sehr verschiedene Modenschauen waren zu sehen, präsentiert von Kindergartenkindern und Schülerinnen des Pritzwalker Gymnasiums. Abends lockten Stamping Feet und Fußball in den Schlosspark.

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Schicke Mode aus den 50er Jahren zeigten die Mädchen.

Quelle: Beate Vogel

Meyenburg. Voller Körpereinsatz war gefragt beim Meyenburger Stadtfest am Sonnabend: Das galt für die Fußballkicker ebenso wie für die jungen Damen, die die Modenschau bestritten. Es zeigte sich einmal mehr, dass die Meyenburger hart im Nehmen sind: Trotz 15 Grad Celsius und Regen kamen sie am Nachmittag in den Schlosspark, um gemeinsam zu feiern. Das Fest stand klar im Zeichen von zehn Jahre Mode in Meyenburg – und im Zeichen der Fußball-Europameisterschaft.

Modelle aus allem, was der Haushalt hergibt

Große und kleine Mode zeigte sich auf dem Laufsteg an der überdachten Bühne. Schneiderin Ursula Kositzke hatte mit ihrem Mann anlässlich zehn Jahre Mode in Meyenburg eine Schau der etwas anderen Art vorbereitet. Gemeinsam mit den Kindern der Kindergärten „Eichhörnchen“ und „Luisenhaus“, der Grundschule sowie deren Eltern hatten die beiden einzigartige Modelle gebastelt und genäht. Die Kinder präsentierten zauberhafte Kleider, Hüte und Kostüme aus allem, was der Haushalt hergab: Da raschelten Müllsäcke, knisterte Zeitungspapier, glitzerte Warmhaltefolie aus dem Verbandskasten. Verarbeitet wurden aber auch Joghurtbecher und Tüll. Zu sehen waren allerliebste Elfen, Ritter, Vampire und Nixen. Ursula Kositzke überreichte mit einem Dank für die Unterstützung einen Blumenstrauß an Diether Pickel, den Vorsitzenden des Freundeskreises Schloss Meyenburg.

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Mode und Fußball bestimmten das Meyenburger Stadtfest 2016. Vom Regen ließen sich die Besucher nicht abhalten. Drei Modenschauen bestaunten sie an der Festbühne im Schlosspark, bevor am Abend Trommler und Fußballer übernahmen.

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Die vier Teams in der Kickeranlage scheuten weder Nässe noch Dreck, legten sich an den Stangen voll ins Zeug. „Es wurden leichte Wasserspiele“, resümierte später bei der Siegerehrung auf der Bühne Bürgermeister Falko Krassowski, der die Duelle auch pfiff. Davon hatten auch die Zuschauer einiges, die dicht gedrängt an der Bande standen. Gewonnen hat das Team Wacker 1, gefolgt vom gemischten Team der Feuerwehr. Dritte wurden Wacker 2 und vierte schließlich Goldständer.

Rings um den Fußballkicker fanden sich Stände unter anderem des Meyenburger Imkervereins, der Frehner-Meyenburger Schützengilde, der Jagdgenossenschaft und andere. Zwar nicht warm, aber trocken bot das große Festzelt den Besuchern nicht nur Gelegenheit für eine kleine Imbisspause. Spaß, aber auch Ausdauer kennzeichneten dann das Public Viewing im Spiel Deutschland gegen Italien.

Wunderbare Zeugnisse vergangener Mode

Im Mode- und im Schlossmuseum konnten die Besucher an diesem Tag zu einem ermäßigten Eintrittspreis die Ausstellungen besichtigen. Besonderes Highlight war ein maßstabsgetreues Modell des Meyenburger Schlosses im Hungerturm. Es ist dort seit vergangenen Freitag zu sehen.

Wunderbare Zeugnisse vergangener Mode brachten die Mädchen des Pritzwalker Goethe-Gymnasiums auf den Laufsteg. Sie zeigten Modelle aus den 1950er bis 1970er Jahren. „Es sind ganz neue Stücke, die dem Modemuseum erst vor kurzem geschenkt wurden“, erläuterte Josefine Edle von Krepl, die durch die Modenschau führte. Zu sehen waren Stücke, an die sich so manche Dame noch gut erinnerte: Vor allem die blumige Rüschenmode der 70er hat die eine oder andere als junge Frau noch selbst getragen. Auch die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums hatten eine Schau vorbereitet: Mode aus Müll, selbst entworfene Modelle mit viel Raffinesse.

Mitreißende Rhythmen der Trommlerband Stamping Feet lockten am Abend noch einmal viele Besucher vor die Festbühne, bevor die deutsche Nationalelf das Ruder übernahm.

Von Beate Vogel

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