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Ein Platz für Hund und Herrchen

Perleberg Ein Platz für Hund und Herrchen

Regelmäßig trainieren die Hundebesitzer im Verein für Deutsche Schäferhunde in Perleberg mit ihren Hunden – genutzt wird der Spiel- und Beutetrieb der Tiere. Im Perleberger Ortsteil Perlhof hat die Ortsgruppe ein großes Feld, auf dem Hund und Herrchen viel Platz zum Austoben haben.

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Vorsitzender Oliver Czajkowski hat selbst zwei Hunde und weiß wie wichtig es ist, den Hunden solch einen Ausgleich zu bieten.

Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Perleberg. Die Hunde haben Freude an der Bewegung, das sieht man ihnen an. Regelmäßig geht es mit dem Herrchen raus an die frische Luft und nicht immer nur zum Gassi gehen, sondern auch auf den Sportplatz. So zumindest bei den Mitgliedern im Verein für Deutsche Schäferhunde in der Ortsgruppe von Perleberg. Im Ortsteil Perlhof ist ihr Verein ansässig, mit einem großen Feld, wo die Vierbeiner viel Platz zum Sporttreiben haben. „Hunde brauchen Beschäftigung, sie brauchen einen Ausgleich, Bewegung ist dabei sehr wichtig“, sagt Oliver Czajkowski, Vorsitzender des Vereins. Dabei werde der Hund geistig und körperlich gefördert. „Ohne den Sport würde der Hund anfangen, sich selbst zu beschäftigen, indem der Schuhe zerfrisst oder Mülleimer durchwühlt“, so der Vorsitzende des Vereins weiter.

Das Training hat nichts mit Scharfmachen zu tun

Das Training habe nichts mit Scharfmachen zu tun, sagt Czajkowski. „Wir nutzen ausschließlich den Spiel- und Beutetrieb der Hunde im reinen sportlichen Sinne“. Futter und Spielzeuge motivieren die Hunde, mitzumachen. Schließlich ist der Wolf ihr Vorgänger, der auch immer seiner Beute hinterher war. Zwar ist der Hund nicht gefährlich, doch der Beutetrieb ist geblieben. So ist es das Ziel, für die Hunde einen Ausgleich zu schaffen und sie zu beruhigen. Das sei genauso wichtig, wie beim Menschen, die genauso einem Hobby nachgehen. „Man würde erkennen, wenn der Hund keinen Spaß mehr hat.“

Für alles gibt es verschiedene Übungen, im körperlichen sowie geistigen Sinne der Hunde. Allesamt erfolgen nach der internationalen Prüfungsordnung in den Kategorien der Begleit-, Fährten- und Schutzhunden, die durchlaufen werden. Grundsätzlich werden für diese Art von Hundesport einige Hunderassen bevorzugt, doch im Grunde ist jeder Hund dafür geeignet, der Spaß daran hat, ist sich Oliver Czajkowski sicher.

Nichts passiert unter Zwang

Im Verein kann herausgefunden werden, was am besten zu welchem Hund passt. „Gewisse Grundvoraussetzungen sollten aber schon vorhanden sein. Das kann man hier austesten und prüfen und dann ausbauen“, ergänzt Oliver Czajkowski. In der Bewertung der einzelnen Übungen steht immer im Vordergrund, wie sauber und schnell der Hund arbeitet und vor allem, ob er Freude an der Arbeit hat. „Nichts passiert unter Zwang“, so der Vorsitzende.

Auch die Möglichkeit der Spezialhundeausbildung besteht in Perleberg. Zur Rettungshundestaffel habe der Verein engen Kontakt.

Im kommenden Jahr feiert der Verein für Deutsche Schäferhunde mit der Ortsgruppe in Perleberg sein 90-jähriges Bestehen. „Vor der Wende war der Verein noch dem Militär und der Polizei unterstellt. Das ist schon lange nicht mehr so“, berichtet Oliver Czajkowski.

„Früher wurden die Hunde noch zum Militär rekrutiert und dementsprechend ausgebildet. Heute arbeiten wir mit den Hunden auf freiwilliger Basis und betreiben Sport, keine derartige Ausbildung.“ Etwa 30 Mitglieder zählt die Ortsgruppe eines Vereins, der weit in Deutschland verbreitet ist. Doch es fehle an Nachwuchs: „Wir würden uns freuen, wenn wir die Jugend animiert bekommen, mit ihren Hunden in der Freizeit was zu machen“, so der Vereinsvorsitzende. Immer mehr Hunde bekommen bei den Menschen ein Zuhause, doch der Wille nach einer Betätigung im Hundesportverein bleibt aus. „Zwar ist die Arbeit mit den Hunden sehr zeitintensiv, doch es lohnt sich.“

Von Marcus J. Pfeiffer

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