Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Ehemaliger NVA-Raketenstandort zerfällt ungenutzt
Lokales Prignitz Ehemaliger NVA-Raketenstandort zerfällt ungenutzt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:00 24.08.2016
Margit Vogel: „Das Gebiet hätte sich gut für ein Seniorenheim geeignet.“ Quelle: Claudia Bihler
Anzeige
Steffenshagen

Wem genau das ehemalige Militärgelände in Steffenshagen heute gehört, weiß Ortsbürgermeisterin Margit Vogel nicht: „Aber es sind wohl inzwischen mehrere Eigentümer, wer das ist, ist unklar.“ Sicher ist für sie nur: „Die Steffenshagener fragen immer wieder, was denn mit den Grundstücken passieren soll, denn die verwahrlosen immer mehr.“

Vor der Wende gehörte das riesige Areal einmal der Nationalen Volksarmee, die dort Flugabwehrraketen stationiert hatte – zunächst S-75 Dwina, die zu Beginn der 1970iger Jahre durch S 75 Wolchow Luftabwehrraketen ausgetauscht wurden. Zum Gelände gehört neben dem Unterkunftsbereich auch eine technische Abteilung, die Feuerstellung lag rund einen Kilometer weit entfernt.

Was nicht niet- und nagelfest war, wurde inzwischen ausgebaut. Das Gelände ist inzwischen ungesichert und für jeden zugänglich. das Tor steht weit offen, Warnschilder fehlen. Quelle: Claudia Bihler

Nachdem die NVA aufgelöst worden war, fand der Verein „Pro Connections“ dort zunächst eine Unterkunft. Es wurden nicht nur solche Schüler unterrichtet, die nur schwierig in den normalen Schulunterricht integriert werden konnten, sie fanden in den ehemaligen Mannschaftsunterkünften in einem angeschlossenen Internat auch eine Bleibe. Speisesaal und Klassenräume wurden genutzt. Und auch das eigentlich Militärgelände wurde dann und wann für Veranstaltungen umfunktioniert. So hatte die Feuerwehr dort mitunter zu Jugendfreizeiten eingeladen: Das Gelände im Grünen bot sich dafür geradezu an. Ein Wohnbau, der noch vor den Toren des eigentlichen Armeegeländes stand, war zudem als Unterkunft für Obdachlose verwendet worden, die später von der Stadt auf andere Wohnräume verteilt wurden. Dennoch lebte der letzte Bewohner noch bis zum Herbst vergangenen Jahres in dem Haus, das inzwischen aber leer steht.

Es gibt viele Gerüchte

Vor einigen Jahren dann habe der Verein Pro Connections die Kündigung erhalten, erinnert sich die Ortsbürgermeisterin: „Ich glaube, der Verein wollte das Gelände sogar noch kaufen, aber der Preis, den das Bundesvermögensamt haben wollte, war dann viel zu hoch.“ Der Verein zog nach Lindenberg, das ehemalige Armeegelände ging an eine westdeutsche Immobiliengesellschaft.

In diesem haus waren Obdachlose untergebracht, der letzte lebte bis im Herbst 2015 dort. Quelle: Claudia Bihler

„Aber dieser Firma gehört es wohl auch nicht mehr“, meint Margit Vogel: „Wir wissen auch nicht, wem – eigentlich kennen wir nur Gerüchte, etwas Genaues wissen wir nicht.“ Glücklicherweise läge das Areal weiter draußen, meint die Steffenshagenerin: „Dann sieht man wenigstens nicht so sehr, dass dort alles verwahrlost. Das Eisentor war zwar mit einem Schloss gesichert, aber nachdem das aufgebrochen wurde, ist das Gelände nun frei zugänglich. Alles, was irgendwie verwertbar ist, wurde inzwischen ausgebaut.“ Dabei hatten auch Steffenshagener bereits Pläne. Margit Vogel: „Es hätte sich für ein Seniorenheim prima geeignet. Aber wer will das im heutigen Zustand noch ausbauen? Aber wir würden schon gerne wissen, was damit passieren soll.“

Von Claudia Bihler

Vor 40 Jahren starb Lotte Lehmann im kalifornischem Santa Barbara. Ihre Meisterschülerin Karan Armstrong aus den USA gestaltet derzeit mit den Teilnehmern der Lotte-Lehmann-Akademie eine Gala zu Ehren der Operndiva. Das Programm ist anspruchsvoll für den Sängernachwuchs.

27.08.2016
Polizei Prignitz: Polizeibericht vom 24. August - Brand in leerstehendem Haus

Ein Feuer ist am Dienstag gegen 22 Uhr in einem leerstehendem Haus im Ortsteil Glöwen ausgebrochen. Offenbar hatten Unbekannte einen Stapel Holz in dem Gebäude angezündet. Die Feuerwehr konnte die Flammen löschen. Über die Höhe des Sachschadens sind noch keine Informationen bekannt.

24.08.2016

Es war ein ausgesprochen friedliches und buntes Fest. So sahen es nicht nur die Veranstalter des New Healing Festivals in Preddöhl, sondern auch die Polizei. Auch die Besucherzahl lag deutlich über der des Vorjahres.

23.08.2016
Anzeige