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Prignitz Eine Stadt in der Zeit eines Umbruchs
Lokales Prignitz Eine Stadt in der Zeit eines Umbruchs
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02:15 24.09.2017
Die Pritzwalker Nikolaikirche kann als Teil der Veranstaltung außen und innen besichtigt werden. Quelle: Bernd Atzenroth
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Pritzwalk

Umbruchzeiten bringen immer Veränderungen im Stadtbild mit sich. Wer würde sich gerade nicht an die jüngste deutsche Geschichte erinnern, die auch ihre Spuren in einer Stadt wie Pritzwalk hinterlassen hat? Vor 500 Jahren war das nicht anders. Als Martin Luther die Reformation in Gang setzte, zog das eine Vielzahl von Änderungen nach sich, die weit über Kirche und Glauben hinausreichten.

Diesen Umbruch für die Stadt Pritzwalk zu zeigen, ist Ziel einer Veranstaltung, zu der gemeinsam das Stadt- und Brauereimuseum Pritzwalk, die Gesellschaft für Heimatgeschichte Pritzwalk und Umgebung sowie die Evangelische Kirchengemeinde Pritzwalk für Samstag, 30. September, einladen. Zum 500. Jahrestag der Reformation beschäftigen sich die Teilnehmer von 10 bis 14 Uhr mit dem Thema „Pritz­walk – vor und nach der Reformation“. Ausgangspunkt für die Betrachtungen ist allerdings nicht Luthers Thesenanschlag von 1517, sondern das Jahr 1539, in dem die Reformation auch die Stadt an der Dömnitz erreichte. Dazu sind drei Experten eingeladen worden – nach Einschätzung von Wolfgang Simon, seines Zeichens Vorsitzender der Gesellschaft für Heimatgeschichte, allesamt gute Fachleute auf dem Gebiet.

Das Veranstaltungsplakat Quelle: Bernd Atzenroth

Lars Schladitz, Leiter des Stadt- und Brauereimuseums, eröffnet um 10 Uhr die Veranstaltung im Saal der Musikschule, die sich in einem Gebäude mit dem Museum befindet. Es folgen drei interessante Vorträge. Uwe Czubatynski vom Dom­stiftarchiv Brandenburg beschäftigt sich zunächst mit bürgerlichen Stiftungen vor und nach der Reformation. Antje Reichel beschäftigt sich danach um 11 Uhr mit dem Thema „Juden in der Prignitz – vor und nach der Reformation“. Es geht dabei um den Umgang mit der jüdischen Gemeinde in der Umbruchzeit. Schließlich geht es ab 11.30 Uhr um den aus Pritzwalk stammenden Geistlichen Thomas Aderpul. Pfarrer Christian Thomas wird sich der Frage stellen, ob es sich hier um einen frühsozialistischen Prediger im 16. Jahrhundert handelt, eine Art „Thomas Müntzer des Nordens“, wie es Wolfgang Simon formulierte. Danach gibt es einen kleinen Imbiss von den Pritzwalker Landfrauen, bevor sich die Veranstaltung ab 12.45 Uhr an einen anderen Ort verlagert: die Nikolaikirche. Augenfällig sind dort die Veränderungen am Gebäude in der Reformationszeit: „Verschiedene Kapellen sind mit der Reformationszeit verschwunden“, erklärt dazu Wolfgang Simon, der die Besichtigung der Kirche leitet. Die Pfarrerin Susanne Michels nimmt ab 13.30 Uhr zu theologischen Fragen Stellung, bevor Lars Schladitz mit seinem Schlusswort die Veranstaltung beendet.

Von Bernd Atzenroth

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