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Ein eingespieltes Team im Festspielhaus

Wittenberge Ein eingespieltes Team im Festspielhaus

36 000 Besucher sind 2016 ins Wittenberger Festspielhaus gekommen. Der Leiter des Kulturbetriebes der Stadt, Uwe Neumann, bezeichnete die Bilanz als solide und stellte das zum Teil neu besetzte Team des Kulturhauses vor.

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Das Team des Wittenberger Kulturhauses besteht aus Christian Boethke, Petra Luft, Dorit Wudke und Dietmar Drawe (v.l.).

Quelle: Jens Wegner

Wittenberge. „Für uns ist es wichtig, dass wir Leute mit Wurzeln in der Prignitz haben”, sagt Uwe Neumann, Leiter des Kulturbetriebs in der Stadt Wittenberge über die Zusammensetzung der Mitarbeiter des Kultur- und Festpielhauses. Als Team sei man noch dabei, sich zu finden. „Unsere wichtigste Maxime ist die Aufrechterhaltung des ausgewogenen Mixes an Veranstaltungen. Am Mittwoch lud Neumann zum Gespräch in den kleinen Saal, um sein Team vorzustellen.

„Unser Kulturhaus ist die größte Spielstätte in Wittenberge und der Prignitz“, sagt Neumann. „Wir haben eine Großbühne mit besonderen Eigenschaften.“ In Reihenbestuhlung bietet der Saal Sitzplätze für 661 Gäste. Es gibt Podien, die für eine breite Palette an Veranstaltungen angeboten werden.

Vier Festangestellte und zahlreiche Helfer

Im Jahr 2016 hatte das Haus rund 36 000 Besucher. Zwischen 35 000 und 40 000 sind es im Durchschnitt. Rund 140 bis 150 Veranstaltungen und 50 Proben gäbe es jährlich, was rund drei Veranstaltungen pro Woche ausmacht. „Wir haben unsere Stammkräfte, die die Gäste kennen. Sie arbeiten an der Garderobe, der Abendkasse oder am Einlass. Aber das ist nicht alles“, sagt Neumann. „Da sind auch noch die Leute im Hintergrund, die man nicht sieht. Sie schleppen Stühle, räumen auf und sind hinter den Kulissen beschäftigt.” Zu den festangestellten Mitarbeitern gehören Petra Luft und Dorit Wudke als gleichberechtigte die künstlerische Leiter sowie Dietmar Drawe und Christian Boethke, die sich um die Technik kümmern.

Petra Luft, mit ihren 32 Jahren die jüngste im Team und gleichzeitig die Dienstälteste im Haus interessierte sich schon früh für Musik. Im Jahr 2004 absolvierte sie ihr Abitur und besuchte danach verschiedene Praktika im künstlerischen Bereich. 2005 begann sie ihr duales Betriebswirtschaftsstudium bei der Wirtschaftsakademie Potsdam und der Stadtverwaltung Wittenberge. 2009 bildete sie sich zur Event-Managerin weiter. Neben der künstlerischen Leitung ist sie im Haus zuständig für das Marketing.

Die Neue im Team

Dorit Wudke arbeitet seit 1. Februar 2017 im Kulturhaus und folgte dem früheren künstlerischen Leiter, Hans-Joachim Böse, der in den Ruhestand ging. Die Perlebergerin ist 34 Jahre jung und gelernte Verlagskauffrau. Sie studierte angewandte Kulturwissenschaften in Lüneburg. Danach war es ihr ein Anliegen, wieder in ihre Heimat zurückzukommen. Sie arbeitete beim Kreisjugendring, im Jobcenter und in der Kreisverwaltung Prignitz beim Prignitz-Sommer. Die Anstellungen waren allerdings befristet. „Ich freue mich sehr, dass ich jetzt hier arbeiten darf, in dem Haus, dass prägend ist für die Region”, sagte sie.

Dietmar Drawe ist gelernter Elektromonteur. Er arbeitete am Staatstheater Schwerin und kümmerte sich dort unter anderem um Technik und Requisiten. Dabei entdeckte er sein Herz für die Beleuchtung. 2008 schloss er die Ausbildung zum Beleuchtungsmeister ab. Seit 2009 arbeitet er im Kulturhaus in Festanstellung. Christian Boethke sorgt für den guten Ton. Im Jahr 2001 schloss er seine Ausbildung als Veranstaltungstechniker ab. Etwa elf Jahre lang arbeitete er freiberuflich in Berlin und wirkte unter anderem beim Eurovision Song Contest mit. Dann zog es ihn wieder in seine Heimat, die Prignitz, zurück. Seit 1. September 2015 arbeitet er im Kulturhaus und wird seine Bühnenmeisterausbildung im Mai dieses Jahres abschließen.

Mehr Augenmerk auf soziale Medien

„Unsere erste Maxime ist die Aufrechterhaltung des ausgewogenen Mixes an Veranstaltungen. Veränderungen werden, wenn überhaupt nötig, langsam geschehen”, erläuterte Neumann. Bis ins Jahr 2018 hinein gäbe es schon Verträge mit Künstlern. Froh seien Neumann und das Team, dass sich Künstler, die im Festspielhaus engagiert waren, durchweg positiv über die professionelle Abwicklung der Veranstaltungen äußerten.

Möglichkeiten, die Abläufe zu verbessern, gebe es immer. So sollen Internet und sozialen Medien künftig noch stärker genutzt werden, um mehr jüngere Leute anzusprechen. Karten zu Hause ausdrucken und online bezahlen zu können, sei ein Ziel. Die Voraussetzungen dazu bestünden.

Am 11. September, dem Tag des offenen Denkmals, werden Besucher in geführten Touren durch das Kulturhaus geführt und können hinter die Kulissen schauen.

Von Jens Wegner

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