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Prignitz Ein Dorf feiert die Pause
Lokales Prignitz Ein Dorf feiert die Pause
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00:18 29.06.2017
Auf dem Schlossberg lasen Emma Hüselitz und Christel Rost (v.l.) aus „Der Wildschütz”. Quelle: Jens Wegner
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Klein Leppin

Dieses Jahr legten die Macher von „Dorf macht Oper” in Klein Leppin (Gemeinde Plattenburg) eine kreative Pause ein. So wurde seit 14 Jahren diesmal keine neue Oper im zum Festspielhaus umgebauten ehemaligen Schweinestall aufgeführt. Allerdings hatten sich die Beteiligten entschlossen, den opernfreien Klein Leppiner Sommer nicht kulturlos vorübergehen zu lassen. Deshalb waren alle Freunde, Interessierten, Fans und Neugierige am Wochenende zum Sommerfest „Dorf ohne Oper” nach Klein Leppin eingeladen. Präsentiert werden sollte ein Mix aus Neuem und Bekanntem, aus Überraschendem und Poesievollem.

Am Sonnabend ging es zunächst los mit einem lockeren Grillabend. Danach gab es das Filmfestspiel im Festspielhaus. Stummfilme wurden live begleitete von einem Jazztrio. Zu sehen waren Klein Leppiner Videoschnipsel aus 14 Jahren Operngeschichte. Der Abend endete mit einem Tanz in den Sommer.

Anna Trapp und Judith Aurer (v.l.) lasen Texte aus Dido und Aeneas. Ringela Riemke spielte auf dem Violoncello. Quelle: Jens Wegner

Am Sonntag waren alle Gäste zu einem Brunch mit Musik vom Salonorchester Perleberg und dem Kinderorchester der Kreismusikschule Prignitz eingeladen. Nachdem das folgende Suppenbuffet aus der Dorfküche abgeschlossen war, rief Steffen Tast alle Besucher zusammen, indem er mit einem Holzlöffel kräftig auf einen Topf schlug. „Wir waren uns alle einig, dass wir nach 14 Jahren Dorf macht Oper eine Pause verdient haben”, sagte er nach der Begrüßung. Doch ganz ohne Kultur gehe es nicht.

Ein Hörspaziergang durchs Dorf

Deshalb wurde zu einem poesievollen Hörspaziergang durchs Dorf eingeladen. An sechs Stationen waren während eines Rundgangs Musik zu hören sowie Texte, die bei vorjährigen Opernaufführungen gesungen worden waren – mitunter aber deshalb kaum zu verstehen waren. Nun wurden sie von Mitwirkenden der Opernaufführungen vorgelesen.

Auf dem Schlossberg lasen Emma Hüselitz und Christel Rost die Passage „Der Lehrer” aus „Der Wildschütz”, einer Oper von Albert Lortzing. „Ich habe es gesungen und nie verstanden. Jetzt weiß ich endlich, worum es geht”, sagte Christel Rost. Im Schäfergarten musizierten Franziska Drechsel und Steffen Tast auf der Violine. Helmut Anschau sprach die Texte: „Hierher, nehmet diesen Pfad! Sicher ist mein Rat”, las er. „Das ist aus dem zweiten Akt von „King Arthur” und handelt von den verfeindeten Parteien. Gesungen versteht man es schlecht, zumal es auf Englisch vorgetragen wird”, sagte er.

Eine 100 Meter lange Kaffeetafel war rund um den Schweinestall von Klein Leppin aufgebaut. Quelle: Jens Wegner

Im Leutewagen trugen Gina Gerstenkorn, Paul Hüselitz und Vera Jung Texte aus „Die Zauberflöte” von Wolfgang Amadeus Mozart vor. Die Geschichte von Dido und Aeneas gab es in der Werkstatt zu hören. Anna Trapp und Judith Aurer lasen die Texte und Ringela Riemke spielte auf dem Violoncello. „Dazu zeigen wir ein Buch, dass Kinder gebaut haben”, erklärte Peter Awe. „Das ist schon eine besondere Sache. Sie wird auch gut von den Gästen angenommen”, meinte Erika Soltmann, Vereinsmitglied im Verein Festland.

Im Anschluss waren alle eingeladen, an einer etwa 100 Meter langen Kaffeetafel am Festspielhaus des Dorfes Platz zu nehmen und frisch gebackenen Kuchen samt Kaffee zu genießen. Rund 100 Besucher kamen trotz der vielen Regenschauer.

Von Jens Wegner

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