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Prignitz Drei Tage Aufnahmestopp in Perleberger Klinik
Lokales Prignitz Drei Tage Aufnahmestopp in Perleberger Klinik
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02:19 10.03.2018
Nicht nur im Perleberger Klinikum gibt es zu dieser Jahreszeit Probleme mit der Kapazität. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Perleberg

Von Montagfrüh bis zum Mittwoch war die Innere Station des Kreiskrankenhauses in Perleberg in der Leitstelle in Potsdam für den Rettungsdienst abgemeldet. „Es waren keine Betten mehr verfügbar, wir waren ausgelastet“, so Jacqueline Braun, Referentin für Marketing und Kommunikation des Kreiskrankenhaus Prignitz auf Anfrage.

Doch das sei in dieser Jahreszeit keine Ausnahme. „Diese Maßnahme sei zu Stoßzeiten durchaus gängige Praxis“, so Braun. Die Erstversorgung in der Notaufnahme sei dabei aber durchweg aufrecht erhalten. „Wir schicken niemanden weg, doch nicht jede Grippe muss stationär behandelt werden“, sagt Jacqueline Braun.

Volle Chirurgie in Pritzwalk

Der Aufnahmestopp hatte in diesem Fall nicht unbedingt mit der Grippe zu tun. Das zeigt auch ganz klar die Situation im Klinikum in Pritzwalk. „Unsere Chirurgie ist voll, das hat vor allem mit dem Wetter zu tun“, berichtet Pflegedienstleiter Marko Grove vom Pritzwalker Klinikum.

Derzeit gebe es vor Ort keine Patienten mit Grippeviren in der vorwiegend chirurgischen Klinik. Möglichkeiten dafür beständen aber. Hinzu kommt, dass auch die Ärzte, Schwestern und Mitarbeiter der Verwaltung einmal krank werden können. Das sei in dieser Jahreszeit ja auch keine Seltenheit, so dass dahingehend der Betrieb ebenso leicht eingeschränkt sein kann.

Acht Personen mit Grippe im Krankenhaus

Allgemein hat die Influenza bisher eher einen Bogen um die Prignitz gemacht. Laut der Kreisverwaltung gibt es nach wie vor offiziell 34 Erkrankte, wobei ältere Menschen, Kinder und Pflegekräfte am stärksten betroffen sind. Acht Personen davon sind in einem Krankenhaus untergekommen.

Da nicht alle Ärzte Abstriche machen und Laborbestätigungen anfordern, ist allerdings von einer größeren Zahl von Grippekranken auszugehen. Altersmäßige Häufungen seien bisher nicht zu verzeichnen. Allerdings ist ein Großteil der Erkrankten nicht geimpft.

Lage bleibt angespannt

„Die Lage bleibt meiner Meinung nach weiter angespannt. Die Welle der Erkrankten scheint jetzt erst zu kommen und zuzuschlagen“, meint Jacqueline Braun vom Kreiskrankenhaus in Perleberg. So bleibe abzuwarten, wie sich die Lage entwickele. In Fällen, in denen man sich zu Hause auskurieren könne, sollte man lieber zunächst den Hausarzt aufsuchen.

Von Marcus J. Pfeiffer

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