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Ein Dorf feiert 500-jähriges Bestehen

Ellershagen Ein Dorf feiert 500-jähriges Bestehen

Ein Dreivierteljahr vor dem eigentlichen Jubiläumsfest zu 500 Jahre Ellershagen bereiten die Einwohner das Ereignis vor. Am kommenden Wochenende wollen sie sich zu einer ersten Pflanzaktion treffen. Das ganze Dorf soll nächstes Jahr blühen. Aktionen wie diese sind auch Gelegenheit, sich untereinander näher zu kommen.

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Typische Ansicht in Ellershagen: Blick über den Dorfteich zum alten Gutshaus an der Westseite des Rundlings.

Quelle: Beate Vogel

Ellershagen. Von ganz langer Hand bereiten die Einwohner von Ellershagen das Jubiläum im nächsten Jahr vor – dann wird der Gemeindeteil von Halenbeck-Rohlsdorf 500 Jahre alt. Start der Aktion ist bereits am kommenden Sonntag, 6. November. „Dazu sind alle Einwohner aufgerufen, sich an einer Pflanzaktion im Dorf zu beteiligen und Blumenzwiebeln zu spenden“, erklärte Kerstin Wernicke vom Organisationsteam. Der Gruppe gehören außerdem Halenbeck-Rohlsdorfs Bürgermeisterin Astrid Eckert und Viola Sips aus Ellershagen an.

„Ein paar Sponsoren für Blumenzwiebeln haben wir schon gefunden“, so Kerstin Wernicke. Auch die Gemeinde werde sich beteiligen. „Über weitere Sponsoren freuen wir uns sehr.“ Das erste Treffen am Sonntag soll um 10 Uhr am Dorfbrunnen mit einer Dorfbegehung beginnen. Blumenzwiebeln, Pflanzgeräte und Gestaltungsideen können die Freiwilligen gern mitbringen. Nach getaner Arbeit soll es am Dorfbrunnen ein gemeinsames Picknick geben.

Der schönste Garten wird prämiert

Über ihre Ideen informieren die Mitglieder des Organisationsteams in einem Flyer. Bis Dezember soll demnach der gesamte Dorfkern mit Frühblühern – Krokusse, Narzissen, Osterglocken oder Tulpen – bepflanzt werden. Von März bis Juni 2017 hoffen die Organisatorinnen darauf, dass die Ellershagener ihre Vorgärten herausputzen. Ob Steingarten, Heidegarten oder Blütenmeer – die schönsten drei Vorgärten sollen prämiert werden.

Schon jetzt können sich Interessenten aktiv daran beteiligen, Wimpelketten für die Jubiläumsfeier herzustellen. Aus Stoffresten, Bettlaken oder Gardinen sollen die bunten Girlanden entstehen, Nähmaschinen sind im Dorf vorhanden, heißt es im Flyer. Gesucht werden noch engagierte Bastler, die das Entenhäuschen auf dem Teich in neuem Glanz erstrahlen lassen. Der Brunnen am Picknickplatz soll eine Abdeckung mit entsprechender Widmung erhalten.

Auch neue Ideen sind willkommen

Ein Ziel dieser intensiven Vorbereitungen ist laut Kerstin Wernicke, dass sich die Einwohner in Ellershagen ein wenig näherkommen: „Ellershagen ist von der Einwohner-Alters-Struktur her eigentlich ein junges Dorf.“ Nur leider passiere nicht wirklich viel und die Kontakte zwischen den Leuten seien recht „minimalistisch“. „Um dies zu ändern und eine lebendige Dorfkultur zu entwickeln, haben wir uns einiges überlegt“, sagt die Ellershagenerin. Beteiligen können sich die Menschen an den Vorbereitungen auch mit eigenen Ideen und Aktionen.

Der Brunnen am Picknickplatz soll bis zum Jubiläum eine neue Abdeckung bekommen

Der Brunnen am Picknickplatz soll bis zum Jubiläum eine neue Abdeckung bekommen.

Quelle: Beate Vogel

Schon bei den gemeinsamen Aktivitäten können sie sich besser kennenlernen, um dann am 15. Juli 2017 nachbarschaftlich miteinander zu feiern. Erste Ideen für das Fest selbst gibt es auch schon: Reden von Bürgermeisterin und Einwohnern, handwerkliche Präsentationen wie Schafe scheren, Kühe melken oder Honig schleudern, Feuerwehrtechnik wird gezeigt und ein Feuerwerk zu später Stunde entzündet. Die Einwohner können das Fest mit Kuchenspenden für den Verkauf unterstützen, aus deren Erlös ein Teil der Kosten des Dorffestes gedeckt werden könnte.

Ellershagen ist ein ausnehmend hübsches und gepflegtes Runddorf mit einem kleinen Park in der Dorfmitte. An der Westseite des Rundlings befindet sich das einstige Gutshaus. Es wurde 1754 von der Meyenburger Adelsfamilie von Rohr erbaut und 1820 im neobarocken und Schweizer Stil neu errichtet. Bis in die 1940er Jahre wurde das Gut mit seinen vielen Ställen und Nebengebäuden bewirtschaftet. 1945 diente es als Flüchtlingsunterkunft.

Von Beate Vogel

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