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Ein ganz harmonisches Oberknie

Bei der Fohlenschau in Klein Woltersdorf stellte sich der tierische Nachwuchs dem Urteil der Juroren Ein ganz harmonisches Oberknie

 Die Siegertypen überzeugen mit einem strahlenden Seitenbild, Fülle im Gebäude oder setzen sich sehr bedeutend in Szene. Rufen diese Fachbegriffe beim Laien nur Kopfschütteln hervor, geht den Vollblutpferdezüchtern bei diesen Urteilen das Herz auf.

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Klein Woltersdorf. Denn: Die Fohlenschau beim Zuchtverein Prignitz bildet ein Fundament für die weitere Arbeit mit den Vierbeinern in den kommenden Monaten und Jahren.

Am Donnerstag bildete das Gestüt Lindenhof in Klein Woltersdorf (Gemeinde Groß Pankow) die Kulisse für die Fohlenschau. In diesem Zuge standen auch die Zuchtstuten im Mittelpunkt ‒ es ging um die Eintragung in das Stutbuch. Dabei hat die Fohlenschau auch schon bessere Zeiten erlebt. Nur 17 Fohlen von zehn Züchtern sind den beiden Juroren Albrecht Beckmann und Horst von Langermann präsentiert worden. Langermann ist Geschäftsführer beim Pferdezuchtverband Brandenburg mit Sitz in Neustadt (Dosse). "Der Pferdemarkt ist seit vier bis fünf Jahren zusammengebrochen ‒ es sind einfach zu viele Pferde vorhanden und das ist ein Stau auf dem Markt", sagte Albrecht Beckmann, Vorsitzender des Prignitzer Zuchtvereins. Und: "Seit drei Jahren ist auch bei den Rassen ein schlagartiger Rückgang zu verzeichnen ‒ heute dominieren hier Deutsches Reitpony und Deutsches Sportpferd."

Doch das Schaulaufen gab sich trotz dieser Vorzeichen vielversprechend. Die ersten drei Fohlen räumten gleich wertvolle Punkte ab und erhielten bei 24 von möglichen 30 Punkten das Urteil Premienfohlen. Züchter Rüdiger Schulz von der Insel Poel nahm bereits zum zweiten Mal die weite Anreise in Kauf. Er räumte mit seinem Reitpony schließlich den Pokal ab; zudem wurde das Tier für das Landeschampionat nominiert.

Wenn etwa die Trabbewegung mit gutem Grundtakt erfolgt, das Tier eine harmonische Oberlinie aufweist oder ein ganz harmonisches Oberknie zu beobachten ist, fällt das positiv ins Gewicht. Die Traumnote von 30 Punkten liegt jedoch für fast alle Züchter in unerreichbarer Ferne. "Das habe ich noch nicht erlebt, dass ein Tier das geschafft hat", so Albrecht Beckmann.

Züchter Martin Riedel aus Liebenthal (Gemeinde Heiligengrabe) ließ gestern zwei Exemplare der Rasse Deutsches Sportpferd bewerten. Auch wenn er vorab etwas nervös war, sah er der Bewertung dennoch gelassen entgegen. "Ich möchte die Fohlen nicht verkaufen, sondern dass sie später Erfolg im Parcours haben." Für den 21-Jährigen bedeutet Pferdezucht "immer Glückssache."

Von Christamaria Ruch

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