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Prignitz Dual-Studenten sind gefragte Praktiker
Lokales Prignitz Dual-Studenten sind gefragte Praktiker
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00:17 02.09.2016
Diese jungen Männer nehmen zum 1. September ein duales Studium auf. Bei der Bildungsgesellschaft Pritzwalk unterschrieben sie die Verträge. Quelle: Andreas König
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Pritzwalk

Fünf Jahre klingt erst einmal nach einer langen Zeit für eine Berufsausbildung oder ein Studium. Was aber, wenn man nach dieser Zeitspanne sowohl  den Facharbeiterabschluss in der Tasche hat als auch einen Bachelor? Dieser Bildungsweg steht ab September zunächst neun jungen Männern aus der Prignitz sowie Ostprignitz-Ruppin und darüber hinaus offen. Sie unterschrieben am Montag zwei für ihre Zukunft wichtigen Vereinbarungen. Der Ausbildungsvertrag regelt das Lehrverhältnis zwischen den Azubis und dem Ausbildungsbetrieb, der Bildungsvertrag legt fest, wie die jungen Leute wo und wann studieren.

Duales Studium auf dem Vormarsch

Duales Studium heißt dieses Modell, das sich nach den Worten von Jörg Ahlgrimm, dem Chef der Bildungsgesellschaft Pritz­walk in Brandenburg „auf dem Vormarsch“ befindet. Aktuell haben sich zehn Jugendliche für diesen Weg entscheiden. In der ersten Phase der Ausbildung erlernen sie je nach Fachrichtung den Beruf des Werkzeugmechanikers oder Elektronikers. Nach dem ersten Lehrjahr beginnt bereits das Studium an der Technischen Hochschule Wildau.

Stefan Quandt übernimmt die Ausbildungsvergütung

„Als Vorteil sehe ich, dass ich über praktische Erfahrungen verfüge“, sagt der 18-jährige Tom Oertel aus Wittstock. Der Gymnasiast ist einer von acht Auszubildenden und Studenten, die von der Bildungsgesellschaft Pritzwalk betreut und von Unternehmen der Region entsandt werden. „Azubenten“ nennen wir unsere dualen Studenten“, sagt Jörg Ahlgrimm. Das duale Studium in der Prignitz hat eine wichtige Besonderheit. Die Ausbildungsvergütung übernimmt Unternehmer Stefan Quandt, den Jörg Ahlgrimm kürzlich in Frankfurt am Main traf. Er habe ihm erklärt, was der Unternehmer von seinem Engagement erwartet: „Das Markenzeichen Made in Germany hat einen sehr guten Ruf in der Welt. Der basiert vor allem auf Bildung. Daher ist es wichtig, dass die Jugendlichen über gute Bildung verfügen“, sagt Jörg Ahlgrimm.

Die schönsten fünf Jahre ihres Lebens

Auf den Entschluss, sich diese im dualen Studiengang der Bildungsgesellschaft und der TH Wildau anzueignen, könnten die „Azubenten“ stolz sein. Professor Thomas Mirre vom Fachbereich Ingenieurwesen der TH Wildau versicherte den jungen Leuten, dass ihnen „die fünf schönsten Jahre Ihres Lebens“ bevorstünden. Die Absolventen des dualen Studienganges gelten als Leistungsträger und würden wegen ihrer Praxiserfahrung sehr geschätzt.

Von Andreas König

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