Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 5 ° Regen

Navigation:
Einblicke in die Kathfelder Mühle

Pritzwalk Einblicke in die Kathfelder Mühle

Wie das Mehl vor vielen Jahren gemahlen wurde, konnten hunderte Besucher am Pfingstmontag in der Kathfelder Mühle erfahren. Der Mühlentag bot einige Attraktionen. Besitzer Andreas Plagemann hat sogar eine Ausbildung zum freiwilligen Müller absolviert, um das in Familienbesitz befindliche technische Denkmal besser erklären zu können.

Voriger Artikel
Wetterkapriolen beim Fest im Tierpark
Nächster Artikel
Paar gab sich Jawort ganz im Gewand

Die Kathfelder Mühle liegt idyllisch an der Dömnitz. Zahlreiche Besucher strömten zum Mühlentag hierher.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. Kein Klappern, kein Rauschen und dennoch jede Menge los: Die Kathfelder Mühle in Pritzwalk wurde gestern zum Ausflugsziel von hunderten Besuchern aus nah und fern, die den Pfingstmontag nutzten, um ein echtes technisches Denkmal von innen zu sehen.

Besitzer Andreas Plagemann führte die Gäste stolz durch die Mühle, die sich bis auf die Unterbrechung während der DDR-Zeit seit 1891 in vierter Generation im Familienbesitz befand und wieder befindet. Vier Böden genannte Etagen konnten die Besucher emporsteigen, von der Transmission – dem Antrieb – im Erdgeschoss, über den Walzenboden, wo der eigentliche Mahlvorgang stattfand, hin zum Rohrboden und schließlich zum Sichterboden. Auf letztgenanntem Boden wurden nicht die Spreu vom Weizen, wohl aber der Grieß vom Mehl und bei dem wiederum die verschiedenen Feinheitsgrade voneinander getrennt.

3d59ed78-49e9-11e7-8ef7-ed0c2056925b

Hunderte große und kleine Gäste besuchten am Pfingstmontag – dem Mühlentag – die Kathfelder Mühle in Pritzwalk. Besitzer Andreas Plagemann erklärte den Weg des Getreides von der Anlieferung bis zum fertigen Mehl. Drum herum war viel altes Handwerk zu bestaunen.

Zur Bildergalerie

„Ich habe hier zwölf Jahre gearbeitet“, berichtet Burkhard Koch aus Pritzwalk. Für die damalige LPG mahlte er unter anderem Futter in der Kathfelder Mühle. Heute verlässt kein Mehl mehr die Mühle. Sie ist ein technisches Denkmal und dürfte in der bestehenden Form zumindest gewerblich gar nicht mehr mahlen. „Früher hat man die Qualität des Mehls per Hand geprüft“, sagt Andreas Plagemann. „Das ist heute gar nicht mehr zulässig, das Getreide und das Mahlgut müssen in geschlossenen Systemen transportiert werden.“, erklärt Andreas Plagemann. Zwar ist er im Hauptberuf Verpflegungsbetriebswirt und als solcher für die Verpflegung einer Rehaklinik zuständig. Um den Familienbesitz jedoch zu verstehen und erklären zu können, absolvierte der 47-Jährige vor zwei Jahren eine einjährige Ausbildung zum freiwilligen Müller in Niedersachsen. Die Wasserkraft wird heute genutzt,um daraus Strom zu erzeugen. Bis zu 70 000 Kilowattstunden lassen sich mit Hilfe der Dömnitz gewinnen.

Mehr als 500 Besucher in der Mühle

Mehr als 500 Besucher besichtigten die Mühle und nutzten die zahlreichen Angebote traditioneller Handwerker. Drechsler, Besenbinder und Seiler zeigten ihre Kunst. Die Landfrauen boten Kaffee und Kuchen an, die Kryritzer Musikanten sorgten für Unterhaltung.

Von Andreas König

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Prignitz
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg