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Ein Dankeschön von Flüchtlingen

Schönhagen Ein Dankeschön von Flüchtlingen

Nichts geht von selbst, aber mit Engagement geht vieles: Dass die syrische Familie Quader nicht nur in Schönhagen lebt, sondern auch nach und nach hier ankommt, ist sicher dem Einsatz der Flüchtlingsbetreuungsgruppe geschuldet. Bei einem Treffen in der Schönhagener Mühle sagten die Flüchtlinge Danke und berichteten über ihr Land und ihre Flucht.

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Familie Quader (l.) berichtete aus ihrer Heimat.

Quelle: Atzenroth

Schönhagen. Ein wenig mussten die beiden jungen Leute mit der Technik kämpfen, aber dann konnten sie doch etwas Musik aus ihrer Heimat vorstellen. Adam und Leyla, Kinder einer syrischen Familie, die in Schönhagen (Stadt Pritzwalk) wohnt, versuchten in Vorträgen ihrer Zuhörerschaft ihr Land nahezubringen – in deutscher Sprache, so weit dies ging, natürlich. Die Vorträge waren Teil eines Kennenlernabends in der Schönhagener Mühle, bei dem syrisch gekocht, gespielt und erzählt wurde.

Der Termin dafür steht seit Langem fest – es war Zufall, dass er ausgerechnet in die Woche nach den jüngsten Gewaltereignissen fällt. In den Gesprächen an den Tischen war dies durchaus Thema. Aber hier standen im Zentrum zwei Familien, insbesondere die Familie Quader, die in Sachen Integration auf einem nicht leichten, aber wohl guten Weg ist. Und die daran erinnerte, was die Ursache für all dies eigentlich war. So hatte die Mutter der Familie Quader den Anwesenden nahegebracht, wie sie vor gerade einmal neun Monaten nach Deutschland gekommen ist. Den letzten Ausschlag für die Flucht aus ihrer zu 80 Prozent zerstörten Stadt Homs gab ein Bombenangriff auf einen Markt, als die Familie gerade in der Nähe war. Über den Libanon ging die Flucht zunächst per Schiff in die Türkei, dann per Schlauchboot zur Insel Lesbos – letzteres dauerte Stunden, weil das Schlauchboot kaputt war. Nach dem dies heil überstanden war, machte sich die Familie auf den schweren Weg nach Deutschland.

Dass die Familie mittlerweile hier Fuß zu fassen scheint, lässt sie dankbar sein, insbesondere gegenüber der Flüchtlingsbetreuungsgruppe in dem Ort. Ein Selbstgänger ist all dies nicht, sei es nur, was die Bürokratie, das Sprachenlernen und die Integration in den Schulbetrieb angeht. Hier gab es interessante Ausführungen von Lehrerin Heike Trostmann, die mit ihrer engagierten Art die vielen Anwesenden – unter ihnen auch die SPD-Landtagsabgeordnete Ina Muhß – begeisterte und offenbar großen Anteil daran hat, dass insbesondere der Sohn der Familie sich gut in das Schulleben eingefunden hat.

Von Bernd Atzenroth

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