Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Duo Akeli im Schloss Grube
Lokales Prignitz Duo Akeli im Schloss Grube
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:56 15.10.2017
Akeli spielt Gentle Folk Blues im Stil der Songster, die in den 20er Jahren in den USA aufkamen. Ricarda Baubkus an der Campanula. Quelle: Wegner
Anzeige
Grube

„Herzlich willkommen zu unserem amerikanisch angehauchten Abend”, sagte die Hausleiterin des Schlosses Grube, Martina Christ, am Sonnabend und begrüßte damit die Gäste zum Gentle-Folk-Blues-Abend mit Akeli. Der Gentle Folk Blues ist eine sehr viel freudigerer Blues als man es vom Blues sonst kennt. Akeli ist der Name des Duos. Akeli heißt aber auch die Sängerin aus Leipzig. Sie schreibt selbst und spielt Klassiker, wovon sich das Publikum überzeugen konnte.

Die Begleiterin Ricarda Baubkus spielte an dem Abend die Campanula, ein sehr seltenes Instrument. „Das ist unser zweites Konzert in dieser Gehend hier. Neulich spielten wir in Rheinsberg”, sagte Akeli. In ihrem ersten Titel „Tumble”, was aus dem Englischen übersetzt taumeln heißt, ginge es darum, wie man im Frühjahr lostaumelt und jemandem vor die Füße fällt – hoffentlich. „In der Musik sind nicht nur Blues- sondern auch viele Folk-Elemente enthalten”, erklärte Akeli den gespannt zuhörenden Gästen ihr Programm. „Berlin-Mitte” sei ein Beispiel dafür. „Das ist ein Lied über das abgerissene Palast-Hotel in Berlin-Mitte, wo heute der Aquadom steht. Unten war ein „Pizza Hut“ drinnen. Und plötzlich war das Gebäude weg”, erinnerte sie sich. Musikalisch knüpft Akeli an die Tradition der Songster aus den USA der 1920er Jahre an. Ihre sanfte Stimmlage klingt luftig und leicht, so dass ihr einige Zuhörer mit geschlossenen Augen lauschten. „Ich schreibe mit den Jahren immer mehr deutsche Lieder”, erzählt sie zwischen den Liedern. So ginge es in „Wunderbar” um eine Bar, in der die Leute immer schöner werden, je mehr sie trinken. Die Gäste applaudierten nach jedem Stück begeistert.

Campanula zum Selbstbauen

„Die Campanula ist ein im Jahr 1989 von Helmut Bleffert neu erfundenes Instrument. Weltweit gibt es davon derzeit 105 Stück, 60 davon in Berlin”, erzählt Ricarda Baubkus die Geschichte ihres Instruments. Es habe wie ein Cello vier Saiten. Zusätzlich sind 16 weitere Resonanzsaiten angebracht, die über den ganzen Korpus laufen. Sie sorgen für einen Hall, so dass das Instrument wie ein Orchester klingt. „Das interessierte mich, als ich davon hörte”, berichtete sie. Der Preis für den Erwerb dieses Instruments in Höhe von 17 500 Euro hielt sie zunächst vom Kauf ab. Sie erfuhr aber, von einem Selbstbaukurs, der vom Instrumentenbauer angeboten wurde und fertigte sich danach selbst eine Campanula an.

Die Campanula wurde nach dem Pflanzenbild der Glockenblume (lateinisch Campanula) entwickelt. „Die Campanula entfaltet eine bisher ungehörte Klanginnigkeit und erschafft einen natürlichen Klangraum der die Beimischung von Hall bei Aufnahmen überflüssig macht“, heißt es in der Beschreibung des Erfinders. „Die Campanula kann wie ein Seismograph innerste Regungen zum Ausdruck bringen.” Von dieser Klangqualität konnten sich die rund 35 Gäste im Schloss überzeugen. Abgerundet wurde der Abend mit einem afroamerikanischen Buffet, von dem in den Pausen gekostet werden konnte.

Von Jens Wegner

1977 kamen die Laienbläser erstmals in Groß Breese zusammen und bildeten fortan den Evangelischen Posaunenchor. Annette Löther und Detlef Schulz sind seit 40 Jahren mit dabei und leiten heute die Geschicke des Ensembles. Am Wochenende gab es ein Sonderkonzert zusammen mit der Band „Great Breeze“.

15.10.2017

Aus vier Bundesländern waren Züchter von Rassegeflügel am Wochenende nach Wittenberge gekommen, um ihre Tiere bei der 48. Prignitzer Rassegeflügelschau zu präsentieren. 68 Aussteller zeigten die Erfolge des zurückliegenden Zuchtjahres. Die Prignitzer waren ihrerseits wieder sehr erfolgreich.

15.10.2017

Das Hilfsprojekt „Asha Vihar“ für Kinder in Indien ist eine Herzensangelegenheit für Schüler, Lehrer und Mitstreiter des Pritzwalker Gymnasiums. Seit mehr als 20 Jahren unterstützt die Schule die humanitäre Mission von Gründerin Claudia Zechel, die für ihr Engagement das Bundesverdienstkreuz erhielt.

15.10.2017
Anzeige