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Ein eigenes „Netzwerk Kind“ für das Amt

Mehr auffällige Kinder: Schule, Kita und Amt in Meyenburg reagieren Ein eigenes „Netzwerk Kind“ für das Amt

Es ist eine tolle Idee. Weil es selbst im ländlichen Meyenburg inzwischen mehr Kinder gibt, der mehr Betreuung brauchen, als ihnen Schule und Kita geben können, möchte man in Meyenburg nun ein eigenes „Netzwerk Kind“ gründen. damit soll allen Betroffenen vor Ort geholfen werden. Ein erstes Treffen mit möglichen Partnern ist für Oktober geplant

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Die städtische Kita in Meyenburg.

Quelle: Beate Vogel

Meyenburg. Seit eineinhalb Jahren wird ein neues Projekt in Meyenburg vorbereitet. Die Integrationskindertagesstätte „Eichhörnchen“, die Grundschule und das Amt wollen ein „Netzwerk Kind Meyenburg“ ins Leben rufen. Jetzt ist die Idee so konkret geworden, dass zum 14. Oktober mögliche Partner für ein solches Vorhaben nach Meyenburg eingeladen werden sollen.

Hintergrund dafür: Selbst im ländlichen Meyenburg nehmen mittlerweile Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern zu. „Immer mehr Kinder bräuchten intensivere Betreuung, als dies in Schule, Kita und Hort möglich ist“, erklärt dazu Schulleiterin Margit Strüfing. Laut Amtsdirektor Matthias Habermann gab es im Hort mit seinen 60 Plätzen im vergangenen Jahr mit immerhin der Hälfte der Kinder Probleme, wie auch immer die aussahen. Verhaltensauffälligkeiten, Lernschwächen, aber auch ein verändertes Familienbild mit all seinen Folgen werden häufig beobachtet. „Wir wussten nicht mehr weiter“, begründet Strüfing, warum sie sich mit Kita-Leiterin Sybille Gerike vor eineinhalb Jahren zusammengesetzt hatte. Gemeinsam wollten sie sich Hilfe holen. So kam die Idee zu einem Netzwerk vor Ort, auf das man zurückgreifen kann und über das man auch Fachleute heranholen möchte, um Eltern und Kindern zu helfen. Die Veranstaltung am 14. Oktober soll dafür Impulse geben. Als Partner beim Aufbau des Projekts wurde die Firma Kobranet gewonnen.

Das Problem für Meyenburg: Es gibt zwar im Kreis eine Menge Beratungs- und Hilfsangebote. Aber diese sind oft weit weg – sie wahrzunehmen, ist mit einem hohen zeitlichen Aufwand verbunden. Manche Eltern scheuen auch den Weg dorthin. Ihnen soll die Suche nach Hilfe erleichtert werden, wenn diese in ihrer gewohnten Umgebung angeboten wird. Zu dem Treffen sollen auch Vertreter aller anderen Kitas im Amtsbereich kommen. Habermann ist sich sicher, dass sich das Problem nicht nur auf die Stadt Meyenburg beschränkt. Habermann betonte auch, dass es noch nicht sicher ist, ob dieses Netzwerk letztlich wirklich zustandekommt. Scheitern könnte es noch daran, dass es für die Einrichtung einer Schnittstelle für das Netzwerk kein Geld gibt. Er wie auch Strüfing sind sich aber sicher, dass allein das Bemühen darum schon viel gebracht hat, bei dem übrigens auch betroffene Eltern einbezogen wurden. Habermann: „Gelegentlich ist ein Denkansatz schon ein Erfolg.“

Von Bernd Atzenroth

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