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Dreikönigsring nun auch im Schloss erhältlich

Meyenburg Dreikönigsring nun auch im Schloss erhältlich

In 333er Gold sind Repliken des Dreikönigsrings, der bei der Schlosssanierung gefunden wurde, nun auch im Museumsshop des Meyenburger Modemuseums zu haben. Das Souvenir der etwas anderen Art hatte der Landkreis Prignitz von einem Goldschmied in Leipzig anfertigen lassen. In Meyenburg gab es schon Nachfragen.

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Mit Zertifikat wird das kostbare Kleinod als Souvenir jetzt im Museumsshop angeboten.

Quelle: Beate Vogel

Meyenburg. Ein Ring für die Ewigkeit – so prägt sich der Dreikönigsring ein. Der goldene Reif aus dem 14. Jahrhundert, der 2004 bekanntlich bei den Sanierungsarbeiten im Schloss Meyenburg gefunden wurde, trägt an der Außenseite umlaufend die Namen der Heiligen Drei Könige – „Jaspar-Baltazar-Melchior“. Eine Replik des Rings, der ein bisschen an den „einen“ Ring aus der dreiteiligen Saga „Der Herr der Ringe“ von Tolkien erinnert, ist nun auch an seinem ursprünglichen Fundort zu haben: im Schloss Meyenburg.

„Drei Ringe haben wir für den Verkauf in unserem Museumsshop erhalten“, berichtet Susan Hoyer, die Geschäftsführerin des Modemuseums im Meyenburger Schloss. Zwei sind inzwischen verkauft, einer ist noch übrig. Der goldene Ring passt von der Größe her eher an die Hand einer zarten Dame. „Wir wollen aber auf jeden Fall Ringe in verschiedenen Größen nachbestellen“, versichert die Museumsleiterin.

In einer hübschen Schachtel mit schwarzer Seidenschleife

Das kostbar anmutende Stück wird in einer hübschen Schachtel mit schwarzer Seidenschleife angeboten, in der es in einem schwarzen Schaumstoffbett liegt. Dazu gibt es ein Zertifikat, das die Herkunft des Rings belegt. So mancher Meyenburger hatte sich schon gefragt, wann es den Ring auch vor Ort im Schloss zu kaufen gibt. Ist doch der Ring nicht nur ein Beleg für die wechselvolle Geschichte Meyenburgs, sondern auch ein Schutzsymbol vor allem Bösen.

Das kostbare Original des Rings wird in einer Vitrine des Archäologischen Landesmuseums im Pauli-kloster in Brandenburg (Havel) aufbewahrt. Viel Aufhebens wird um das für die Meyenburger so bedeutsame Fundstück dort nicht gemacht: „Fingerring Gold, 14. Jahrhundert, Meyenburg Prignitz“ steht als Unterschrift in der Vitrine. Doch es ist ein geheimnisvoller Zauberring, der mit seiner erhabenen Inschrift seinen Träger einst vor Unglück bewahrt haben soll.

Drei Könige als oberste Reichsheilige

Der Ring spiegelt den im späten Mittelalter bedeutenden Dreikönigskult wieder. Das Schriftbild weist darauf hin, dass das Schmuckstück in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts entstanden sein muss. Der goldene Ring muss einem Träger von hoher sozialer Herkunft gehört haben. Der Größe nach zu urteilen, war sein Träger ein Mann. Wie der Ring nach Meyenburg kam, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Fest steht, dass seit Mitte des 12. Jahrhunderts die Heiligen Drei Könige als oberste Reichsheilige galten und als Patrone der Pilger und Reisenden angerufen wurden. Die Namen der Heiligen schützten vor Krankheiten, Unheil, Besessenheit sowie dem Bösen.

Der Landkreis Prignitz hatte von einem Goldschmied in Leipzig Nachbildungen vom Dreikönigsring anfertigen lassen, um ein Souvenir der etwas anderen Art anbieten zu können. Zunächst waren die Ringe aus 333er Gold für den Preis von 125 Euro nur in der Kreisverwaltung Prignitz in Perleberg zu haben. Über den Sachbereich Denkmalschutz, 03876/71 32 44, kann er in verschiedenen Größen bestellt werden.

Und bald werden auch im Museumsshop des Modemuseums in Meyenburg wieder neue Nachbildungen zu haben sein.

Schachfigur, Schmuck und Spinnwirtel

Die Stadt Meyenburg wurde 1285 erstmals urkundlich erwähnt. Um 1300 siedelte sich das Adelsgeschlecht von Rohr hier an.

Bei der Sanierung des Schlosses wurden viele Erkenntnisse über die mittelalterlichen Anfänge des Hauses gewonnen. So wurden unter anderem eine gut erhaltene Schachfigur, zwei Öfen, die die Funktion einer Zentralheizung hatten, Spinnwirtel, ein Knochenkamm und Schmuck gefunden.

Von Beate Vogel

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