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Eckdaten für Busfahrplan vorgestellt

Perleberg Eckdaten für Busfahrplan vorgestellt

Es war kein leichter Gang für die Vertreter des neuen Prignitzer ÖPNV-Anbieters Prignitzbus: Im Kreistag erklärten sie, wie der Busverkehr künftig funktionieren soll. Einen vorläufigen Fahrplan gibt es auch schon. Es handelt dabei um eine komplett neue Planung. Im Kreistag hagelte es Kritik.

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Uwe Rößler, Geschäftsführer von Prignitzbus.

Quelle: Atzenroth

Perleberg. Die Neuordnung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in der Prignitz nimmt Formen an. Am Donnerstag stellte Uwe Rößler, Geschäftsführer des neuen ÖPNV-Anbieters Prignitzbus, im Kreistag die Grundzüge des neuen Fahrplans vor, der ab dem 1. August gelten soll. Rößler hatte einen Mitarbeiter mitgebracht, mit dem zusammen er die Eckpunkte des neuen Verkehrsangebotes erklärte. So solle im sogenannten Grundnetz unter der Woche von 5 bis 19 Uhr ein Ein-Stunden-Takt sowie an Wochenenden ein Zwei-Stunden-Takt herrschen. Im darüber hinausgreifenden Regionalnetz ist für Schultage ein Zwei-Stunden-Takt geplant. Der Stadtverkehr soll im Ein-Stunden-Takt und am Wochenende alle zwei Stunden bedient werden. Auf Nachfrage erklärte Uwe Rößler auch, dass es über die Zukunft der Pritzwalker Stadtlinie mit der Stadt am Donnerstag eine Einigung gegeben habe, die zunächst bis zum Jahresende tragen werde.

Ortschaften mit über 150 Einwohner würden von 5 bis 20 Uhr im Stundentakt „in Richtung der Mittelzentren nach telefonischer Bestellung“ bedient.

Kompletter Neuanfang nach knallharter Ausschreibung

Die knallharten Ausschreibungsvorgaben haben nach Rößlers Angaben dazu geführt, dass „wir komplett neu anfangen mussten“. Rößler: „Der Altfahrplan hat für uns keine Relevanz mehr gehabt.“ Nach der Ausschreibung seien mit den Schulen die Endzeiten abgestimmt worden. Gegenüber den ersten Planungen sei der Fahrplan „erheblich angepasst“ worden. So seien, etwa bei der Grundschule Lanz, die Schulweglaufzeiten berücksichtigt worden. Rößler kündigte an, dass es in den ersten Wochen eine Umstiegsbegleitung geben werde.

Edelgard Schimko,Geschäftsbereichsleiterin Wirtschaft, Bau und Kataster in der Kreisverwaltung, berichtete von den Gesprächen mit der Elterninitiative für einen besseren Busfahrplan und kündigte als deren Ergebnis an, dass in Groß Pankow während der Bauphase an der B 189 Prignitzbus den Bahnhof direkt anfahren werde. Die Gemeinde baue einen Unterstand.

Orte unter 150 Einwohnern werden angefahren, sofern sie an Buslinien liegen. Für vier Orte gibt es bislang gar keinen Anschluss. Diese sollen laut Schimko noch einmal betrachtet werden. Aus dem Kreistag gab es massive Kritik, zum einen an den neuen Planungen selbst – etwa für den Raum Lenzen von Christian Steinkopf (CDU) –, zum anderen aber auch daran, dass man sich nicht genug einbezogen fühlte in die Diskussion – so von Hartmut Winkelmann (Linke). Er konterte auch das aus seiner Sicht allzu positive Fazit von Edelgard Schimko. Landrat Torsten Uhe verwies darauf, dass die Grundlage für das Handeln der vom Kreistag 2013 beschlossene Nahverkehrsplan sei. Hier sei auch eine Obergrenze für die ÖPNV-Finanzierung eingezogen worden. Uhe: „Wir werden nicht jeden Wunsch erfüllen können, aber dort, wo wir korrigieren können, werden wir es tun. Das ist kein Optimum, aber das, was machbar ist.“

Von Bernd Atzenroth

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