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Prignitz Edis baut neues Umspannwerk in Falkenhagen
Lokales Prignitz Edis baut neues Umspannwerk in Falkenhagen
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02:16 22.08.2015
Die Erdarbeiten für das neue Umspannwerk laufen. Quelle: Foto: Claudia Bihler
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Falkenhagen

Die Edis hat in Falkenhagen mit den Erdarbeiten für ein neues Umspannwerk begonnen. Das bereits existierende Umspannwerk wird dennoch in Betrieb bleiben. Allerdings reicht seine Kapazität bereits heute nicht mehr aus, um die Menge an Ökostrom aufzunehmen, die in Falkenhagen ankommt. Dies führt heute noch häufig dazu, dass Windräder bei Lastspitzen durch viel Wind und niedrigem Bedarf im Stromnetz zeitweilig abgeschaltet werden müssen.

In der gesamten Prignitz sind derzeit Anlagen mit einer Leistung von rund 750 Megawatt installiert. Davon entfallen 543 Megawatt auf Windkraftanlagen, 160 auf Photovoltaik-Installationen, 43 Megawatt tragen Biogas-Anlagen zum Ergebnis bei. Künftig sollen rund 300 Megawatt Windleistung und 98 Megawatt von Solaranlagen aus Windkraft hinzukommen. Die gesamte installierte Leistung in der Prignitz würde dann der von zwei kleineren Kernkraftwerken entsprechen.

Die Edis arbeitet darum an einem neuen Kabelnetz, um die Einspeisung der gewaltigen Mengen an erneuerbaren Energien zu bewältigen. Für dieses Kabelnetz ist das Umspannwerk „Falkenhagen Damm“ ein Sammelpunkt einiger Kabelstrecken.

Insgesamt wird der Bau des Werkes die Edis rund sechs Millionen Euro kosten, die Arbeiten sollen bis Ende 2016 abgeschlossen sein.

Vom Falkenhagener Werk wird dann ein Hauptkabel zum Netzverknüpfungspunkt Putlitz Süd führen, wo die Übergabe an das Netz des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz erfolgen soll. Der ist zuständig für das 380/220-Kilovolt-Übertragungsnetz in Nord- und Ostdeutschland, das insgesamt eine Länge von rund 10 000 Kilometern umfasst – eine Strecke von Berlin bis nach Rio de Janeiro. 50Hertz transportiert dabei rund 40 Prozent der Leistung aller deutschen Windkraftanlagen.

„Das Umspannwerk Falkenhagen Süd/Damm wird an die vorhandene Freileitung angeschlossen“, sagt Edis-Sprecher Michael Elsholtz: „Es soll die Energien aus der Region sozusagen einsammeln.“ Wo und welche Anlagen die zusätzlich geplante Leistung zur Verfügung stellen werden, kann der Edis-Sprecher nicht sagen.

Moderne Windkraftanlagen haben eine Leistung von bis zu 7,5 Megawatt. In der Prignitz werden derzeit rund 270 Prozent der selbst benötigten Leistung aus Ökostrom gewonnen. Zum Vergleich: Das Land Brandenburg kann inzwischen 76 Prozent seines Bedarfs aus Ökostrom decken, in der gesamten Bundesrepublik sind es lediglich 25 Prozent.

Den größten Beitrag zum Prignitzer Ergebnis stellen die Wind- und Solarparks in Marienfließ, Halenbeck-Rohlsdorf, Gerdshagen, Triglitz, Berge und Gumtow bereit.

Von Claudia Bihler

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