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Prignitz Ein Treff für alle soll das Dorf beleben
Lokales Prignitz Ein Treff für alle soll das Dorf beleben
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16:18 27.02.2017
Die einstige Gaststätte Kiekbach in Lindenberg könnte ein Dorfgemeinschaftszentrum werden. Quelle: Andreas König
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Lindenberg

Wenn der Pollo fährt, herrscht richtig Trubel in Lindenberg. Aber sonst geht es doch sehr beschaulich zu in dem Ortsteil der Gemeinde Groß Pankow. Seit der „Konsum“ zu ist und die Sparkasse ihre Filiale geschlossen hat, sind die verbliebenen öffentlichen Einrichtungen schnell aufgezählt: Gaststätte und Zahnarztpraxis sowie das Kleinbahnmuseum.

Doch damit möchten sich die Lindenberger, allen voran Ortsvorsteher Rainer Knurbien nicht abfinden. „Wir hatten ursprünglich die Idee, am Kleinbahnmuseum einen Neubau zu errichten, in dem ein Dorfgemeinschaftszentrum untergebracht werden kann“, sagt Knurbien. Doch nach einem Besuch des brandenburgischen Landwirtschaftsministers Jörg Vogelsänger war schnell klar, das so etwas nicht gefördert werden kann. „Statt neu zu bauen, sollten wir prüfen, ob bestehende Gebäude für diesen Zweck genutzt werden können“, berichtet der Ortsvorsteher. Schnell fiel der Blick auf die seit Jahren nicht mehr genutzte Gaststätte Kiekbach.

Neben einem Café wünscht sich der Ortsvorsteher auch ein Geschäft

Als der Pollo, wie die Prignitzer Kleinbahn liebevoll genannt wird, noch fuhr, war das Gasthaus rege besuchter Treffpunkt der Reisenden. Dass die Einrichtung einst als „Frequenzbringer“ galt, beweist die Tatsache, dass die Kreissparkasse in dem Gebäude mit einer Geschäftsstelle vertreten war. Den Rückzug des Geldinstituts im vergangenen Jahr könnte man als Indiz des Schrumpfens werten. Zwar haben sich die Lindenberger mit einer Demonstration gewehrt, doch genutzt hat das alles wenig. Der einst in roten Buchstaben gehalten Schriftzug wurde gelb übertüncht, der Automat abgebaut. Bargeld gibt es erst wieder in Pritz­walk oder Glöwen.

„Wir brauchen einen Anziehungspunkt im Dorf, der sowohl unseren Vereinen dient als auch den Gästen des Pollo offensteht“, sagt Rainer Knurbien. Ihm ist bewusst, dass solch ein Vorhaben mit erheblichen Investitionen verbunden wäre. Immerhin hat Gastwirt Eckhard Kiekbach seine Bereitschaft erklärt, das traditionsreiche Haus zu verkaufen. Wenn es nach Rainer Knurbien ginge, sollte neben einem Café für Besucher und Einheimische auch eine Einkaufsmöglichkeit in dem Dorfgemeinschaftszentrum entstehen.

Im September mit Studie beginnen

Doch soweit ist die Sache noch nicht gediehen. „Zunächst einmal sollte eine Machbarkeitsstudie erstellt werdend“, sagt Marco Radloff, Bürgermeister der Gemeinde Groß Pankow. Rund 30 000 Euro würde so etwas kosten. Die Gemeinde wäre mit einem Eigenanteil von 6000 Euro dabei. Ob die Studie auf den Weg gebracht wird, entscheiden die Gemeindevertreter. Der Finanzausschuss hat sich bereits dafür ausgesprochen. „Wenn das klappt, könnte die Studie im September begonnen werden und Anfang nächsten Jahres vorliegen. Für Lindenberg und Umgebung wäre das ein Segen.

„Wir wollen zeigen, dass nicht nur eine Einrichtung nach der anderen geschlossen wird, sondern sich bei uns auch etwas tut“, sagt der Ortsvorsteher.

Von Andreas König

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